Covid-19

Coronavirus in Bielefeld: 132 Infizierte – Häftlinge in NRW kommen frei

132 Personen aus Bielefeld sind mit dem Coronavirus infiziert. Das NRW-Justizministerium hat wegen der Pandemie eine ungewöhnliche Maßnahme beschlossen.

  • In Bielefeld sind 132 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden (Stand: 27. März). 
  • Über 1.700 Personen befinden sich zurzeit in häuslicher Quarantäne. 
  • Das NRW-Justizministerium hat wegen der Pandemie eine ungewöhnliche Maßnahme beschlossen.

Update: 27. März, 8 Uhr. Bielefeld verzeichnet zwölf weitere bestätigte Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl der infizierten Personen auf 132. Insgesamt 1.860 Bielefelderinnen und Bielefelder befinden sich momentan in häuslicher Quarantäne.

++Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus in Bielefeld finden Sie ab sofort in unserem neuen Newsticker++

Update: 25. März, 17.13 Uhr. In der Stadt Bielefeld gib es jetzt 120 bestätigte Coronavirus-Fälle. Damit sind 16 weitere Personen an Covid-19 erkrankt. Über 1.700 Menschen befinden sich bereits in häuslicher Quarantäne. Weiterhin gilt das Kontaktverbot Außerdem hat das NRW-Justizministerium am heutigen Mittwoch eien Ankündigung gemacht. 

Kurzzeit-Häftlinge sollen wegen der anhaltenen Coronavirus-Krise auf freien Fuß gesetzt werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Damit greift NRW-Justizminister Peter Biesenbach zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Auch verurteilte Straftäter, die nur ein Jahr oder weniger absitzen müssten, sollen frei kommen. In den Gefängnissen in Bielefeld gab es bislang keinen bestätigten Covid-19-Fall. Auch in der Stadt Paderborn, in der sich bis heute ebenfalls 120 Personen mit dem Coronavirus infiziert haben, soll dies umgesetzt werden. 

Bielefeld: 104 Personen mit Coronavirus infiziert – Oberbürgermeister meldet sich erneut per Videobotschaft 

Update: 24. März, 14.20 Uhr. Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in der Stadt Bielefeld ist auf 104 gestiegen. Damit wurde hier erstmals die 100er-Marke überschritten. Seit gestern sind sechs weitere Personen an Covid-19 erkrankt. 

1.565 Bielefelderinnen und Bielefelder befinden sich wegen des Coronavirus inzwischen in Quarantäne. Auch hier verzeichnete die Stadt Bielefeld einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vortag. Oberbürgermeister Pit Clausen hat sich in einer Videobotschaft erneut an alle Bewohner gewendet. Er bat darum, dass Kontaktverbot strikt einzuhalten. Außerdem sprach er über die Dringlichkeitsentscheidung über das Aussetzen von Beiträgen und Gebühren an. 

Bielefeld: Mindestens 98 Menschen mit Coronavirus infiziert  

Update: 19.39 Uhr. Die Stadt Bielefeld gab heute um 12 Uhr bekannt, dass sich die Zahl der Infizierten erneut erhöht hat. Inzwischen gibt es 98 bestätigte Coronavirus-Fälle. Damit sind seit gestern fünf weitere Personen an Covid-19 erkrankt. Die Zahl der Bielefelder, die unter Quarantäne stehen, ist hingegen etwas zurückgegangen und liegt nun bei 1.348. 

In den Bielefelder Krankenhäusern wird wegen des Coronavirus langsam die Schutzkleidung knapp und ein Arzt hat nun bereits zu Spenden aufgerufen. Vor allem an Atemmasken, Schutzkitteln und Einweghandschuhen mangelt es derzeit. 

Update: 23. März, 7.20 Uhr. Am Sonntagmittag (22. März) gab der Krisenstab der Stadt Bielefeld bekannt, dass jetzt 93 Menschen bestätigt mit dem Coronavirus infiziert sind. Das sind im Vergleich zu Samstag (22. März) mehr. Auch die Zahl der Bielefelder, die unter Quarantäne gestellt wurden, hat sich erneut erhöht. Es sind aktuell 1.353 Fälle in Bielefeld und damit ein Plus von 85.

Seit heute Nacht gilt nun auch in Bielefeld ein Kontaktverbot. Dies hatten Bund und Länder zuvor beschlossen und sich damit gegen eine Ausgangssperre entschieden.

Update: 20. März, 16.50 Uhr. Die Zahlen: In Bielefeld sind 72 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt 1.128 Menschen sind derzeit in häuslicher Quarantäne. 

