Covid-19-Pandemie

Neue Corona-Regeln in Bielefeld: Ab Klasse 8 kein Sportunterricht mehr in Schulen

Nicht genug, dass Bund und Länder es in vielen Punkten nicht schaffen, einheitliche Corona-Regeln zu verabschieden. Auch die Städte handeln in der Pandemie zum Teil eigenständig – auch Bielefeld.

Bielefeld – Ab dem 1. Dezember gelten bundesweite Corona-Regeln, die uns verhältnismäßig sicher durch die Wintermonate bringen sollen. Diese gelten vorerst bis zum 10. Januar. Dies beschlossen Bund und Länder in einer Konferenz am 2. Dezember. Doch in einigen Punkten, wie etwa dem Beherbergungsverbot an Weihnachten, gingen die Meinungen so weit auseinander, dass die am Ende Ländersache blieb.

Doch auch die Städte und Kommunen können die beschlossenen Regelungen der Situation entsprechend anpassen, solange die Mindestvorgaben beachtet werden. Dies führt zwar einerseits zu noch mehr Verwirrung in der Frage „Was darf man denn jetzt eigentlich?“, ist jedoch andererseits durchaus sinnvoll, da die Corona-Pandemie natürlich nicht in jeder Region gleich stark ausgeprägt ist. Am Donnerstag (3. Dezember) hat nun die Stadt Bielefeld die weiteren Corona-Regelungen für die Bürger bekannt gegeben.

StadtBielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Bielefeld: Kein Sportunterricht mehr ab der 8. Klasse

Der Corona-Krisenstab der Stadt Bielefeld informierte am Donnerstag gemeinsam mit Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) über das weitere Vorgehen. Dabei stand vor allem der Schulunterricht im Fokus. Clausen machte noch einmal deutlich, dass sich die Stadt in Sachen Kontaktnachverfolgung und Quarantäneüberprüfung an ihrer Leistungsgrenze bewege.

Als erste Maßnahme soll in Bielefeld ab Montag (7. Dezember) der Sport- und Schwimmunterricht ab der 8. Klasse ausfallen. Lediglich notwendige Prüfungen sollen stattfinden dürfen. Die Regelung gilt nicht für Kinder bis 14 Jahren. In dieser Altersklasse sei die Infektionsgefahr laut Angaben des RKI viel weniger hoch. Man plane zudem eine Initiative gemeinsam mit weiteren Städten beim Gesundheitsministerium NRW durchzusetzen, im Präsenzunterricht einen Mindestabstand von 1,5 Metern ab der 8. Klasse gewährleisten zu können. Momentan sei dieses an vielen Schulen praktisch unmöglich.

Bielefeld: Der Sportunterricht ab der 8. Klasse fällt vorerst flach (Symbolbild).

Sorgenkind Silvester: Oberbürgermeister appelliert an Bielefelder Bürger

Ein weiteres Thema war der Jahreswechsel. Dadurch, dass die Bund-Länder-Konferenz weder eine einheitliche Regelung, noch ein Verbot hervorgebracht hat, gäbe es keine rechtliche Grundlage, dass Böllern in Bielefeld zu verbieten. Deshalb blieb dem Oberbürgermeister nur, an die Bürger zu appellieren, an Silvester auf das Böllern zu verzichten. Die geltenden Regeln, wie etwa das Böllerverbot auf belebten Plätzen, sollen jedoch vom Ordnungsamt kontrolliert und durchgesetzt werden.

Rubriklistenbild: © Frank Mahn

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