3-jähriges Forschungsprojekt

Für die Wissenschaft: Pornos gucken an der Uni Bielefeld

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An der Uni Bielefeld wurde ein Forschungsprojekt zum Thema "Amateurpornografie" gestartet.

Pikante Forschung: Innerhalb eines dreijährigen Projekts wollen Soziologen an der Uni Bielefeld nun Amateurpornos untersuchen. Dazu werden auch Videos analysiert.

Bielefeld – Unter dem Titel "Die Praxen der Amateurpornografie" erforschen Soziologen pornografische Amateurfilme. Unter anderem sollen die Fragen nach dem WIE? und dem WARUM? beantwortet werden.

Warum filmen Menschen sich beim Geschlechtsverkehr und warum stellen sie das Material im Internet zur Verfügung? Um solche Fragen zu beantworten, sollen im Rahmen dieses Projekts nicht nur Analysen von Filmmaterial stattfinden.

Uni Bielefeld: Interviews mit Darstellern

Zusätzlich sollen Interviews mit Darstellern geführt werden. Wie inszenieren sich die Menschen in den Filmen? Wichtig hierbei: Die Filme, die für die Forscher besonders interessant sind, sind nicht primär aus finanziellen Gründen entstanden. 

"Das Forschungsinteresse richtet sich vornehmlich auf amateurpornographische Selbstdarstellungen, die nicht primär finanziell motiviert sind, sondern vielmehr der (sexuellen) Selbstinszenierung, der Konstruktion und Inszenierung sexueller Identitäten und Begehrensformen und/oder dem sexuellen Lustgewinn der Akteure dienen", schreibt Sven Lewandowski, Soziologe an der Uni Bielefeld und Gründer des Projekts.

Uni Bielefeld schrieb aus: Über 30 Bewerbungen eingegangen

Lewandowski hat das Projekt am 1. Februar 2019 in Bielefeld gestartet. Dafür suchte er sowohl ein(e) wissenschaftliche(n) Mitarbeiter(in), als auch eine studentische Hilfskraft. Insgesamt gingen bis zum 18. April rund 30 Bewerbungen auf die Stelle ein. Die Forschung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 390.000 Euro gefördert.

An der Uni Bielefeld werden bald Amateur-Pornos untersucht.

Indes kam es an einem Bahnübergang nahe der Uni Bielefeld am Mittwoch (24. April) zu einem schweren Unfall: Ein Radfahrer wurde von einer S-Bahn erfasst und schwer verletzt.
Am Ostermontag machten Polizisten in einem Bielefelder Park eine schreckliche Entdeckung: In einem Teich wurde ein toter Labrador entsorgt.

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