JVA Bielefeld-Brackwede

Zwei Todesfälle im Bielefelder Gefängnis

In der JVA Bielefeld-Brackwede kam es am Wochenende zu einem Todesfall. Es ist bereits der zweite innerhalb von drei Tagen in dem Gefängnis.

Bielefeld – Am Sonntag (14. März) entdeckten Mitarbeiter der JVA Bielefeld-Brackwede einen Häftling tot in seiner Zelle. Bei dem Mann handelte es sich um einen 61-jährigen Mann aus Gütersloh, der sich in Untersuchungshaft befand. Im Dezember des letzten Jahres soll er kurz vor Weihnachten versucht haben, seine Ex-Freundin umzubringen.

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Bielefeld: Sträfling tot in Zelle aufgefunden

Der Mann wurde von JVA-Mitarbeitern am Sonntag gegen 7 Uhr in seiner Zelle entdeckt, als ihm das Frühstück gebracht werden sollte. Die genauen Todesumstände sind nicht bekannt. Die Mitarbeiter der JVA Bielefeld informierten unmittelbar nach dem Fund die Staatsanwaltschaft, die Aufsichtsbehörde und den Anstaltsbeirat über den Fund des Toten. Der Mann aus Gütersloh saß wegen der versuchten Tötung seiner Ex-Freundin in Untersuchungshaft. Letztere überlebte den Angriff schwer verletzt.

Am 22. Dezember lauerte er der 46-Jährigen aus Bielefeld an ihrem Arbeitsplatz an der Fuggerstraße in Sennestadt auf. Kurz nach 19 Uhr griff er sie dann mit einem Hammer an und schlug auf ihren Kopf ein. Anschließend soll er eine brennbare Flüssigkeit über die Frau und sich selbst geschüttet haben. Zeugen konnten damals eingreifen und verhindern, dass er diese anzündet. Nach einer kurzen Flucht wurde der damals 60-Jährige an der Verler Straße festgenommen. Die Ermittlungen der Mordkommission laufen.

Bielefeld: Zwei Todesfälle in der JVA Brackwede (Symbolbild)

Zweiter Todesfall in der JVA Bielefeld innerhalb kürzester Zeit

Die Meldung von dem Toten aus der Untersuchungshaft in Bielefeld kam nur drei Tage, nachdem JVA-Leiter Uwe Nelle-Cornelsen am Donnerstag (11. März) mitgeteilt hatte, dass eine 53-jährige Frau ebenfalls tot in ihrer Zelle gefunden worden war. Eine Mitarbeiterin des Krankenpflegedienstes betrat die Zelle gegen 6 Uhr morgens, um der Drogensüchtigen das Substitutionsmittel Methadon zu verabreichen und fand sie leblos vor. Reanimationsversuche blieben erfolglos. In dem Fall ermittelt aktuell die Kriminalpolizei.

Auch ein weiterer Straftäter befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft der JVA Bielefeld-Brackwede: Der Mann, der am Freitag (12. März) bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück einen Arbeitskollegen getötet hatte, macht bislang keine Angaben und lässt sich durch einen Anwalt vertreten.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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