Covid-19-Pandemie 

Coronavirus in Bielefeld: Gastro-Betriebe streiken – Merkel macht Ansage

Coronavirus in Bielefeld: Die Betreiber von Kneipen, Cafés, Bars und Restaurants streiken vor dem Rathaus, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

  • Das Coronavirus bedroht die Existenz vieler Gastro-Unternehmen in NRW. 
  • In Bielefeld streiken am heutigen Freitag (24. April) viele Betreiber. 
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich zuletzt gegen Lockerungen ausgesprochen. 

Update: 29. April, 12.15 Uhr. Nachdem bereits in Bielefeld zahlreiche Gastonomen protestiert hatten, melden sich während der anhaltenden Corona-Krise auch andere Branchen zu Wort. Da das Bundeskabinett am heutigen Mittwoch beschlossen hat, die Reisewarnung zu verlängern, werden in Paderborn und anderen NRW-Städten die Betreiber von Reisebüros demonstrieren, um auf ihre derzeitige Lage aufmerksam zu machen. 

Bielefeld – Vor dem Rathaus in Bielefeld stellen die Besitzer von Bars, Kneipen, Cafés und Restaurants am heutigen Freitag leere Stühle auf. Die Gastro-Betreiber wollen mit der Protestaktion auf ihre Situation aufmerksam machen. Wegen des Coronavirus mussten sie ihre Türen für die Kunden schließen und kämpfen nun um ihre Existenz. Die Freibäder in Bielefeld öffnen ab Mitte Mai trotz des Coronavirus. Die genauen Regelungen dafür sind noch nicht geklärt. 

Coronavirus in Bielefeld: Gastro-Betriebe mit Protestaktion vor dem Rathaus 

Erstmeldung: 24. April. Wegen des Coronavirus gilt in Bielefeld und ganz NRW nach wie vor ein Kontaktverbot. Um sich vor der Lungenkrankheit Covid-19 zu schützen sind Menschenansammlungen strengstens untersagt. Doch die Gastronomen haben sich etwas einfallen lassen, um zu protestieren. 

Die Betreiber von Kneipen, Bars, Cafés und Restaurants befürchten, dass sie wegen des Coronavirus noch lange geschlossen bleiben müssen. Deshalb beteiligen sie sich an der Protestaktion in NRW. Unter anderem in Köln, Borken und Winterberg werden leere Stühle aufgestellt. In Bielefeld sollen die Sitzmöglichkeiten vor dem Rathaus platziert werden. 

Coronavirus in Bielefeld: Die Idee der Protestaktion mit den leeren Stühlen stammt von den Gastronomen aus Dresden. 

Coronavirus: Proteste in Bielefeld und anderen NRW-Städten – Merkel mit klarer Haltung 

Für die Besitzer der Kneipen, Bars, Cafés und Restaurants in Bielefeld geht es wegen der anhaltenden Corona-Krise ums nackte Überleben. Sie befürchten, dass sie in der Kette der Lockerungen ganz weit hinten stehen werden. Obwohl, die Coronavirus-Infektionen in Deutschland zurückgegangen sind, hat die Bundesregierung bisher nur wenige Verbote, die dem Schutz der Bevölkerung dienen, aufgehoben. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich zuletzt am gestrigen Donnerstag (23. April) gegen weitere Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie ausgesprochen. Sie möchte weiter abwarten, wie sich die Fallzahlen in Bielefeld und ganz Deutschland entwickeln. Am 30. April werde man noch nicht wissen, wie sich die Öffnung der Läden auswirke. Deshalb könnten weitere Lockerungen frühstens ab dem 6. Mai besprochen werden, so die CDU-Politikerin. 

Ob sich die Bundesländer in Deutschland jedoch an diese Vorgabe halten, ist offen. Zuletzt waren die Regierungschefs immer wieder mit Entscheidungen vorgeprescht. So sprach sich beispielsweise NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für weitere Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie aus. 

Merkel kritisierte, dass viele Bundesländer die Regeln zu schnell lockern. Am Ende liegt die Entscheidung jedoch bei den Ministerpräsidenten der einzelnen Länder. In NRW gilt ab kommenden Montag eine neue Schutzmaßnahme: Die Maskenpflicht tritt in Bielefeld und im gesamten Land in Kraft und soll vor einer Coronavirus-Infektion und der damit verbundenen Krankheit Covid-19 schützen.   

Bielefeld (NRW): Wegen Coronavirus – Rettungsschirm für Gastro-Betriebe gefordert 

In NRW fordern die Parteimitglieder der Grünen von der Landesregierung einen Rettungsschirm für Gastronomen. Andernfalls müssten wegen des Coronavirus in Bielefeld und ganz Nordrhein-Westfalen viele Betriebe für immer geschlossen werden. Nur eine sofortige Finanzspritze könnte viele Betreiber jetzt noch vor dem Ruin bewahren. 

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hatte den Gastwirten die Wiedereröffnung ihrer Betriebe in Aussicht gestellt. Die Landesregierung ist mit den anderen Bundesländern in Deutschland im Gespräch, um an einem gemeinsamen Konzept zu arbeiten. Dieses soll am 30. April vorliegen und werde dann zwischen Bund und Ländern diskutiert. 

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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