Bielefeld

Ehemaliges Hotel nach Großbrand einsturzgefährdet: Spurensuche gestaltet sich schwierig

Ein Großbrand in Bielefeld rief die Feuerwehr auf den Plan. Mehrere Personen mussten aus einem Wohnhaus befreit werden. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen.

Update: 20. April, 13.24 Uhr. Nach dem Großbrand im ehemaligen Hotel Kaiser an der Ecke Schildescher-/Sudbrackstraße in Bielefeld beschäftigt die Ermittler der Polizei vor allem eine Frage: Was hat das gewaltige Feuer ausgelöst? Mit einem Brandsachverständigen versuchen die Beamten die Brandursache zu klären. Zehn Stunden waren die Kräfte der Feuerwehr am Samstag (17. April) im Einsatz, um die Flammen zu löschen. „Ein Innengriff war nicht möglich, da bereits Teile der alten Holzbalkendecken herab fielen“, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit.

Nach dem Brand ist das Wohnhaus aktuell einsturzgefährdet und nicht bewohnbar. Rund um die Ruine ist das Gelände für Fußgänger und Radfahrer aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Eine Sprecherin des Sozialamts teilte dem Westfalen-Blatt mit, dass die Stadt Bielefeld acht Zimmer des ehemaligen Hotels für Obdachlose angemietet hatte. Am Tag als das Feuer ausbrach, seien jedoch nur noch zwei Zimmer mit je einer Person belegt gewesen. Des Weiteren sollen sich drei Menschen in dem Gebäude aufgehalten haben, die dort nicht gemeldet waren.

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Bielefeld: Ehemaliges Hotelgebäude nach Großbrand einsturzgefährdet

Update: 20. April. Wie Radio Bielefeld berichtet, gestaltet sich die Spurensuche in den Ruinen des ehemaligen Hotels Kaiser an der Schildescher Straße als schwierig. Ein Teil des Gebäudes musste vom Technischen Hilfswerk abgerissen werden, da es durch das Feuer einsturzgefährdet ist. Heute soll der Brandort von einem Sachverständigen untersucht werden.

Bielefeld: Mehrere Verletzte bei Brand von ehemaligem Hotel

Erstmeldung: 19. April. In dem Erdgeschoss eines Wohnhauses an der Ecke Sudbrackstraße/Schildescher Straße ist am Samstag (17. April) ein Feuer ausgebrochen. Der Großbrand in Bielefeld wurde der Feuerwehr gegen 8.10 Uhr gemeldet. Zahlreiche Notrufe waren Leitstelle eingegangen. Mehrere Menschen mussten von den Rettern aus dem brennenden Gebäude befreit werden.

Großbrand in Bielefeld: Vier Personen aus Wohnhaus gerettet

Als die ersten Kräfte der Feuerwehr Bielefeld die Einsatzstelle erreicht hatten, drangen die Flammen aus dem Gebäude. Dichter Rauch stieg über dem ehemaligen Hotel auf. Einem Nachbar war es bereits gelungen, mithilfe einer Leiter, die er an ein Fenster anlehnte, einen Bewohner aus dem Haus zu befreien. Wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung mussten jedoch beide Personen in ein Krankenhaus gebracht werden. Vier Menschen befanden sich noch auf dem Dach eines Vorbaus. Sie wurden von der Feuerwehr über die Drehleiter gerettet.

Angriffstrupps betraten das brennende Wohnhaus unter Atemschutz, um nach weiteren Bewohnern zu suchen. Wegen akuter Einsturzgefahr mussten sie das Objekt jedoch schnell wieder verlassen. Es blieb bei zwei Verletzten. Die Bevölkerung in Bielefeld wurde über die Warn-App "Nina" vor Rauchgasen gewarnt. Türen und Fenster sollten die Anwohner an der Schildescher Straße, Sudbrackstraße und der Beckhausstraße vorübergehend geschlossen halten.

Bielefeld: Stadtbahnverkehr der Linie 1 vorübergehend eingestellt.

Der Qualm zog zeitweise über das Stadtwerke-Gelände Richtung Beckhausstraße. Deshalb musste der Stadtbahnverkehr der Linie 1 in dem Bereich vorübergehend eingestellt werden. Durch den Großbrand war auch Rauch in den Tunnel eingedrungen. Mit großen Lüftern konnte die Feuerwehr Bielefeld, die mit etwa 100 Kräften im Einsatz war, das Problem jedoch beseitigen.

Gegen 15 Uhr konnten die Straßenbahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Die Schildescher Straße blieb für den Autoverkehr jedoch noch gesperrt. Die Löscharbeiten bei dem Großbrand in Bielefeld dauerten noch den ganzen Samstag an. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch die Löschabteilungen Mitte, Ost, West, Schildesche, Heepen und Jöllenbeck alarmiert worden. Auch ein ABC-Einsatz war angedacht. Es wurden jedoch keine giftigen Schadstoffe festgestellt.

In Bielefeld mussten die Kräfte der Feuerwehr aufgrund eines Brandes zu einem Großeinsatz ausrücken.

Bielefeld: Sperrung der Schildescher Straße nach Großbrand aufgehoben

Das Feuer konnte erfolgreich gelöscht werden. Das Wohnhaus an der Ecke Sudbrackstraße/Schildescher Straße wurde bei dem Großbrand jedoch völlig zerstört. Die Bewohner wurden in Notunterkünften untergebracht. Zur Schadenshöhe konnten bisher noch keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei in Bielefeld hat ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Das Gebäude ist weiterhin stark einsturzgefährdet, weshalb Gas, Wasser und Strom vorsorglich abgestellt wurde. Die Sperrung der Schildescher Straße in Bielefeld konnte am Sonntagabend (18. April) aufgehoben werden. Bei einem anderen Wohnhausbrand in Herford verstarb ein Bewohner durch Selbstverschulden, wie polizeiliche Ermittlungen ergaben.

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Bielefeld

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