Staatsschutz ermittelt 

Verwirrter Mann nähert sich Synagoge – der Brief in seiner Hand löst Polizeieinsatz aus

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Vor der Synagoge an der Detmolder Straße in Bielefeld kam es zu einem Polizeieinsatz, bei dem eine Person festgenommen wurde (Symbolbild). 

In Bielefeld (NRW) kam es vor einer Synagoge zu einem Polizeieinsatz, weil sich ein verdächtiger Mann der Synagoge an der Detmolder Straße näherte.

  • Verdächtiger Mann vor jüdischer Kirche löst Polizeieinsatz in NRW aus 
  • Die betroffene Person näherte sich der Synagoge an der Detmolder Straße in Bielefeld mit einem Brief 
  • Ermittler vermuteten zunächst einen Anschlag 

Bielefeld/NRW – Ein 61-Mann (61) aus Bielefeld hat am vergangenen Montag (16. Dezember) einen Polizeieinsatz an der Detmolder Straße ausgelöst. Die Person ging mit einem verdächtigen Briefumschlag in Richtung der dortigen Synagoge. Die Besatzung eines Streifenwagens wurde auf den 61-Jährigen aufmerksam. Die Beamten gingen zunächst von dem versuchten Anschlag auf die jüdische Gemeinde aus. 

Verdächtiger Mann löst Polizeieinsatz aus – Festnahme in Bielefeld (NRW)

Der Mann konnte von den Streifenbeamten am Nachmittag in Bielefeld (NRW) überwältigt und festgenommen werden. Der 61-Jährige, der offenbar psychisch verwirrt war, hatte eine Plastiktüte und einen Brief dabei. Wie er gegenüber den Einsatzkräften beteuerte, wollte er den jüdischen Gemeindemitgliedern eine Botschaft übermitteln. 

Doch dazu kam es nicht. Noch vor dem Gebäude stoppten ihn die Beamten und kontrollierten ihn. Da die Polizei Bielefeld NRW die Synagoge zum Schutz vor rechtsextremen Anschlägen rund um die Uhr bewacht, konnten die Ermittler schnell eingreifen. Auch nach einem Drohanruf an der Grundschule Heiligenkirchen in Detmold reagierte die Polizei schnell und nahm einen Mann fest, der offenbar ein Kind bedrohte. 

Anschlag auf Synagoge in Bielefeld (NRW): Anfangsverdacht bestätigt sich nicht

Der Brief und die Botschaft, die der Bielefelder bei sich trug, wurden nun vom Staatsschutz überprüft. "Die polizeilichen Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass von dem Mann zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr ausging", berichtet das WB am heutigen Dienstag. Demzufolge hatte die Person nicht vor, einen Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Bielefeld zu verüben. 

"Der 61-jährige Mann aus Bielefeld ist polizeibekannt", bestätigte nun auch ein Polizeisprecher aus Bielefeld. Nach dem Verhör in der Dienststelle wurde die Person wieder auf freien Fuß gesetzt. Auch die Zwangsheirat einer 21-jährigen Frau, von der eine Beratungsstelle in Bielefeld erfahren hatte, löste kürzlich einen Polizeieinsatz am Düsseldorfer Flughafen in NRW aus, wie die Bundespolizei am Montag (16. Dezember) bekanntgab. 

Zu einem Polizei- und Feuerwehreinsatz kam es auch am Dienstag (17. Dezember) in NRW, als es zu einem tragischen Unfall in Steinhagen bei Gütersloh kam, bei dem eine 23-jährige Mutter starb und ihre zweijährige Tochter schwer verletzt wurde. In Bielefeld fahndet die Polizei momentan nach einem Jugendlichen. Er hat auf offener Straße einen gehbehinderten Mann niedergeschlagen. 

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