Die Polizei fahndet

Kind in Bielefeld von Hund angefallen: Mutmaßliche Halterin ermittelt

In Bielefeld wurde ein Kind von einem Kampfhund* angegriffen und schwer verletzt. Die Halterin des Hundes floh anschließend. Nun scheint sie ermittelt worden zu sein.

  • Auf einem Spielplatz in Bielefeld wurde ein Kind von einem Hund attackiert.
  • Das Mädchen wurde bei dem Angriff schwer verletzt.
  • Nun konnte die mutmaßliche Halterin ermittelt werden.
StadtBielefeld
Fläche257,8 km²
Einwohner333.090 (2016)
BürgermeisterPit Clausen

Update: 28. Juli. Wie die Polizei Bielefeld aktuell mitteilte, scheint die Halterin des Hundes, der am Mittwoch (22. Juli) auf einem Spielplatz ein zehnjähriges Mädchen angriff, ausfindig gemacht worden zu sein. Der Hund biss dem Kind zweimal in die Beine und verletzte es schwer. Die Halterin kümmerte sich nicht um das Opfer und ging mit ihrem Hund davon.

Nun teilen die Ermittler mit, dass nach dem Fahndungsaufruf viele Hinweise aus der Bevölkerung eingingen. Mittlerweile geht die Polizei davon aus, dass es sich bei der Hundehalterin um eine Frau aus Bielefeld handelt, die aber derzeit nicht an ihrer Wohnanschrift anzutreffen ist.

Hunde-Attacke in Bielefeld: PETA mit Forderung

Update: 24. Juli, 8.50 Uhr. Im Zuge des Vorfalls aus Bielefeld, bei dem ein frei laufender Hund ein kleines Mädchen schwer verletzt hatte, schaltet sich nun auch die Tierschutzorganisation PETA ein. Diese spricht von verantwortungsloser Hundehaltung und verweist darauf, dass dies kein Einzelfall sei. Auch in Solingen wurde am Sonntag (19. Juli) ein vierjähriges Mädchen von einem Hund ins Gesicht gebissen.

Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, hat eine klare Einschätzung der Vorfälle in Bielefeld und Solingen: „Meist liegt das Problem nicht beim Hund, sondern am anderen Ende der Leine. Dass der Hund in die Nähe des Mädchens gelangen und sie so schwer verletzen konnte, war verantwortungslos. Viele Halter können das Verhalten, die Signale und die Körpersprache ihres Vierbeiners nicht richtig deuten und einschätzen. Somit ist die wahre Ursache für Beißattacken bei ihnen zu suchen – nicht beim Tier. Jeder Hund, der falsch gehalten oder behandelt wird, kann zu einer Gefahr für Mensch und Tier werden – unabhängig davon, ob er einer ‚Rasse‘ angehört oder ein ‚Mix’ ist.

Deshalb fordert PETA einen Hundeführerschein für NRW. Und damit steht die Organisation nicht allein. Bereits 2016 sprachen sich rund 65 Prozent der Deutschen für einen solchen Führerschein aus. Dieser sieht vor, dass künftige Halter bereits vor Aufnahme eines Hundes einen Theoriekurs absolvieren. Anschließend folgt ein Praxisseminar.

Ein weiterer Vorteil wäre, dass es unerfahrene Personen davon abhält, sich aus einem Impuls heraus einen Hund anzuschaffen, der dann wegen Überforderung irgendwann im Tierheim landet. Die Hoffnung: Leere Tierheime und weniger Vorfälle wie jüngst in Bielefeld.

Bielefeld: Hund läuft unangeleint über Spielplatz

Erstmeldung: 23. Juli. Bielefeld – Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend (22. Juli) gegen 20.20 Uhr auf dem Spielplatz Brodhagen/Drögestraße. Wie die Polizei berichtet, ist dort offenbar ein junger, grauer Staffordshire Terrier außer Kontrolle geraten. Zunächst war das nicht angeleinte Tier auf eine Gruppe von drei jungen Männern losgegangen, ließ aber schnell von ihnen ab und rannte dann plötzlich auf ein junges Mädchen (10) zu.

Bielefeld: Kampfhund fällt Kind an

Das Kind stand auf einem Klettergerüst auf dem Spielplatz in Bielefeld, als der Kampfhund angriff. Das Tier biss der Zehnjährigen zweimal ins Bein und verletzte es dabei schwer. Die Mutter konnte die Attacke nicht verhindern. Die Hundehalterin eilte gemeinsam mit einem ebenfalls noch unbekannten Mann hinzu und löste den Hund von dem Mädchen. Nachdem sie das Tier unter Kontrolle gebracht und angeleint hatten, gingen sie einfach davon, ohne sich um das schwer verletzte Kind zu kümmern.

Nach Hunde-Attacke in Bielefeld: Polizei fahndet nach Halterin

Das verletzte Kind wurde nach dem Kampfhund-Angriff in Bielefeld ins Krankenhaus gebracht. Nun fahndet die Polizei Bielefeld nach der Halterin des Tieres. Die Frau wird wie folgt beschrieben:

  • Etwa 20 Jahre alt
  • Lange, blonde Haare
  • Schlanke Statur
  • Bekleidet mit einer rosa Jacke und einer hellen Hose
  • Weißes Basecap
Auf diesem Spielplatz in Bielefeld wurde ein Kind von einem Kampfhund angefallen.

Bei dem Mann, der der Frau dabei half, den Hund von dem Kind zu lösen, könnte es sich laut Polizei Bielefeld um ihren Begleiter handeln. Dieser wird als südländischer Typ mit dunklen Haaren und Bart beschrieben. Bei einer Befragung durch die Beamten sagten Passanten aus, dass es sich um Hundehalter aus dem Bereich der Kopernikusstraße oder Gerhard-Hauptmann-Straße handeln könnte. Die Polizei bittet dringend um Zeugenaussagen zu dem Vorfall oder zu den beiden gesuchten Personen: 0521/54 50.

Jüngst ereignete sich auf der A33 bei Bielefeld ein schwerer Unfall: Ein Lkw schob ein Motorrad 90 Meter vor sich her. Derweil fand ein schockierender Fall einen Abschluss: Ein Mann, der seine Frau auf offener Straße erschossen hatte, wurde nun in Bielefeld verurteilt.

In Bielefeld gibt es jedoch gute Nachrichten aus der Corona-Krise: Erstmals seit Beginn der Statistik befindet sich kein Corona-Patient mehr im Krankenhaus.

*Die Bezeichnung „Kampfhund“ ist umgangssprachlich und streng genommen nicht korrekt. Früher wurden Kampfhunde speziell für Tierkämpfe gezüchtet und trainiert. Heute steht der Ausdruck für Hunderassen, die auf der Liste von Rassen (Rasseliste) stehen, die überdurchschnittlich häufig Menschen oder andere Hunde attackiert haben oder bei denen eine solche Gefahr zumindest vermutet wird.

Derweil fahndet die Polizei nach einem Räuber: Der Mann soll in Bielefeld ein Paar attackiert und beraubt haben. Es wurde ein Fahndungsfoto veröffentlicht. Jüngst kam es in Bielefeld zu einem schweren Unfall: ein Motorradfahrer wurde von einem Pkw erfasst un schwer verletzt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Philipp Schulze/dpa

Auch interessant

Kommentare