Covid-19-Pandemie

Zahl der Infizierten nach Coronavirus-Ausbruch bei legaler Verlobungsfeier in Bielefeld gestiegen

In Bielefeld (NRW) haben sich nach einer Verlobungsfeier mit 30 Teilnehmern mehrere Gäste mit dem Coronavirus infiziert. Die Betroffenen befinden sich in Quarantäne und Tests fanden statt.

  • In Bielefeld (NRW) haben sich nach einer Verlobungsfeier mit 30 Gästen mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert.
  • Die private Feier fand legal statt.
  • Die Covid-19-Patienten befinden sich in Qurantäne.

Update: 16. Juli, 9.03 Uhr. Nachdem es nach einer Verlobungsfeier in Bielefeld einen Coronavirus-Ausbruch gegeben hatte, ist die Zahl der Infizierten erneut gestiegen. Drei weitere Tests verliefen positiv. Demnach sind nun 15 Gäste an Covid-19 erkrankt. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, alle Kontaktpersonen ausfindig zu machen. In der kreisfreien Stadt befinden sich aktuell 140 Bewohner in Quarantäne. Vier Patienten müssen derzeit im Krankenhaus behandelt werden. Eine Person befindet sich auf der Intensivstation und wird beatmet.

Coronavirus nach privater Feier in Bielefeld (NRW) ausgebrochen

Erstmeldung: 15. Juli. Mehrere Teilnehmer einer Verlobungsfeier in Bielefeld haben sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. 30 Gäste hatten an den privaten Feierlichkeiten mitgewirkt, die in angemieteten Räumlichkeiten über die Bühne gegangen war. Nach der Party hatte eine Person mit typischen grippeähnlichen Symptome zu kämpfen. Ein darauffolgender Test war positiv und sorgte für Klarheit.

StadtBielefeld
Einwohnerzahl333.090 (Stand 2016)
Fläche257,8 Quadratkilometer
Höhe118 Meter
BürgermeisterPit Clausen

Zwölf Infizierte bei legaler Verlobungsfeier in Bielefeld (NRW)

Nach dem positiven Testergebnis veranlasste das Gesundheitsamt in Bielefeld weitere Überprüfungen. Auch die übrigen Teilnehmer der Verlobungsfeier wurden untersucht. Danach stand fest, dass sich insgesamt zwölf Gäste mit dem Coronavirus infiziert hatten und infolgedessen an Covid-19 erkrankten. Die private Veranstaltung in Bielefeld (NRW) war erlaubt, berichtete das Westfalen-Blatt am heutigen Mittwoch (15. Juli).

In dem Zeitraum, als die Verlobungsfeier über die Bühne ging, waren Familienveranstaltungen mit 50 Gästen gestattet. Inzwischen sind sogar wieder bis zu 150 Personen erlaubt. Ein Verstoß gegen die Coronaschutzverordnung liegt nicht vor. Die Teilnehmer in Bielefeld trugen sich vorschriftsmäßig in Listen ein und konnten, nachdem Coronavirus-Ausbruch umgehend informiert werden. Auch die Corona-WarnApp, die nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen rund 15 Millionen Downloads verzeichnete, soll Nutzer vor dem Erreger Sars-CoV-2 rechtzeitig warnen.

Coronavirus in Bielefeld ist noch nicht weg – zwei weitere Neuinfektionen bekannt

Erst vor wenigen Tagen wurde in der Kita Brock in Bielefeld-Brackwede ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet und 77 Betroffene mussten sich in Quarantäne begeben. Auch die an Covid-19 erkrankten Gäste der Verlobungsfeier befinden sich in Quarantäne. „Diese Fälle zeigen deutlich: Corona ist nicht weg. Auch wenn wir nur im Familien- und Freundeskreis feiern, kann etwas passieren“, beschrieb Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger die aktuelle Situation. Damit das Virus in Deutschland weiterhin kontrollierbar bleibt, müssen die Menschen die Abstands- und Hygieneregeln einhalten.

Bielefeld: Das häufige Händewaschen kann eine Infektion mit dem Coronavirus verhindern.

Neben den zwölf Personen, die sich bei einer Verlobungsfeier angesteckt hatten, gibt es in Bielefeld aktuell noch zwei weitere Corona-Neuinfektionen (Stand Dienstag, 14 Uhr). Außerdem kann inzwischen schneller überprüft werden, ob ein Patient an Covid-19 erkrankt ist oder nicht. Forscher der Universität in Bielefeld haben einen neuen Corona-Schnelltest entwickelt, der bereits nach 16 Minuten ein Ergebnis bringen soll.

In Bielefeld gibt es jedoch auch gute Nachrichten aus der Corona-Krise: Erstmals seit Beginn der Statistik befindet sich kein Corona-Patient mehr im Krankenhaus.

Rubriklistenbild: © Andreas Lander/ZB/dpa

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