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Corona aktuell – Merkel appelliert an Bevölkerung: „Absolut nötiges Minimum an Kontakten“

Der Lockdown in der „Halbzeit“: Die Zahlen sinken auch in Bielefeld nicht schnell genug. Deshalb soll es bald zu strengeren Kontaktbeschränkungen kommen.

Update: 20.30 Uhr. Einen kleinen Erfolg verkündete Angela Merkel am Montagabend aber auch. Es sei gelungen das exponentielle Wachstum bei den Coronavirus-Infektionen in Deutschland zu stoppen. „Die nächste Woche wird dann die Woche der Entscheidungen sein“, kündigte Markus Söder (CSU) in der Pressekonferenz an. Die jetzigen Maßnahmen bezeichnete er als den „mildesten Lockdown in ganz Europa“. Oberste Priorität sei weiterhin Kitas und Schulen möglichst offen zu halten.

Für Corona-Hotspots forderte Söder jedoch eine Entzerrung in den Schulen. „Es wird kein normales Schuljahr werden, aber es muss ein faires Schuljahr sein“, erklärte der bayrische Ministerpräsident in Hinblick auf neue Corona-Regeln in den Einrichtungen, die möglicherweise ab Dezember in Kraft treten könnten. Über konkrete Maßnahmen wurde aber noch nichts gesagt. Der Fahrplan der Bundesregierung, um die Corona-Zahlen zu drücken sieht weiterhin wie folgt aus:

  • Treffen im Privaten: Zusammenkünfte sollen sich auf „einen festen weiteren Hausstand“ beschränken, das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Auf private Feiern soll vollständig verzichtet werden.
  • Private Reisen: Auf „nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren“ ist weiterhin zu verzichten. Öffentliche Verkehrsmittel sollten möglichst vermieden werden.
  • Krankschreibung per Telefon: Menschen mit Atemwegserkrankungen haben die Möglichkeit, sich von ihrem Arzt telefonisch krankschreiben zu lassen. Besonders gefährdete Menschen sollen zum Schutz vor dem Coronavirus von Dezember an 15 vergünstigte FFP2-Masken bekommen.
  • Impfstoff: Im ersten Quartal kommenden Jahres wird es voraussichtlich mindestens einen zugelassenen Impfstoff geben. Die Bundesländer in Deutschland sollen dafür sorgen, dass ihre Impfzentren kurzfristig in Betrieb gehen können. Da die Kontaktnachverfolgung in vielen Fällen nicht mehr möglich ist, soll die Quarantäne-Pflicht ab Dezember möglicherweise ausgeweitet werden.

Für die kommende Woche hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein längerfristig geltendes Corona-Konzept angekündigt. Am Mittwoch (25. November) sollten von der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten Beschlüsse auf den Weg gebracht werden, die auch über den Jahreswechsel hinweg gelten sollten. Es solle Planbarkeit für die Bevölkerung geben, kündigten die Poltiker an.

Coronavirus in Bielefeld: Private Feste und Familienfeiern sollen möglichst abgesagt werden

Update: 19.31 Uhr. Die Pressekonferenz in Berlin hat soeben begonnen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert an die Bevölkerung sich weiterhin an die Corona-Regeln zu halten. Alle privaten Feste und Familienfeiern sollen bis Dezember möglichst abgesagt werden. Treffen und Verabredungen sollen maximal mit einem festen Hausstand stattfinden. Das gelte auch für Kinder und Jugendliche. Es handelt sich dabei um einen Apell der Bundesregierung und um kein Verbot.

Reisen bleiben weiterhin untersagt. Am 25. November wollen sich Bund und Länder erneut treffen, um über schärfere Corona-Regeln in Deutschland zu beraten. Dann möchte Merkel auch dazu Angaben machen, wie es nach dem Monat November weitergehen soll. Auch eine erste Prognose darüber, wie es im neuen Jahr weiter gehen soll, kündigte due Kanzlerin an.

Merkel spricht über Corona-Neuinfektionen in Deutschland: „Es reicht noch nicht aus“

Update: 18.55 Uhr. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland stabilisiert sich nur langsam. Der Wellenbrecher-Lockdown hat bisher noch nicht das gewünschte Ziel erreicht. Bund und Länder beraten daher in einer Videokonferenz über mögliche Verschärfungen der Corona-Regeln. Für die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist klar: Die Entwicklung der Infektionszahlen reicht noch nicht aus.

Cornavirus: Teil-Lockdown in Deutschland – doch keine verschärfte Maskenpflicht in Bielefeld?

Update: 16. November, 18.19 Uhr. Die deutsche Bevölkerung wartet gespannt auf ein Statement der Bundesregierung zum Teil-Lockdown. Seit 14 Uhr berät Kanzlerin Angela Merkel mit dem Ministerpräsidenten der Länder um das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Doch Ergebnis gibt es offenbar noch nicht. Am Morgen war bereits durchgesickert, dass sich die aktuellen Corona-Regeln verschärfen könnten.