Nun tritt in Bielefeld ein ganz anderes Problem auf: Sanitäts- und Rettungskräften mangelt es an Ausrüstung. Deswegen bittet die Stadt Bielefeld nun besonders Handwerks- und Industrieunternehmen, aber auch Privatleute und Händler um Spenden. Dringend benötigt werden folgende Dinge:

Masken

  • Atemmaske FFP 3 mit Ausatemventil 
  • Atemmaske FFP 3 ohne Ausatemventil 
  • Atemmaske FFP 2 mit Ausatemventil 
  • Atemmaske FFP 2 ohne Ausatemventil 
  • Mund-Nasen-Schutz ("OP-Schutzmasken")

Schutzanzüge

  • Schutzoverall Kat.3 Typ 4b 
  • Schutzoverall Kat 3 Typ 5/6 
  • Schutzkittel, hinten schließend, mit langem Arm

Sonstiges:

  • Hand-Desinfektionsmittel mindestens mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid". 
  • Schutzbrillen als Bügel- oder Kopfbandbrille, Vollsicht mit seitlichem Augenschutz oder ähnlich.
  • Kopfhauben: Einwegschutzhauben/OP-Hauben.

Wichtig: Entgegengenommen werden ungeöffnete Ausrüstungsgegenstände in Originalverpackung bzw. ungeöffnete Gebinde mit Desinfektionsmittel.

Abgabemöglichkeit: Die Spenden können zentral auf der Hauptfeuerwache (Am Stadtholz 18) abgegeben werden. Bei größeren Mengen können die Spenden auch abgeholt werden. Die Stadt Bielefeld bittet darum, sich vorab mit dem zuständigen Koordinator in Verbindung zu setzen unter Telefon 0521/51 89 50 (Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr), um die Übergabe abzustimmen. Möglich ist auch eine E-Mail an sonderpostfach.rettungsdienst@bielefeld.de. Bitte nur Anfragen im Zusammenhang mit dem Spendenaufruf an die Kontaktdaten richten.

Coronavirus in Bielefeld: moBiel gibt Einschränkungen im Nahverkehr bekannt

Update: 19. März, 19.10 Uhr. Mittlerweile sind 57 Menschen Bielefeld mit dem Coronavirus infiziert. 960 Personen sind in häuslicher Quarantäne. 28 Testergebnisse stehen noch aus. Die städtischen Verkehrsbetriebe moBiel haben nun Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr im Stadtgebiet bekannt gegeben: "Die Fahrgastzahlen zeigen uns, dass sich viele Menschen in Bielefeld an die Empfehlungen halten, möglichst zu Hause zu bleiben. Wir unterstützen dieses Vorgehen und passen unsere Fahrpläne entsprechend an", sagt moBiel-Geschäftsführer Martin Uekmann.

  • Ab Freitag (20. März) fahren in Bielefeld und den angrenzenden Kommunen keine Nachtbusse mehr.
  • Damit gilt an diesem Freitag der Fahrplan, der sonst von Montag bis Donnerstag Gültigkeit hat.
  • Der gesamte Bus- und Bahn-Fahrplan wird ab nächster Woche auf den Ferienbetrieb umgestellt.
  • Ab Montag (23. März)  entfallen die Fahrten, die in den Fahrplänen mit den Zusätzen nicht in den Schulferien oder nur an Schultagen gekennzeichnet sind, und die Einsatzfahrten der Stadtbahnen, die sonst in der morgendlichen Stoßzeit den 10-Minuten-Takt verringern.
  • Die Änderungen gelten bis auf Weiteres, jedoch mindestens bis nach den Osterferien.

Dass das Coronavirus in OWL auf dem Vormarsch ist, merkt man auch an anderen Stellen der Region. So gab es jüngst das erste Todesopfer von Covid-19 im Kreis Lippe.

Update: 19. März, 15 Uhr. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Bielefeld ist erneut gestiegen. Momentan sind 55 Infektionen bekannt. 888 Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

In einem Lebensmittelladen kam es kürzlich zu diesem brutalen Zwischenfall: Eine Kunde attackiert in Bielefeld einen Supermarkt-Angestellten mit einem Messer. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Coronavirus in Bielefeld: Verbote für Reiserückkehrer

Update: 18. März, 17.00 Uhr. Die Stadt Bielefeld hat in einer Allgemeinverfügung weitere Einschränkungen für die Bevölkerung aufgrund des Coronavirus Sars-CoV-2 bekannt gegeben. Diese beinhalten unter anderem strenge Regelungen für Reiserückkehrer. Diesen wird für 14 Tage der Zugang zu folgenden Einrichtungen verboten:

  • Jegliche Gemeinschaftseinrichtungen (KiTas, Schulen, Heime, Pflegestellen, betreute Einrichtungen).
  • Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Tageskliniken, Dialyseeinrichtungen, u.ä.
  • Stationäre Einrichtungen der pflege und Eingliederungshilfe, besondere Wohnformen im Sinne des SGB IX und ähnliche Einrichtungen.
  • Berufsschulen
  • Hochschulen

Die Allgemeinverfügung beinhaltet noch weitere, umfangreiche Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Bielefeld. Die gesamte Verfügung ist auf der Homepage der Stadt Bielefeld nachzulesen.

