Covid-19-Krise

Coronavirus in Bielefeld: Was bedeutet das Kontaktverbot?

Seit Sonntag gilt in NRW das Kontaktverbot. Auch in Bielefeld sind die Menschen von der neuen Regelung betroffen. Das was ändert sich?

  • Die Bundesregierung hat ein deutschlandweites Kontaktverbot erlassen.
  • Vorerst gelten die neuen Regelungen für vier Wochen.
  • Was ändert sich nun für die Menschen in Bielefeld?

NRW/Bielefeld – So langsam dürfte hoffentlich jedem der Ernst der momentanen Lage mit dem Coronavirus klar geworden sein. Spätestens, nachdem am Sonntag (22. März) durch die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Bundesländern eine Kontaktsperre bekannt gegeben wurde. Was dieser Beschluss konkret für die Bewohner von Bielefeld bedeutet, haben wir zusammengestellt.

Coronavirus in Bielefeld: Kontaktverbot statt Ausgangssperre

Das Kontaktverbot soll in Deutschland zunächst für mindestens zwei Wochen gelten, laut Armin Laschet in NRW sogar bis zum 19. April. Diverse Auflagen der Bundesregierung sorgten bereits zuvor für massive Einschränkungen im Alltag – auch in Bielefeld. Doch nun wurden die Regeln noch einmal verschärft. Grund sind vielerorts Mitbürger, die zum Beispiel Corona-Parties veranstalten und so die Ausbreitung von Covid-19 vorantreiben.

Aufgrund dieses Verhaltens haben viele erwartet und auch gehofft, dass es in Bielefeld eine allgemeine Ausgangssperre geben wird. Doch zu diesem vergleichsweise radikalen Schritt kam es am Wochenende noch nicht. Und soweit wird es auch vorerst nicht kommen. Denn nun gilt zunächst das Kontaktverbot.

Das Coronavirus eindämmen: Was bedeutet die Kontaktsperre in Bielefeld?

Die wohl wichtigste Änderung im Zuge der Kontaktsperre bedeutet auch in Bielefeld, dass ab Montag (23. März) Versammlungen mit mehr als zwei Personen verboten sind. Auf der Straße dürfen die Bürger sich also höchstens noch mit einer weiteren Person treffen. Davon ausgenommen ist die Kernfamilie, mit der man lebt, oder andere Personen, mit denen man sich einen Haushalt teilt.

Zusätzlich gilt ein Mindestabstand von 1,50 Metern in der Öffentlichkeit. Für die Bürger in Bielefeld ändert sich nun, dass die Maßnahmen auch gesetzlich durchgesetzt werden. Wer also gegen die Auflagen verstößt, muss mit Strafen rechnen: Das Land NRW gibt dazu bekannt: Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt. Die zuständigen Behörden sind gehalten, Geldbußen auf mindestens 200 Euro festzusetzen. 

Kontaktsperre wegen Coronavirus: Auch Frisöre und Restaurants schließen

Neben der Kontaktsperre wurde seitens der Bundes- und Landesregierung auch beschlossen, dass sämtliche Gastronomie unverzüglich zu schließen ist. Ausgenommen sind Lieferdienste und Abholservices für Zuhause. Hier werden auch in Bielefeld verstärkte Kontrollen stattfinden. Frisöre und andere Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege werden ebenfalls geschlossen. Darunter fallen etwa Kosmetikstudios, Tattoo-Studios oder Massagesalons. 

Pit Clausen, Oberbürgermeister von Bielefeld, zeigte sich erfreut von der neuen Bestimmung, um das Coronavirus einzudämmen: "Ich finde es gut, dass wir bundeseinheitlich vorgehen. Das Kontaktverbot wird helfen, die Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Und ganz wichtig: Wir können auch übers Telefon kontakten. Auch ohne Begegnung muss niemand allein bleiben."

Momentan bereitet Covid-19 der Stadt ein großes Problem: Die Stadt Bielefeld sucht dringend nach Spenden, um der Corona-Krise Herr zu werden: Medizinische Schutzkleidung wird knapp, sodass Händler, Firmen und Privatpersonen aufgerufen werden, zu spenden. Auch die Gastronomie ächzt unter den Umständen: Ein Döner-Laden in Bielefeld hatte nun eine gute Idee, um die Kunden während der Corona-Krise bei Laune zu halten.

Coronavirus: Mit diesen Tipps vermeiden Sie die Ansteckung

Die Haende sollte jeder regelmaesßig mit Seife waschen und pflegen. (Symbolbild)
Die Hände sollte jeder regelmäßig mit Seife waschen und pflegen. (Symbolbild) © dpa/Peter Steffen
Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern, sollte auf Haendeschuetteln verzichtet werden. Haende sollten zudem vom Gesicht ferngehalten werden. (Symbolbild)
Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern, sollte auf Händeschütteln verzichtet werden. Hände sollten zudem vom Gesicht ferngehalten werden. (Symbolbild) © picture-alliance/ dpa
Richtiges Husten trägt zur Vemeidung der uebertragung bei: Dazu ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge nutzen. (Symbolbild)
Richtiges Husten trägt zur Vemeidung der Übertragung bei: Dazu ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge nutzen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Wenn Sie Symptome des Coronavirus bei sich bemerken, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. (Symbolbild)
Wenn Sie Symptome des Coronavirus bei sich bemerken, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. (Symbolbild) © dpa
Wenn sie Symptome haben, sollten Sie einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen wahren. (Symbolbild)
Wenn sie Symptome haben, sollten Sie einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen wahren. (Symbolbild) © picture alliance / Andreas Geber
Auch im Homeoffice gilt: Geschlossene Raeume sollten regelmaeßig gelueftet werden. (Symbolbild)
Auch im Homeoffice gilt: Geschlossene Räume sollten regelmäßig gelüftet werden. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

In OWL, unter anderem in Paderborn, geht die Polizei nun auch vermehrt gegen Verstöße gegen die Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus vor. Hauptsächlich geht es um Betrügereien in der Not oder illegale Menschenmengen. 

Rubriklistenbild: © dpa/Caroline Seidel

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