Rückblick

Tierisch skurril: Das waren die kuriosesten Polizeieinsätze des Jahres in Bielefeld

Rinder, Gänse und Küken – die Polizei in Bielefeld hatte es 2020 mit allerhand tierischen Übeltätern zu tun. Diese zwei Fälle haben einen besonderen Niedlichkeitsfaktor.

Bielefeld – Das Jahr 2020 war für die ganze Welt unerwartet turbulent – auch für die Polizei. Die Beamten mussten sich oft dafür einsetzen, dass die Corona-Regeln eingehalten werden. Doch nicht immer hat die Polizei es nur mit Verbrechern oder Verkehrssündern zu tun.

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Stattdessen kam es im April zu einem Einsatz mit besonderem Niedlichkeitsfaktor. Autofahrer hatten die Beamten zur A30 bei Löhne in der Nähe von Bielefeld gerufen. Dort hatte sich eine Gänsefamilie verirrt. Die Gänsemutter watschelte aufgeregt auf der linken Spur in Richtung Osnabrück – und hinter ihr her eilten sieben kleine Küken.

Kurioser Einsatz der Polizei Bielefeld: Gänsefamilie verirrt sich auf der Autobahn

Die Gänsefamilie hatte offensichtlich versucht, die Betonwand zu überqueren, die die beiden Fahrtrichtungen voneinander trennt, war dabei jedoch gescheitert. Auf der anderen Seite gab es aufgrund der Lärmschutzwand auch kein Entkommen. Also griffen die Polizisten aus Bielefeld ein und versuchte die Vögel durch eine Tür in der Wand zu leiten.

Der Versuch schlug jedoch fehl und resultierte in der Flucht der Gänsemutter. Als sie nicht zurückkehrte, fingen die Polizisten die Küken auf der Autobahn ein und „in Gewahrsam genommen“, wie die Polizei Bielefeld mit einem Augenzwinkern berichtet. Die Tochter eines Jägers aus Bad Oeynhausen nahm die gefiederten Tiere schließlich in ihre Obhut.

Die Polizei rettete mehrere Küken von der Autobahn.

Neugierige Rinder in Bielefeld: Foto sorgt für Aufsehen

Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgte darüber hinaus ein kurioses Foto der Polizei Bielefeld: Rund 86.000 Personen wurden damit bei Facebook erreicht. Es zeigt eine Rinderherde, die vor einem Blitzapparat steht. Die Geschichte, die die Beamten treffend „tierisch neugierige Augenzeugen“ betitelten, ereignete sich im Mai an der Karl-Triebold-Straße.

Dort führten die Beamten eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Das blitzende Rotlicht, das direkt an einer Weide in Bielefeld installiert worden war, schien auch die Kühe zu interessieren. Um sich ja nichts entgehen zu lassen, drängten sich die Tiere am Zaun und beobachteten neugierig das Geschehen.

Bielefeld: Kühe beobachten, wie Raser in die Radarfalle tappen

Mit einer Prise Humor berichtet die Polizei Bielefeld von der Situation: „Wahrscheinlich staunten die Rinder nicht schlecht, als ein Audi Q7 mit 107 km/h an ihnen vorbeifuhr, obwohl die Autofahrer hier doch nur 60 km/h fahren dürfen“. Zwei Fahrer, die deutlich zu schnell unterwegs waren, erhielten ein Fahrverbot. So können die Kühe demnächst auf mehr Ruhe auf ihrer Weide hoffen.

Vor einiger Zeit hatten in Ostwestfalen-Lippe* Kühe für einen Polizeieinsatz gesorgt: Eine Herde Rinder war in Lichtenau (Kreis Paderborn) ausgebüxt und lief immer wieder auf die Bundesstraße. Die Beamten waren vier Stunden lang damit beschäftigt, die Tiere wieder einzufangen. (*msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes)

Rubriklistenbild: © Polizei Bielefeld

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