Corona-Auflagen seit 1. November

Lockdown in Bielefeld: Was müssen Kunden beim Shopping beachten?

Seit November gelten in Bielefeld und ganz Deutschland strenge Corona-Maßnahmen. Bei uns erfahren Sie, was Sie als Kunden im Einzelhandel beachten müssen.

Bielefeld – Steigende Coronazahlen haben in ganz Deutschland zu strengeren Regeln und Kontakteinschränkungen geführt. Nachdem diese Beschlüsse nicht dabei helfen konnten, die steil ansteigende Infektionskurve abzuflachen, griffen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Chefs der Länder zu härteren Mitteln: Es folgte ein bundesweiter „Wellenbrecher-Lockdown“, der am 1. November in Kraft getreten ist.

Dieser Lockdown führt nicht nur dazu, dass die Gastronomie fast komplett schließen musste (Abholung und Lieferung der Speisen sind nach wie vor möglich), sondern auch zu strengen Regeln, was den Einzelhandel in Bielefeld angeht. Eine der Auflagen ist, dass in den Ladenlokalen höchstens ein Kunde auf 10 Quadratmetern Fläche kommen darf. Ein starker Einschnitt für Händler und Kunden. Doch ist normales Shopping dennoch möglich?

StadtBielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Bielefeld: Das müssen Kunden im Einzelhandel beachten

Die Regelungen für den Einzelhandel haben auch in Bielefeld viele Kunden verunsichert. Doch Dr. Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes OWL, beruhigt: „Der Einzelhandel ist kein Hotspot und Einkaufen auch weiterhin sicher! Die Hygiene- und Abstandsmaßnahmen haben sich seit Beginn des ersten Lockdowns bewährt und wurden beständig weiterentwickelt. Unsere Kunden können sich also in den Geschäften absolut sicher fühlen. Das Vertrauen der Verbraucher ist für den Handel von großer Bedeutung und der Schutz der Mitarbeiter und Kunden steht an erster Stelle.“

Der Handelsverband beruhigt die Kunden jedoch nicht nur. Achten ermutigt sogar dazu, die Läden in der Stadt aufzusuchen und die Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr schon eher zu besorgen, um die Händler zu unterstützen. Der Lockdown in der Gastronomie führe zu weniger Aufenthaltsqualität und somit viel weniger Kundschaft in den Städten – so auch in Bielefeld. Hier haben die Geschäfte übrigens zu den üblichen Öffnungszeiten geöffnet.

Shoppen in Bielefeld: Verkaufsoffene Adventssonntage sollen EInzelhandel retten und Innenstädte entzerren

„Die bereits angespannte Situation bei vielen Händlern verschärft sich und damit auch die Sorge, das Geschäft dauerhaft schließen zu müssen. Wir appellieren an alle Kundinnen und Kunden: Halten Sie dem Einzelhandel die Treue und kaufen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke vielleicht in diesem Jahr schon früher ein“, sagt Dr. Peter Achten. Also anstatt im Internet zu bestellen, sollte man lieber in der Innenstadt von Bielefeld shoppen gehen.

Corona-Lockdown in Bielefeld: Kunden können dennoch shoppen (Symbolbild).

Damit die kauffreudigen Bürger keine Sorge haben müssen, sich bei ihrer Shoppingtour mit dem Coronavirus zu anzustecken – zuletzt stiegen die Corona-Infektionen in Bielefeld massiv an – öffnet der Einzelhandel auch an den Adventssonntagen. Dies soll die Menschenmenge während des Weihnachts-Shoppings in der Innenstadt deutlich entzerren. Doch ein weihnachtliches Einkaufserlebnis mit Glühwein und gebrannten Mandeln wird die Konsumenten in diesem Jahr nicht erwarten: Der Weihnachtsmarkt in Bielefeld wurde jüngst endgültig abgesagt.

Rubriklistenbild: © Markus Scholz/dpa

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