Schulen, Kitas, Maskenpflicht?

Coronavirus in Bielefeld: Diese Lockerungen wurden beschlossen

In Bielefeld hat das Coronavirus den Alltag der Menschen stark eingeschränkt. Doch Kanzlerin Angela Merkel gab nun erste Lockerungen bekannt. 

  • In Bielefeld breitet sich das Coronavirus weiter aus.
  • Bereits seit mehreren Wochen gilt ein Kontaktverbot zum Schutz vor Covid-19. 
  • Nach Ostern soll es die ersten Lockerungen geben.

Bielefeld – Seit Wochen steht die Welt Kopf: Nachdem die Bundesregierung im März strikte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen hatte, wurde das gesellschaftliche Leben weitestgehend ausgebremst. Wie im gesamten Land wurden auch in NRW und Bielefeld Schulen und die meisten Geschäfte geschlossen. Als vorläufiges Ende der Maßnahmen galt das Ende der Osterferien, also der 19. April. Wie geht es nun weiter?

Am Mittwoch (15. April) beriet sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit ihrem Beraterstab und sprach mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über einheitliche Lockerungen der Coronavirus-Maßnahmen. Dabei ging es vor allem um die Öffnung von Geschäften und der Schulen und Kitas sowie ein Ende des Kontaktverbotes. Die Freibäder in Bielefeld öffnen ab Mitte Mai trotz des Coronavirus. Die genauen Regelungen dafür sind noch nicht geklärt. 

Coronavirus: Werden die Schulen in Bielefeld und NRW wieder geöffnet? 

Ja, die Schulen in Bielefeld werden wieder öffnen – allerdings erst ab dem 4. Mai. Abschlussklassen dürfen bereits früher wieder in die Schulen zurückkehren. Ab Montag (20. April) sollen zuvor jedoch Schulleiter und Lehrkräfte in NRW und dem Rest Deutschlands im Umgang mit dem Coronavirus und den Hygiene-Bestimmungen geschult werden. Wie die Rückkehr zum Schulbetrieb in NRW aussehen soll, haben wir für Sie zusammengefasst.

Ab dem 4. Mai werden dann die weiteren Schüler in Bielefeld und NRW klassenweise sowie nach und nach wieder am Unterricht teilnehmen können. So soll ein starker Anstieg an Coronavirus-Infektionen verhindert werden. Die Kultusministerkonferenz arbeitet aktuell an einem Konzept, wie die Ansteckung mit Sars-CoV-2 auch im Schulalltag, zum Beispiel in den Pausen auf dem Schulhof, verhindert werden kann.

Diese Maßnahme der Landesregierung kommt nicht überall gut an. Auch ein Abiturient aus OWL äußert scharfe Kritik an diesem Vorgehen in Corona-Zeiten.

Coronavirus in Bielefeld: Dürfen die Geschäfte wieder öffnen?

Ja: Laut Kanzlerin Merkel dürfen ab dem 20. April Geschäfte im Einzelhandel wieder öffnen - allerdings nur mit einer Ladenfläche bis zu 800 Quadratmetern. Größere Läden müssen nach wie vor ebenso in Bielefeld geschlossen bleiben. Restaurants und Bars bleiben ebenfalls vorerst geschlossen. Auch Kosmetikstudios oder Tattoo-Läden dürfen ihren Betrieb vorerst nicht wieder aufnehmen.

Unabhängig von der Größe dürfen jedoch folgende Geschäfte in Bielefeld und dem Rest des Landes wieder öffnen: Buchläden, Auto- und Fahrradhändler. Geschäftsinhaber müssen bei Wiederöffnung auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen achten und eventuell die Menge der Kunden einschränken, die gleichzeitig in die Läden dürfen.

Besteht in Bielefeld eine Maskenpflicht wegen des Coronavirus?

Nein, eine Maskenpflicht besteht in Deutschland und auch in Bielefeld sowie dem Rest von NRW bisher nicht. Allerdings spricht die Regierung eine dringende Empfehlung aus. Vor allem beim Einkaufen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln sollten die Menschen eine Maske tragen, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren. Über die aktuellen Infektionsfälle mit dem Coronavirus in OWL informieren wir Sie in unserem Newsticker.

Zum Schutz vor dem Coronavirus sollten Menschen in Bielefeld Masken in Bus und Bahn tragen.

Welche Maßnahmen gegen das Coronavirus gelten in Bielefeld und OWL? 

Diese weiteren Maßnahmen zur Einschränkung des Coronavirus in Deutschland und somit auch in Bielefeld gab Kanzlerin Angela Merkel bekannt:

  • An den Universitäten können Prüfungen durchgeführt werden. Dies betrifft auch die Universität in Bielefeld. Unter den Hygiene-Bestimmungen dürfen auch Lehrveranstaltungen, die besondere Räume wie etwa Labore erfordern, stattfinden. Bibliotheken und Archive dürfen auch wieder öffnen – dabei müssen jedoch Warteschlangen vermieden werden. 
  • In Kirchen, Moscheen, Synagogen und weiteren Gotteshäusern gilt weiterhin das Versammlungsverbot.
  • Auch Großveranstaltungen sind in Bielefeld, NRW und ganz Deutschland bis zum 31. August untersagt.
  • Auf private Reisen und Besuche sollen die Menschen ebenfalls erst einmal weiterhin verzichten.
  • Verstärkte Maßnahmen gelten zudem weiterhin in Alten- und Pflegeheimen. In vielen solcherlei Einrichtungen kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Ansteckungen mit Sars-CoV-2. So gab es in einer Reha-Klinik einen Coronavirus-Ausbruch.
  • Das Kontaktverbot bleibt auch weiterhin bestehen: Menschen müssen zueinander mindestens 1,50 Meter Abstand halten. Zudem dürfen sich im öffentlichen Raum nicht mehr als zwei Menschen gemeinsam aufhalten – Zusammenwohnende ausgeschlossen.
  • Die Regierung um Kanzlerin Merkel wolle nun alle zwei Wochen die beschlossenen Maßnahmen überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Über die aktuelle Corona-Lage in Bielefeld halten wir Sie in unserem Newsticker auf dem Laufenden.

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