Verhandlung in Bielefeld

Mann erschießt Ehefrau auf offener Straße: Urteil gefallen

Mann sitzt vor Gericht (unkenntlich gemacht). (Symbolbild)
+
Bielefeld: Vor dem Landgericht wurde ein Mann verurteilt, der in Preußisch Oldendorf seine Frau erschossen hat (Symbolbild).

Es war ein schockierendes Verbrechen. Ein Mann erschoss in Preußisch Oldendorf seine Frau auf offener Straße. Nun fiel in Bielefeld das Urteil gegen ihn.

  • Ein 59-Jähriger erschoss Anfang 2020 seine Ehefrau.
  • Nun wurde er in Bielefeld für seine Tat verurteilt.
  • Strafmildernde Umstände konnten für den Angeklagten nicht gefunden werden.

Bielefeld / Preußisch Oldendorf – Anfang dieses Jahres sorgte ein Vorfall in Preußisch Oldendorf (Kreis Minden-Lübbecke) für Fassungslosigkeit. Am dortigen ZOB (Zentraler Omnibus Bahnhof) eskalierte ein Streit zwischen einem Mann und seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau.

Im Laufe der Auseinandersetzung zog der damals 58-jährige Mann aus Preußisch Oldendorf eine Waffe, zielte aus nur fünf Zentimetern Entfernung auf die Brust seiner Frau und drückte ab. Nun wurde dem Täter vor dem Landgericht Bielefeld der Prozess gemacht. Rechtskräftig ist das Urteil bislang jedoch noch nicht.

StadtBielefeld
Einwohnerzahl\t333.090 (Stand 2016)
Fläche257,8 Quadratkilometer
Höhe118 Meter
BürgermeisterPit Clausen

Urteil in Bielefeld: Frauenmörder bekommt Lebenslänglich

Wie das WB berichtet, sieht die Erste Große Strafkammer des Landgerichts in Bielefeld es als erwiesen an, dass der heute 59-Jährige seine Frau am 5. Januar 2020 aus niederen Beweggründen ermordet hat. Das Urteil: Lebenslänglich. Laut Richter Georg Zimmermann sei das Motiv für den Mord die Trennung von seiner damals 54 Jahren alten Ehefrau gewesen, die der Angeklagte nicht akzeptieren wollte. Ermittelt wird derweil noch in diesem Fall: Ein Pärchen tötete Kadir A. aus Bielefeld und verscharrte seine Leiche auf einem Friedhof.

Urteil in Bielefeld noch nicht rechtskräftig

Im Gegensatz zu Richter Zimmermann sieht der Angeklagte seine Schuld nicht eindeutig als bewiesen an. Ein Schuldeingeständnis gab es von ihm nicht. Er behauptet weiterhin, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe. Eigentlich habe er sich vor seiner Frau selbst umbringen wollen. Dies sieht das Gericht in Bielefeld jedoch nicht als glaubwürdig an, da der Angeklagte für den Tag noch mehrere Termine geplant habe.

Auch Zeugenaussagen gaben ein anderes Bild von der Situation am ZOB in Preußisch Oldendorf. Demnach hätten lediglich Ladehemmungen in der Waffe verhindert, dass der Angeklagte seine Frau mit einem Kopfschuss hingerichtet habe. Das Gericht in Bielefeld sieht die Schuld des 59-Jährigen als bewiesen an. Das Urteil ist jedoch nocht nicht rechtskräftig.

In Bielefeld wurde derweil jüngst ein kleines Mädchen von einem Kampfhund angegriffen und schwer verletzt. Die Halterin kümmerte sich nicht um das Opfer und floh. Auch in Minden kam es am dortigen ZOB Anfang 2020 zu einer brutalen Attacke. Zwei Jugendliche griffen einen Mann scheinbar grundlos an. Knapp eine Woche später verstarb das Opfer im Krankenhaus.

In Bielefeld gibt es jedoch gute Nachrichten aus der Corona-Krise: Erstmals seit Beginn der Statistik befindet sich kein Corona-Patient mehr im Krankenhaus. Derweil fahndet die Polizei nach einem Räuber: Der Mann soll in Bielefeld ein Paar attackiert und beraubt haben. Es wurde ein Fahndungsfoto veröffentlicht.

Im Kreis Minden-Lübbecke, wo der Angriff stattfand, ereignete sich nun eine weitere Tragödie: In Porta Westfalica stürzte ein Segelflugzeug ab. Der Pilot kam ums Leben.

Auch interessant

Kommentare