Inzwischen berichten mehrere Medien, dass es wegen der Beschlussvorlage der Bundesregierung zu Streit gekommen sei. Außerdem könnte eine Verschärfung der Coronaschutzmaßnahmen nun doch milder ausfallen, als anfangs gedacht. Demnach soll die Maskenpflicht in deutschen Schulen offenbar nicht weiter verschärft werden. Außerdem entfällt wohl die siebentägige Quarantäne-Pflicht für Menschen, die Erkältungssymptomen zeigen, wie der Nachrichtensender ntv am Abend berichtet.

Stadt Bielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Teil-Lockdown seit zwei Wochen: Bund legt Beschlussvorlage vor – strengere Corona-Regeln könnten kommen

Erstmeldung: 16. November. Seit zwei Wochen befindet sich Deutschland im „Lockdown Light“. Zeit für Bund und Länder, sich über die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen auszutauschen und auch in die nahe Zukunft zu schauen. Zwar steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen mittlerweile etwas langsamer, jedoch sind die messbaren Erfolge der Maßnahmen noch zu gering.

Am Montag (16. November) lag die Zahl der neuen Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland laut dem RKI bei 10.824 (Bielefeld: 58) und damit rund 2.500 Zähler unter dem Wert vom vorherigen Montag (9. November). Der Bundesregierung ginge die Abflachung der Infektionskurve nicht schnell genug, weshalb sie bei dem virtuellen Treffen mit den Länder-Chefs, unter anderem mit Armin Laschet (CDU) aus NRW, auf strengere Corona-Regeln pochen werde. Die geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt.

Bielefeld: Corona-Lage weiter angespannt – weitere Kontaktbeschränkungen erwartet

Auch die Corona-Lage in Bielefeld bleibt heikel. Deshalb sollen konkrete Anpassungen bei den Kontaktbeschränkungen in Deutschland vorgenommen werden, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in einer Video-Schalte von den Ministerpräsidenten der Bundesländer fordern werde. Diese sollen sich vor allem auf den privaten Bereich beziehen, der nach wie vor als großer Risikofaktor bei Neuinfektionen gilt.

Aus der Beschlussvorlage geht hervor, dass auch in Bielefeld und ganz NRW Kinder und Jugendliche dazu angehalten seien, sich nur noch mit einem festgelegten Freund in ihrer Freizeit zu treffen. Private Treffen sollen ebenfalls nur noch mit einem festgelegten weiteren Haushalt stattfinden. Feiern sollten bis Weihnachten gar nicht mehr stattfinden. In der Öffentlichkeit wünsche sich der Bund bei Zusammenkünften eine Beschränkung auf Mitglieder des eigenen Haushaltes, beziehungsweise höchstens zwei Mitglieder eines weiteren Haushaltes.

Verschärfte Maskenpflicht an Schulen und günstigere Masken in Bielefeld?

Auch auf die Schulen in Bielefeld, wo kürzlich ein Vater wegen der Corona-Regeln den Schulleiter angriff, kämen weitere Maßnahmen zu, wenn es nach dem Bund ginge. Somit solle die Maskenpflicht nun für alle Jahrgänge ab der Grundschule und sowohl im Unterricht als auch auf dem Schulgelände gelten. Die Schüler sollen sich zudem nur in festgelegten Gruppen bewegen. Die Klassengrößen sollen im Vergleich zum Regelbetrieb halbiert werden.

Zudem ist geplant, die sichereren FFP2-Masken für besonders gefährdete Personen vergünstigt zugänglich zu machen. Konkret sollen Betroffenen wie älteren oder vorerkrankten Menschen 15 Masken (eine pro Winterwoche) gegen einen geringen Eigenanteil zustehen. Die restlichen Kosten übernehme der Bund. Doch ob diese Forderungen bereits, wie von Kanzlerin Merkel gewünscht, am 16. November durchgesetzt werden, ist zweifelhaft. Die Länder wollen abwarten, weswegen die strengeren Regeln auch in Bielefeld vorerst noch nicht greifen könnten.

Corona in NRW: Auch in Bielefeld soll die Maskenpflicht an Schulen strenger werden (Symbolbild).

Strengere Corona-Maßnahmen in NRW und Bielefeld: Neuerungen erst ab 23. November?

Wenn es nach den Länder-Chefs ginge, diene das Video-Treffen mit der Bundeskanzlerin zunächst dazu, ein Zwischenfazit der bisherigen Corona-Maßnahmen zu ziehen. Laut einer Mitteilung der Deutschen Presse-Agentur plädierten mehrere Länder dazu, die Entwicklung weiter zu beobachten und mit Entscheidungen abzuwarten. Am 23. November wolle man dann entscheiden, wie es in Bielefeld, NRW und ganz Deutschland weitergeht. Für diesen Weg sprachen sich unter anderem die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aus:

Wenn, dann richtig, nachhaltig und so, dass es auch wirkt für längere Zeit.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident Bayern zu den Lockdown-Regeln

Eine Maßnahme, die vorab schon beschlossen wurde, ist die Verlängerung der Winterferien in Bielefeld und NRW. Dadurch soll den Familien ermöglicht werden, sich vor Heiligabend freiwillig zu isolieren. So stehen die Chancen höher, das Weihnachtsfest trotz Corona-Pandemie mit beispielsweise den Großeltern verbringen zu können.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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