Prozessauftakt am Landgericht 

Bis heute nicht vernehmungsfähig – Mann verletzt Ehefrau lebensgefährlich am Kopf

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Der Angeklagte soll seine Frau in Bielefeld lebensgefährlich verletzt haben. 

Vermutlich mit einem Hammer soll der Angeklagte seiner Ehefrau lebensgefährliche Kopfverletzungen zugefügt haben. Das Opfer ist bis heute nicht vernehmungsfähig. In Bielefeld startet jetzt der Prozess. 

Update: 2. April, 9.27 Uhr. Bielefeld – Am ersten Prozesstag in Bielefeld wurde lediglich die Anklageschrift verlesen. Der Angeklagte schwieg zu den schweren Vorwürfen. Er soll seine Frau lebensgefährlich am Kopf verletzt haben. Das Opfer ist, aufgrund ihrer Verletzungen, bis heute nicht in der Lage, vor Gericht eine Aussage zu machen. Die Ärzte rechnen nicht mit einem schnellen Heilungsprozess. Die Patienten sei frühstens im Mai vernehmungsfähig, heißt es.

Der Anwalt der Geschädigten beantragte ein Schmerzensgeld für seine Mandantin. Sollte dieser vom Landgericht Bielefeld genehmigt werden, könnte das Opfer rund 12.000 Euro Schmerzensgeld von Sulaiman A erhalten. Die Höhe der Summe ergibt sich aus den schweren Verletzungen der Ehefrau. Der Prozess wird am 11. April fortgesetzt. 

Prozessauftakt in Bielefeld: Mann soll Ehefrau den Kopf zertrümmert haben 

Erstmeldung: 1. April. Bielefeld – Ab Montag (1. April) muss sich der 53-Jährige in einem Prozess am Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld wirft dem Angeklagten versuchten Totschlag vor. Er soll bereits im Oktober 2018 seine eigene Frau übel zugerichtet haben. Bevor es zu der Bluttat kam, soll es zwischen dem jesidisch-irakischen Paar zu Streitigkeiten gekommen sein. 

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Bielefeld: Fünffache Mutter in Lebensgefahr 

Wie berichtet, soll sich die Tat am 8. Oktober in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke Herforder Straße / Walther-Rathenau-Straße in Bielefeld zugetragen haben. Vermutlich mit einem Hammer schlug der Mann gegen 3 Uhr morgens auf sein Opfer ein. Die Frau erlitt bei dem Angriff lebensgefährliche Verletzungen. Sie ist bis heute nicht vernehmungsfähig. 

Das Jugendamt in Bielefeld kümmert sich seit dem Vorfall um die fünf gemeinsamen Kinder des Ehepaares. Sie sind zwischen einem und elf Jahren alt. Nach dem Angriff wurden sie in Pflegefamilien untergebracht. 

Bielefeld: Nach Bluttat – Ehemann setzt Notruf ab 

Der Angeklagte soll, nachdem er seine Ehefrau lebensgefährlich am Kopf verletzte, bei der Feuerwehr Bielefeld angerufen haben. Gegenüber den Rettern gab der 53-Jährige an, dass er seine Frau getötet habe. Polizei und Notarzt eilten zum Ort des Verbrechens. 

Als die Einsatzkräfte eintrafen, lag das Opfer auf dem Ehebett. Mit lebensgefährlichen Verletzungen kam die Frau in ein Krankenhaus nach Bielefeld. Die Beamten nahmen den Mann fest. Er war stark betrunken. Bei seiner polizeilichen Vernehmung gab er an, sich an nichts mehr erinnern zu können. 

Bielefeld: Identität des Angeklagten ungewiss 

Bei den Ermittlungen gegen den Angeklagten ergaben sich viele Ungereimtheiten. Der 53-Jährige war offenbar mindestens zwei Mal verheiratet. Nach Angaben der Behörden in Bielefeld hatte der Mann bei seiner ersten Eheschließung allerdings andere Angaben gemacht. Weder der Name noch das Alter stimmten demnach überein. Die Ermittler konnten die Herkunft des Angeklagten bis jetzt nicht vollständig klären. 

Das Schwurgericht (1. Große Strafkammer) muss nun klären, wie es zu der Bluttat in Bielefeld kam. Ein Motiv gibt es bislang nicht. Bei der Tatwaffe geht die Gerichtsmedizin von einem Hammer aus. Aber auch dieser Gegenstand wurde bislang nicht sichergestellt. Die Verhandlung umfasst vier Prozesstage. Am 7. Mai soll das Urteil fallen. 

In einem Wohnhaus an dieser Kreuzung in Bielefeld soll es zu dem Kapitalverbrechen gekommen sein. 

Bei Bielefeld sind vier Wagen zusammenstoßen. Der Unfall auf der A2 führte im Berufsverkehr zu Staus und langen Wartezeiten. Die Autobahn musste teilweise gesperrt werden. Ein 25-Jähriger soll eine junge Frau mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben. Nun wird ihm vor dem Landgericht Bielefeld der Prozess gemacht.

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