Bielefeld (NRW)

Zugbegleiterin rassistisch beleidigt – Schwarzfahrer rastet aus

Die Bundespolizei berichtet von einem rassistischen Vorfall in einem Zug von Dortmund nach Bielefeld (NRW). Dort hat ein Schwarzfahrer eine dunkelhäutige Zugbegleiterin beleidigt.

Bielefeld – Am Dienstag (2. Februar) soll sich in einem Zug von Dortmund nach Bielefeld (NRW) ein Zwischenfall ereignet haben, der nun ein Ermittlungsverfahren nach sich zieht. Demnach wurde ein Fahrgast der Bahn etwa in Höhe des Bahnhofs Oelde von einer Zugbegleiterin kontrolliert.

Der Mann aus Marienheide konnte der Zugbegleiterin auf der Fahrt nach Bielefeld in Ostwestfalen* keinen gültigen Fahrschein vorzeigen. Im Laufe der Kontrolle spitzte sich die Situation zu, da der Schwarzfahrer begann, die Frau rassistisch zu beleidigen und ihr laut der Bundespolizei zu verstehen gab, dass er sich nicht von einer „schwarzen“ Zugbegleiterin kontrollieren lasse, wie owl24.de* berichtet.

StadtBielefeld
Einwohner334.195
Bundesland NRW

Bielefeld (NRW): Schwarzfahrer ruft „Heil Hitler“

Nach den rassistischen Beleidigungen soll der Mann noch lautstark „Heil Hitler“ gerufen haben. Dies wurde durch einen weiteren Zugbegleiter, der im gleichen Wagen tätig war, gegenüber der Bundespolizei bestätigt. Als der Zug im Bahnhof Bielefeld* einfuhr, wurde der renitente Schwarzfahrer bereits von den Polizisten erwartet und in Empfang genommen.

Auch diesen gegenüber verhielt sich der Mann in Bielefeld „verbal aggressiv und unkooperativ“, wie es in einer Mitteilung der Bundespolizei heißt. Ob der Passagier auch den verbotenen Hitlergruß zeigte, ist der Mitteilung zwar nicht zu entnehmen, jedoch lässt ein Ermittlungsverfahren wegen des „des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ darauf schließen. Hinzu kommen der Verdacht auf Volksverhetzung, Beleidigung und das Erschleichen von Leistungen.

Am Hauptbahnhof in Bielefeld (NRW) wurde der renitente Schwarzfahrer von der Bundespolizei erwartet.

Bahn von Bielefeld nach Hamm (NRW): Fahrgast bespuckt Schaffner

Auch in einem anderen Fall aus Bielefeld musste ein Zugbegleiter einiges ertragen*. Als er einen Maskenverweigerer darauf hinwies, den Schutz aufzusetzen, wollte die Maske nicht richtig halten. Daraufhin rastete der Passagier aus und bespuckte den Schaffner.

Eine Ticketkontrolle sollte auch in einem weiteren Vorfall äußerst unerwartet ausgehen: Als ein Schaffner einen 20-jährigen Mann nach seinem Zugticket fragte, konnte dieser keines vorweisen. Auch in diesem Fall wurde die Bundespolizei alarmiert, die daraufhin am Hauptbahnhof in Bielefeld wartete. Bei der anschließenden Personenkontrolle kam heraus, dass es sich bei dem Schwarzfahrer um einen gesuchten mutmaßlichen Mörder handelte. (*Owl24.de und msl24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © Dario Teschner/owl24

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