Gutachten vorgelegt

Tragischer Hochhaus-Sturz: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Ein Gericht setzt die Quarantänepflicht für Einreisende außer Vollzug. Foto: Volker Hartmann/dpa
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Die Ermittlungen gegen die drei Verdächtigen laufen derzeit noch. (Symbolbild)

Nachdem vor einigen Monaten ein 27-Jähriger bei einem Sturz aus dem 17. Stock des Telekom-Hochhauses um Leben kam, nimmt der Fall nun Fahrt auf: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

  • Ein Mann stürzte im September 2019 auf dem Telekom-Hochhaus.
  • Der 27-Jährige starb sofort an den schweren Verletzungen.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen drei Personen.

Bielefeld – Im September 2019 hatte sich in der Stadt ein erschreckender Vorfall ereignet. Ein 27-jähriger Bauarbeiter stürzte aus dem 17. Stock des Telekom-Hochhauses am Kesselbrink in Bielefeld. Bei dem Aufprall zog der Mann sich ein Polytrauma zu und starb an dessen Folgen. Nun schreiten die Ermittlungen in dem Fall voran.

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Bielefeld: Tödlicher Sturz aus dem 17. Stock – Staatsanwaltschaft ermittelt

Der Vorfall ereignete sich mitten in der Innenstadt von Bielefeld. In dem Telekom-Hochhaus wurden zu dem Zeitpunkt Bauarbeiten durchgeführt. Der 27-Jährige soll den Ermittlungen nach bei Deckenarbeiten gestürzt und dann durch ein offenes Fenster auf den Philipp-Reis-Platz gefallen sein.

Bei der Untersuchung der Leiche konnte kein Fremdverschulden festgestellt werden. Die Polizei ging nach der Obduktion von einem tragischen Unfall aus. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat dennoch die Ermittlungen aufgenommen. Drei Personen stehen nun wegen fahrlässiger Tötung in Verdacht.

Sollte sich bei der Ermittlung der Verdacht gegen die drei Männer bestätigen, wird es zur Anklage kommen. (Symbolbild)

Ermittlung in Bielefeld: Drei Personen wegen fahrlässiger Tötung unter Verdacht

Ein Gutachten konnte nach dem tödlichen Arbeitsunfall in Bielefeld nun vorgelegt werden. Die Untersuchung hatte sich wegen des Coronavirus um einige Monate verzögert. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, geht aus dem Gutachten hervor, dass Arbeitsschutzrichtlinien mutmaßlich nicht eingehalten wurden. Bei den drei Beschuldigten handelt es sich um den Geschäftsführer des Abbruchunternehmens, für das der Verstorbene tätig war, den Bauleiter sowie den Vorarbeiter.

Ein anderer schlimmer Arbeitsunfall ereignete sich vor einigen Monaten in Borchen (Kreis Paderborn). Dabei stürzte ein Bauarbeiter aus neun Metern Höhe in die Tiefe, weil seine Arbeitsbühne nach einer Kollision umkippte. Der Mann schwebte in Lebensgefahr und wurde von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

In der Region kam es kürzlich zu einem anderen tödlichen Unfall: Eine Frau aus Bielefeld musste sich nach dem Unfall vor Gericht verantworten. Ein 17 Jahre alter Motorradfahrer kollidierte mit ihrem auf die Fahrbahn ragenden Auto und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu.

Derweil fahndet die Polizei nach einem Räuber: Der Mann soll in Bielefeld ein Paar attackiert und beraubt haben. Es wurde ein Fahndungsfoto veröffentlicht. Jüngst kam es in Bielefeld zu einem schweren Unfall: ein Motorradfahrer wurde von einem Pkw erfasst un schwer verletzt.

In einem aktuellen Fall aus der Stadt sucht die Polizei dringend nach Zeugen: In einem Park in Bielefeld gab es einen rassistischen Angriff auf einen Mann aus Brasilien.

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