Einsatz am Samstag

Nach Demonstrationen in Bielefeld - Polizei zieht Bilanz

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Beim Nazi-Aufmarsch in Bielefeld werden hunderte Demonstranten erwartet. (Symbolbild) 

Insgesamt elf Demonstrationen haben am Samstag zu einem der größten Polizei-Einsätze in der Geschichte Bielefelds geführt. Jetzt zieht die Polizei eine positive Bilanz.

Bielefeld - Rund um die insgesamt elf Demonstrationen am Samstag ist nach einem Bericht der Polizei weitestgehend friedlich geblieben. Den rund 400 Teilnehmern, die sich der Demonstration der Partei "Die Rechte NRW" angeschlossen hatten, stellten sich insgesamt 6000 Gegendemonstranten gegenüber

Die größte Versammlung fand auf dem Bahnhofsvorplatz statt, wo sich etwa 2800 Gegendemonstranten versammelten. Insgesamt wurden laut Polizei 19 Straftaten registriert und sechs Personen in Gewahrsam genommen. Ein insgesamt zufriedenstellender Einsatz für die Beamten.

Erstmeldung vom 09. November

Bielefeld – Am kommenden Samstag (10. November) werden Neonazis durch die Stadt marschieren. Anlass ist der 90. Geburtstag der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck. Sie befindet sich aktuell in der Justizvollzugsanstalt Brackwede in Bielefeld. 

Die Polizei Bielefeld rechnet mit mehreren hundert rechtsradikalen Personen. Es könnte der größte Einsatz in der Geschichte Bielefelds werden. 

Fakten zu den Demonstrationen am Wochenende

  • Die Partei "Die Rechte NRW" veranstaltet eine Demo in Bielefeld
  • Zehn Gegendemonstrationen sind geplant
  • 6.000 Gegendemonstranten werden erwartet
  • Die Beamten bereiten sich auf einen Großeinsatz vor
  • Sperrzone wird eingerichtet 
  • Stadtbahnen fallen teilweise aus

So bereitet sich Bielefeld auf den Nazi-Aufmarsch vor

Mehr als 1.000 Beamte werden das Geschehen in Bielefeld am Samstag im Auge behalten. Die Polizei wird unter anderem mit Wasserwerfern und einer Reiterstaffel vor Ort sein. Auch Bundespolizei und Verkehrspolizisten werden im Einsatz sein. Die Behörden sind verpflichtet alle Demonstranten zu beschützen.

Die Beamten rechnen in Bielefeld mit mindestens zehn Gegendemonstrationen. 

Hunderte Neonazis aus ganz Deutschland kommen nach Bielefeld

Vertreter der rechtsextremen Partei Die Rechte gehen davon aus, dass rund 500 Neonazis bei der Kundgebung in Bielefeld dabei sein werden. Die Teilnehmer werden sich voraussichtlich gegen 13 Uhr am Hauptbahnhof einfinden. An der Nahariyastraße müssen sie sich dann einer Personenkontrolle unterziehen. 

Ablauf der Kundgebung in Bielefeld

  • Start an der Nahariyastraße
  • Über Herforder Straße, Willy-Brandt-Platz zum Jahnplatz
  • Dann weiter über den Niederwall
  • Am Rathaus vorbei bis zur Kreuzung Niederwall / Detmolder Straße / Kreuzstraße
  • Vor dem alten Landgericht in Bielefeld soll die Neonazi-Demo enden.

Sperrungen in Bielefeld: Diese Orte sind Samstag dicht 

Von 11 bis 20 Uhr wird die Bielefelder Innenstadt am Samstag (6. November) dicht gemacht. Eine sogenannte Sperrzone wird eingerichtet. Autofahrer müssen auf diesen Straßen mit Einschränkungen rechnen: 

  • Straßen rund um den Hauptbahnhof
  • Mindener Straße
  • August-Bebel-Straße
  • Kreuzstraße

Auch die Stadtbahnstationen Jahnplatz, Rathaus und Landgericht werden dann nicht mehr vom öffentlichen Nahverkehr angefahren. Zudem sollten Sie die die Parkhäuser rund um die Bahnhofstraße meiden. Wer nicht zur Demo möchte, sollte den Bielefelder Hauptbahnhof nur über das Neue Bahnhofsviertel ansteuern. Insgesamt finden am Samstag elf Großveranstaltungen im Stadtgebiet statt. Zehn davon sind Gegenveranstaltungen zur Nazi-Demo.

Auf der Karte ist die Sperrzone in Bielefeld eingezeichnet. 

In Bielefeld und OWL sind O2-Kunden genervt. Beim Mobilfunkanbieter gibt es eine bundesweite Störung. Immerhin wurde die Ursache inzwischen gefunden. 

Am Bielefelder Hauptbahnhof hat die Polizei am Sonntag (4. November) mehrere Gästefans nach dem Spiel gegen Arminia Bielefeld festgehalten. Krawallmacher hatten zuvor in einem Zug randaliert. Plötzlich griffen St. Pauli-Anhänger Beamte an. 

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