Prozessbeginn

Frau lebensgefährlich verletzt – wollte ihr Mann sie aufspießen?

Prozess in Bielefeld: Mit einem Grillspiess und einem Messer soll ein Familienvater seine Ehefrau und seine Tochter in Herford angegriffen haben (Symbolbild).
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Prozess in Bielefeld: Mit einem Grillspieß und einem Messer soll ein Familienvater seine Ehefrau und seine Tochter in Herford angegriffen haben (Symbolbild).

Das Landgericht in Bielefeld verhandelt gegen einen 54-jährigen Mann aus Herford. Er soll mit einem Spieß versucht haben, seine Frau zu ermorden.

  • Vor dem Landgericht in Bielefeld muss sich ein 54-jähriger Mann verantworten. 
  • Er soll seine Frau lebensgefährlich verletzt haben. 
  • Dem Herforder wird versuchter Mord vorgeworfen. 

Bielefeld/Herford – Am heutigen Mittwoch (15. April) beginnt am Landgericht Bielefeld der Prozess gegen einen Mann (54) aus Herford. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord vor. Mit einem Küchenmesser und einem Grillspieß soll der Angeklagte seine Frau lebensgefährlich verletzt haben. Wegen des Coronavirus muss auch während der Verhandlung der Sicherheitsabstand eingehalten werden. 

Prozess in Bielefeld: Wollte der Mann aus Herford seine Frau umbringen? 

Die brutale Tat, die nun am Bielefelder Landgericht verhandelt wird, trug sich offenbar im Oktober vergangenen Jahres zu. Der Mann betreibt einen Imbiss in Herford, der bis spät abends geöffnet hat. Doch am Tattag kam der Angeklagte wohl früher nach Hause. Ermittelt wird derweil noch in diesem Fall: Ein Pärchen tötete Kadir A. aus Bielefeld und verscharrte seine Leiche auf einem Friedhof.

Der 54-Jährige soll nach seiner Ankunft zunächst unvermittelt mit einem Messer und später mit einem Grillspieß auf seien Frau eingestochen haben. Das Opfer aus Herford erlitt bei der Attacke lebensgefährliche Verletzungen. Den Anschlag überlebte sie. Ob der Angeklagte seine Frau ermorden wollte, müssen nun die Richter in Bielefeld in dem Gerichtsverfahren klären, welches am Mittwoch (15. April) beginnt.

Am Landgericht Bielefeld muss sich ein Mann aus Herford wegen versuchten Mordes verantworten.

Bielefeld: Mögliches Mordmotiv in Herford – Frau soll Geld veruntreut haben

Bei dem Angriff in Herford erlitt auch die Tochter des Angeklagten Verletzungen. Sie hatte versucht ihre Mutter vor ihrem Vater zu beschützen. Dem Mädchen gelang es jedoch, dem Mann den Spieß zu entreißen. 

Doch der Herforder soll danach mit einem Kochtopf auf seine Familie losgegangen sein. Mutter und Tochter gelang schließlich die Flucht. Sie kamen bei Nachbarn unter. Hintergrund des versuchten Mordes könnte der grundlose Vorwurf gewesen sein, die Ehefrau habe Geld aus einem gemeinsam betriebenen Imbiss veruntreut, berichtete Radio Bielefeld am Mittwoch. 

Sollte der 54-jährige Mann aus Herford in dem Prozess wegen versuchten Mordes am Landgericht Bielefeld verurteilt werden, droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe. Wie hoch das Strafmaß genau ausfällt, bleibt abzuwarten. Wir berichten weiter. 

Bei einer Wohnhaus-Explosion im Kreis Herford ist kürzlich ein Mann gestorben und die Ermittler der Mordkommission aus Bielefeld haben nun einen schlimmen Verdacht geäußert. Außerdem kam es in einem Bielefelder Supermarkt zu einer Messerattacke, als ein Angestellter einen Kunden ansprach, der den falschen Ausgang genommen hatte. 

Auf dem OWD (B61) in Bielefeld kam es jüngst zu einem Suizidversuch*. Dieser führte auf der viel befahrenen Straße zu Sperrungen und langen Staus.

In Bielefeld starb ein 17-Jähriger nach einer Messerattacke, weil es wegen des Coronavirus zu einer Justizpanne gekommen war. Ein Verdächtiger wurde verhaftet. Das Alter des mutmaßlichen Täters schockiert.

*Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Suizid-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die kostenfreie Telefonseelsorge: 0800/1 11 01 11. Hilfe bietet auch der Krisendienst der Stadt Bielefeld: 0521/3 29 92 85.

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