Prozessbeginn in Bielefeld 

Bluttat in NRW: Mann mit 25 Messerstichen getötet

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Vor dem Landgericht in Bielefeld beginnt der Prozess gegen zwei Männer, von denen einer aus Herford stammt, die sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten müssen. Sie sollen in Hiddenhausen auf einen Deutsch-Libanesen eingestochen haben und dieser starb an den Folgen seiner Verletzungen (Symbolbild). 

Zwei Brüder müssen sich in einem Prozess in Bielefeld verantworten. Einer von ihnen kommt aus Herford. In Hiddenhausen sollen sie einen Mann getötet haben.

  • Am 30. Mai dieses Jahres starb ein 32-jähriger Mann in Hiddenhausen nach einer Messerattacke 
  • Zwei Männern aus Herford und Lüdinghausen wird schwere Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen
  • Vor dem Landgericht Bielefeld müssen sich die Angeklagten nun in einem Prozess verantworten 

Update: Donnerstag (19. Dezember), 16.12 Uhr. Zum Prozessbeginn in Bielefeld (NRW) wurde am heutigen Tage die Anklageschrift verlesen. Den Brüdern aus Herford und Lüdinghausen wird vorgeworfen einen 32-jährigen Mann in Hiddenhausen erstochen zu haben. Bislang schweigen die Angeklagten zu den Vorwürfen.  Zudem befürchten die Beteiligten des Gerichtsverfahrens, dass es zu Konflikten zwischen der mutmaßlichen Täter-Familie und der des Opfers kommen könnte. 

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld schilderte den Tathergang aus ihrer Sicht sehr detailliert. Demnach habe einer der Beschuldigten mit einem etwa 15 Zentimeter langen Messer mehrfach in Hiddenhausen auf das Opfer aus Herford eingestochen haben. Lebenswichtige Organe wurden dabei verletzt. Außerdem sei eine Rippe durchtrennt worden. Auch im Rückenbereich wies die Leiche des Toten Stichverletzungen auf. Eine Wunde war 23 Zentimeter tief. Am Samstag (4. Januar) ereignete sich in NRW ein schreckliches Drama, als ein Mann bei einem Wohnhausbrand in Bielefeld starb und von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden konnte.

Prozessbeginn am Landgericht in Bielefeld (NRW): Mann in Hiddenhausen bei Herford mit 25 Messerstichen getötet 

Update: Donnerstag (19. Dezember), 9.18 Uhr. Heute beginnt vor dem Landgericht Bielefeld der Prozess gegen die beiden Brüder aus Herford und Lüdinghausen. In geplanten 14 Sitzungsterminen soll die Schuld der beiden Männer geklärt werden. 

Hiddenhausen/Herford/Bielefeld/NRW – Die Bluttat liegt nun etwa ein halbes Jahr zurück. Gegen die Brüder Ismet A. (31) aus Herford und Ferhan A. (33) aus Lüdinghausen erhebt die Staatsanwaltschaft Bielefeld schwere Vorwürfe. Gemeinsam sollen die Männer am 30. Mai 2019 vor einer Wohnung an der Bünder Straße im Hiddenhauser Ortsteil Eilshausen einen Deutsch-Libanesen attackiert haben. Im Verlaufe der Auseinandersetzung kam ein Messer zum Einsatz. 20 Mal wurde auf das Opfer eingestochen. 

Nun kam es im Kreis Herford zu einem tragischen Unfall: Ein Mann starb in Löhne am Steuer seines Wagens.

Leiche in Hiddenhausen im Raum Herford (NRW) entdeckt: Staatsanwaltschaft Bielefeld wollte wegen Mord Anklage erheben 

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld macht die beiden Brüder für den Tod des 32-jährigen Herforders verantwortlich. "Sie wollte die Angeklagten eigentlich wegen gemeinschaftlichen Mordes dran kriegen. Das Landgericht Bielefeld will den Brüdern jetzt aber nur wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge den Prozess machen", schrieb das WB am Mittwoch (18. Dezember). 

