Protest gegen Rechtsruck

Nach Wahl in Sachsen und Brandenburg: Spontan-Demo in Bielefeld

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Unter dem Ostwestfalendamm in Bielefeld wurde Pyro-Technik gezündet.

Am Sonntag organisierte die "Antinationale Linke Bielefeld" eine spontane Demo gegen den Rechtsruck in Deutschland. Anlass waren die Wahlen in Brandenburg und Sachsen und die dortigen Ergebnisse der AfD.

  • Demo gegen Rechts in Bielefeld
  • Bis zu 300 Teilnehmer
  • Ruhiger Verlauf

Bielefeld – 27,5 Prozent in Sachsen, 23,5 Prozent in Brandenburg. Das sind die Ergebnisse der AfD bei den Landtagswahlen am Sonntag. Diese Zahlen veranlassten die Mitglieder der Antinationalen Linken Bielefeld (ALiBi) dazu, spontan auf die Straße zu gehen und gegen den Rechtsruck zu demonstrieren. Gleichzeitig zeigen sie Solidarität mit Gleichgesinnten in den betroffenen Bundesländern.

Demo in Bielefeld: Verlauf weitgehend friedlich

Die Demo, an der laut Angaben der ALiBi bis zu 300 Personen teilnahmen, startete um 20 Uhr am Hauptbahnhof und zog über den Jahnplatz bis zum Kesselbrink. Hinter einem vorangetragenen Banner mit der Aufschrift "Wir lassen unsere Freund*innen nicht allein!! Gemeinsam gegen den Rechtsruck - United against Fascism!" machte der lautstarke Zug auch mit Bengalo-Fackeln auf sich aufmerksam (siehe Foto). Dies gilt als Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz. Dennoch verlief die Demonstration in Bielefeld ruhig.

Die Demonstration in Bielefeld zog vom Bahnhof über den Jahnplatz bis zum Kesselbrink.

Bielefeld: Veranstalter befürchten Verschlechterung der Lebensbedingungen

Sarah Fried, Pressesprecherin der Antinationalen Linken Bielefeld, sprach davon, dass man eine Regierungsbeteiligung der AfD befürchte und sich deshalb Sorgen um die Menschen vor Ort mache: 

"Schon kurz vor der Wahl konnten wir eine vermehrte Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD auf kommunaler Ebene beobachten. Wir befürchten, dass sich diese Entwicklung auf Landesebene fortsetzen wird. Das ist nicht nur eine Bedrohung für alle Menschen, die aus rassistischen Gründen diskriminiert werden, sondern auch für die Zivilgesellschaft, wenn zum Beispiel weitreichend Gelder gestrichen werden.“

Bielefeld: Solidarität mit Gleichgesinnten in Ostdeutschland

Die ALiBi ist Mitglied der bundesweit agierenden Kampagne "Nationalismus ist keine Alternative", die sich 2016 gründete und als Gegenpol des Rechtsrucks versteht. Sarah Fried erklärt das Banner und die Demonstration in Bielefeld folgendermaßen: 

"Wir wollen mit dieser Demonstration natürlich eine Nachricht an die Parteien senden, dass wir eine weitere Rechtsentwicklung nicht hinnehmen werden. Gleichzeitig ist es uns aber auch wichtig ein Signal an alle Menschen in Ostdeutschland zu schicken, die gegen diese Entwicklung kämpfen: Wir lassen unsere Freund*innen nicht alleine!

Bengalo-Fackeln wurden auch bei einer völlig anderen Veranstaltung gezündet: Ein Hochzeitskorso sorgte für ein Verkehrschaos in Bielefeld. Oben auf der Sparrenburg wehte die Flagge lange auf halbmast. In Bielefeld sorgte das für Spekulationen. Nun wurde die Ursache geklärt.

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