Ideen muss man haben: Der Döner-Laden Krispy Kebab aus Bielefeld bietet nun zu jeder Bestellung eine Rolle Klopapier an.

Coronavirus in Bielefeld: Viele Geschäfte schließen

Bielefeld – Momentan gibt es in Bielefeld 49 infizierte Personen. Insgesamt 703 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne (Stand: 18. März, 13 Uhr). Bei all den rasanten Entwicklungen der letzten Tage zur Corona-Krise überschlagen sich die Meldungen, wie sich die Situation im Alltag der Menschen entwickeln wird. Weder Bevölkerung noch Regierung waren zuvor in einer ähnlichen Situation, was dazu führt, dass getroffene Entscheidungen oftmals schnell revidiert und korrigiert werden müssen. So nun auch von der Landesregierung in NRW

Noch am Dienstagabend (17. März) entschied letztere sich dazu, viele Geschäfte des Einzelhandels, darunter auch Outlets und Einrichtungshäuser, geöffnet zu lassen. Dies galt auch für Geschäfte in Bielefeld. Lediglich die Hygienevorschriften sollten verstärkt werden und die Geschäfte hätten darauf zu achten, dass sich nicht zu viele Kunden gleichzeitig im Ladenlokal aufhalten sollen und sich keine Schlangen bilden. Angesichts der momentanen Lage – das Coronavirus Sars-CoV-2 verbreitet sich rasant – ist das eine Entscheidung, die für viele unverständlich war.

Noch sträubt sich die Bundesregierung gegen noch drastischere Maßnahmen. Doch was würde eine Ausgangssperre aufgrund der Corona-Krise für uns bedeuten?

Coronavirus in NRW: Landesregierung passt Entscheidung an

Doch nun der Sinneswandel. Aufgrund unmittelbarer Kritik gab die Landesregierung noch am Dienstagabend um 23.15 Uhr an, sich nun doch nach den Auflagen der Bundesregierung richten zu wollen. Weite Teile des Einzelhandels werden geschlossen. Dies bedeutet auch für Bielefeld und OWL, dass ein Großteil der Geschäfte geschlossen bleiben. Die Auflagen der Bundesregierung zum Coronavirus, das öffentliche Leben betreffend, wurden bereits am Montag (16. März) veröffentlicht. 

Lediglich Einrichtungen, die der Deckung des täglichen Bedarfs dienen, bleiben geöffnet. Dazu zählen unter anderem Supermärkte, Lebensmittelläden, Tankstellen, Banken und Apotheken. In diesen Bereichen soll auch eine Aufhebung des Sonntagsverkaufsverbots stattfinden, um eine umfangreichere Versorgung auch in Bielefeld zu gewährleisten. Die Maßnahmen sollen nun in Bielefeld zeitnah angeordnet und umgesetzt werden.

Coronavirus in Bielefeld: Die bisherige Entwicklung

Wie in anderen Städten hat die fortschreitende Corona-Pandemie auch in Bielefeld massiven Einfluss auf den Alltag der Bewohner. Es begann mit einem Verbot für Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern. Es folgten Geisterspiele in der ersten und zweiten Bundesliga, bevor die Begegnungen ganz abgesagt wurden. Auch der Tierpark Olderdissen, der normalerweise 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr geöffnet hat, wurde geschlossen.

Alle Ereignisse aus der Corona-Krise in Bielefeld, die vor Mittwoch (17. März) stattfanden, finden sie in unserer Übersicht. Auch zu den wichtigsten Telefonnummern, die Sie in der Corona-Krise kennen müssen, haben wir eine Übersicht zusammengestellt.

Aufgrund der kritischen Situation momentan, richtet unser Redakteur einen Appell an alle Menschen in Deutschland, sich in der Corona-Krise richtig zu verhalten.

Mittlerweile ist die Polizei auch vermehrt im Einsatz, um Verstöße gegen die Corona-Auflagen zu ahnden.

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch / dpa

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