Wie bereits vor einigen Monaten berichtet, wurde auf der Bünder Straße kurz vor der Kreuzung zur Löhner Straße in Hiddenhausen die Leiche des Opfers entdeckt. Wenig später konnte die Polizei einen Tatverdächtigen aus Herford festnehmen. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt und saß seitdem in Untersuchungshaft. Nun muss er sich gemeinsam mit seinem Bruder in einem Prozess am Bielefelder Landgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. 

Mann aus Herford nordöstlich von Bielefeld mit 25 Messerstichen in Hiddenhausen (NRW) getötet 

Bei den Streitigkeiten in Hiddenhausen im Kreis Herford in NRW soll es um Geld gegangen sein. Demnach soll der Getötete den Brüdern rund 1.200 Euro geschuldet haben. Am Tag vor der Bluttat brach das spätere Opfer offenbar einem der mutmaßlichen Haupttäter, das jetzt in Bielefeld auf der Anklagebank sitzt, das Nasenbein. 

Um sich an dem Deutsch-Libanesen aus Herford zu rächen, sollen die Angeklagten später in Hiddenhausen zum Messer gegriffen haben, so die Staatsanwaltschaft Bielefeld. Für die Tat bestellten sie den 32-Jährigen zu dem Treffpunkt an der Bünder Straße und stachen 25 Mal mit einem Messer auf ihr Opfer ein. 

Bielefeld: Tödlicher Messerattacke in Hiddenhausen bei Herford – anonymer Brief aufgetaucht 

Nach der Blutat in Hiddenhausen bei Herford nordöstlich von Bielefeld in NRW tauchte ein Bekennerschreiben auf. In dem anonymen Brief soll nach Angaben der Ermittler stehen, dass der Deutsch-Libanese selbst am Tatort zum Messer gegriffen habe. Erst bei der Auseinandersetzung sollen dann die Brüder in den Besitz der Waffe gekommen sein. 

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld geht jedoch davon aus, dass das Opfer unbewaffnet am Tatort in Hiddenhausen im Kreis Herford auftauchte. Die Verteidigung hält dagegen. "Unklar sei bis jetzt auch, welcher der beiden Angeklagten auf den Mann eingestochen habe", so die Anwälte. Klar ist aber schon jetzt, dass der Brief, in dem der Verfasser sämtliche Schuld auf sich nimmt, in dem Prozess von zentraler Bedeutung sein dürfte. Bislang ist unklar, wer den Brief geschrieben hat. 

Nach Bluttat in Hiddenhausen bei Herford (NRW): Prozessbeginn in Bielefeld  

Die Hauptverhandlung in Bielefeld beginnt am Donnerstag (19. Dezember). Vertreten werden die beiden Angeklagten von zwei Verteidigern. Die Rechtsanwälte Tobias Diedrich und Martin Lindemann aus Bad Oeynhausen werden die Interessen ihrer Mandanten vor Gericht vertreten. Schon jetzt sind 14 Fortsetzungstermine für den Prozess vorgesehen, um die Wahrheit im Falle des getöteten Mannes aus Herford in Hiddenhausen umfassend zu klären. Am 1. April könnte dann das Urteil fallen. 

Am Mittwoch (11. Dezember) endete am Landgericht in Bielefeld der Prozess um die mutmaßliche Massenvergewaltigung einer 14-Jährigen in Harsewinkel bei Gütersloh mit einem unerwarteten Urteil.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (16./17. Dezember) kam es auf der B239 zu einem schweren Unfall, als ein Mercedes in Kirchlengern bei Herford nahe Bielefeld ungebremst in das Heck eines Pferde-Lasters krachte und dabei schwer verletzt in seinem Wagen eingeklemmt wurde.

Kürzlich kam es im Straßenverkehr von Bielefeld zu einem brutalen Zwischenfall: Ein Fußgänger schlug einem Autofahrer unvermittelt ins Gesicht.

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