Auseinandersetzung in Bielefeld

Angespuckt und tot gestellt? Zeugen für kuriosen Streit gesucht

Am Senner Hellweg in Bielefeld gerieten ein Jogger und ein Hundebesitzer aneinander. Da die Angaben über den Streit weit auseinandergehen, sucht die Polizei nun Zeugen.

  • In Bielefeld kam es zu einem kuriosen Streit zwischen zwei älteren Männern.
  • Unter anderem soll sich ein 78-jähriger Mann tot gestellt haben.
  • Auch von einer Corona-Infektion war die Rede.

Bielefeld – Am Montag (30. März) gerieten gegen 17 Uhr in einem Waldgebiet am Senner Hellweg zwei Männer aneinander. Nachdem die Situation offenbar eskaliert war, berichteten beide später von einer kuriosen Begegnung. Welche Version der Wahrheit entspricht, sollen nun weitere Aussagen klären. Deshalb ist die Polizei Bielefeld auf der Suche nach Zeugen.

Streit in Bielefeld: 78-Jähriger mit Coronavirus infiziert?

Der Ursprung des Streits lag wohl darin, dass der Jogger (68) durch das Waldgebiet in Bielefeld lief, als der Hund seines späteren Kontrahenten (78) ihn angriff. Der Jogger schildert die folgenden Ereignisse so: Nach dem Angriff des Hundes sei er zunächst nach Hause gelaufen, anschließend jedoch noch einmal zurückgekehrt, um den Hundebesitzer mit der Situation zu konfrontieren. Dieser habe ihn dann angespuckt und ihm zugerufen, dass er Corona habe. Zusätzlich habe er mehrfach in Richtung des Joggers geschlagen und sich dann auf den Boden gelegt und tot gestellt.

Aus der Sicht des Hundebesitzers liefen die Ereignisse in Bielefeld anders ab: Er bestritt sowohl, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, als auch, dies behauptet zu haben. Er sei lediglich erkältet und habe deshalb Abstand gehalten. Der Jogger hingegen sei mit dem Auto zurückgekehrt und habe ihn unmittelbar angeschrien. Als er diesem dann den Rücken zugewandt habe, habe der Jogger ihm einen Erdklumpen an den Hinterkopf geworfen, woraufhin er zu Boden stürzte. Eine Reiterin soll ihm daraufhin geholfen und sich um ihn gekümmert haben.

Zeugen für Streit in Bielefeld gesucht

Wie sich der Streit in Bielefeld wirklich abgespielt hat, bleibt nun zu klären. Beide Kontrahenten erstatteten gegen den anderen Anzeige wegen Körperverletzung. Die Beamten der Polizei bitten nun sowohl die Reiterin, als auch eventuelle andere zeugen des Streits, sich zu melden: 0521/54 50. Zudem ermittelt derzeit die Polizei in einem anderen Fall: Ein Mann aus Bielefeld (32) soll ein Kind missbraucht haben. Es wird vermutet, dass der Fall mit den Taten aus Bergisch Gladbach zusammenhängt. 

Außerdem kam es am Montag (30. März) zu einem schweren Unglück: Ein Mann starb in Bielefeld am Steuer seines Transporters und fuhr dann mit dem Fahrzeug gegen eine Laterne. Noch bis zum 17. April müssen sich Autofahrer in Bielefeld zudem auf eine umfangreiche Sperrung in der Innenstadt einstellen. Seit Montag (30. März) ist die Herforder Straße am Jahnplatz voll gesperrt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Ralf Hirschberger

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