Bielefeld

Großeinsatz: Stichflamme tötet Frau bei Wohnhaus-Brand

Eine gewaltige Stichflamme verletzte eine Frau in Bielefeld lebensgefährlich. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in eine Spezialklinik. Doch das Opfer verstarb kurz darauf.

Bielefeld – Am Sonntag (21. März) kam es in einer Wohnung am Dompfaffweg in Bielefeld-Sieker zu einem schweren Stichflammen-Unglück. Drei Personen erlitten Verletzungen. Eine 72-jährige Bewohnerin hatte sich bei dem Vorfall lebensgefährliche Brandverletzungen zugezogen. Sie verstarb am Montag (22. März) in einer Spezialklinik in Hannover.

StadtBielefeld
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Bielefeld: Feuer in Sieker – Stichflamme setzt Mensch in Brand

Am Sonntagmorgen gegen 9.45 Uhr erhielten die Einsatzkräfte Kenntnis von dem Wohnhausbrand in Sicker. Das tragische Unglück hatte sich in einer Wohnung des Mehrfamilienhauses ereignet. Eine gewaltige Stichflamme habe eine 72-jährige Frau in Brand gesetzt, hieß es. Als die Feuerwehrleute den Einsatzort in Bielefeld erreicht hatten, fanden sie drei verletzte Personen vor.

Bei den Verletzten handelte es sich um die Bewohnerin, ihren 82-jährigen Ehemann sowie um eine weitere Familienangehörige (47). Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Frau in der Küche mit Brennspiritus hantiert haben. In Verbindung mit Sauerstoff können die Dämpfe der stark alkoholischen Flüssigkeit (enthält um die 96 Volumenprozent Ethylalkohol) ein explosives Gemisch bilden. Genau dieses Szenario spielte sich offenbar in der Bielefelder Wohnung ab.

Bielefeld: Nach Stichflammen-Unglück – Frau verstirbt im Krankenhaus

Um die Bewohnerin zu löschen, wurde sie von ihren Angehörigen ins Badezimmer gebracht. Der Ehemann sowie die 47-jährige Tochter zogen sich dabei zum Teil schwere Brandverletzungen zu, berichtete das Westfalen-Blatt. Das Stichflammen-Unglück in Bielefeld löste einen Großeinsatz der Einsatzkräfte aus. Fünf Rettungsfahrzeuge, zwei Notärzte und der Rettungshubschrauber Christoph 13 waren vor Ort.

Die 72-Jährige und ihr Mann wurden zunächst in die Bielefelder Krankenhäuser Gilead 1 und Mitte transportiert. Die Tochter wurde ins Franziskus-Hospital gebracht. Aufgrund der schweren Verbrennungen musste das Ehepaar jedoch im Laufe des Sonntags mit einem Rettungshubschrauber von Bielefeld jeweils nach Hannover und Bochum geflogen werden. In der Spezialklinik in der niedersächsischen Landeshauptstadt erlag die Frau schließlich ihren Verletzungen. Laut Polizei handelte es sich um einen tragischen Unglücksfall. Die Ermittlungen seien damit abgeschlossen.

Eine gewaltige Stichflamme töte in Bielefeld eine Frau (Symbolbild).

Bei einem anderen Brand in Ostwestfalen* kam am Mittwoch (17. März) ebenfalls eine Person zu Tode. In Bad Salzuflen starb eine Frau in ihrem brennenden Wohnhaus und die Feuerwehr konnte nur noch ihre Leiche bergen. (*msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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