Software zur Kontaktverfolgung

Lockerung des Lockdowns: So könnte die App „Luca“ dazu beitragen

Bereits seit vier Monaten gilt in ganz Deutschland der Lockdown – auch in Bielefeld. Nun wird über mögliche Lockerungen diskutiert – dabei könnte die App „Luca“ hilfreich sein.

Bielefeld – Seit November liegt das öffentliche Leben vom Münsterland bis nach Ostwestfalen* sowie in ganz Deutschland brach. Ein Großteil der Bevölkerung will Studien zufolge zurück zum Normalzustand. Doch das birgt auch Gefahren: Das Coronavirus könnte sich trotz der Impfmaßnahmen wieder schneller verbreiten.

StadtBielefeld
Bevölkerung333.090
BundeslandNRW

Lockerungen des Lockdowns in Bielefeld werden diskutiert – App „Luca“ könnte helfen

Zum aktuellen Zeitpunkt scheint der Lockdown Wirkung gezeigt zu haben: Der Inzidenzwert für Bielefeld liegt am Montag (1. März) bei 34,4, für ganz Deutschland beträgt er 66. Am Mittwoch (3. März) entscheiden Bund und Länder beim Corona-Gipfel darüber, ob der Lockdown verlängert wird. Bereits seit Anfang der Woche dürfen Friseure in NRW wieder öffnen – unter strengen Hygiene-Auflagen.

Sollten Lockerungen beim Corona-Gipfel beschlossen werden, muss eine Methode her, mit der die Kontaktverfolgung in Bielefeld vereinfacht werden kann. Diese bietet die neue App „Luca“. Sie dient der verschlüsselten Übermittlung von Kontaktdaten, während automatisch eine persönliche Kontakthistorie erstellt wird. Dabei werden die Daten bei Bedarf mit den Gesundheitsämtern ausgetauscht.

Coronavirus: App „Luca“ soll Infektionsketten in Bielefeld frühzeitig unterbrechen

Die App soll dazu beitragen, Infektionsketten schneller zu durchbrechen und außerdem die Gesundheitsämter entlasten. Insbesondere mit Hinblick auf die Lockerung des Lockdowns in Bielefeld könnte „Luca“ dazu beitragen, dass eine dritte Welle des Coronavirus verhindert werden kann.

In Restaurants und Cafés in Bielefeld mussten vor dem Lockdown noch manuell Kontaktdaten der einzelnen Gäste eingetragen werden. Mit der „Luca“-App ginge das dann automatisch. Sollte eine der Kontaktpersonen am Coronavirus* erkrankt sein, wird der Nutzer automatisch benachrichtigt.

Mit der App „Luca“ könnten in Bielefeld künftig Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden. (Symbolbild)

Kontaktverfolgung in Bielefeld: App „Luca“ wurde von den „Fanta4“ mitentwickelt

Die App kann aber nur in Gebieten eingesetzt werden, in denen die Gesundheitsämter schon mit den Betreibern zusammenarbeiten. Ansonsten ist die verschlüsselte Aufzeichnung der Kontakte nicht auslesbar. In Münster* beispielsweise gibt es bislang noch keine Zusammenarbeit. In Bielefeld wird nun aber über die Einführung von „Luca“ nachgedacht, wie Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger gegenüber dem Westfalen-Blatt sagte.

Nutzer der App „Luca“ müssen ihren Namen, ihre Adresse und ihre Telefonnummer angeben. Nach vier Wochen werden die gespeicherten Daten aus der Kontakthistorie gelöscht. Auch Personen ohne Smartphone könnten den Service in Bielefeld nutzen: Sie brauchen einen ausgedruckten QR-Code, der von der App erstellt wird. An der Entwicklung der Software haben sich die Musiker „Die Fantastischen Vier“ beteiligt. (*msl24.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA)

Rubriklistenbild: © Christin Klose

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare