Selbstmord in Bielefeld

Häftling in der JVA Brackwede tot in der Zelle entdeckt

In der JVA Brackwede in Bielefeld hat sich ein Haeftling selbst umgebracht (Symbolbild).
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In der JVA Brackwede in Bielefeld hat sich ein Häftling selbst umgebracht (Symbolbild).

In der JVA Brackwede in Bielefeld wurde am Montag ein Häftling tot in seiner Zelle gefunden. Offenbar hatte sich der Mann dort erhängt.

  • In der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede wurde am Morgen ein Häftling tot aufgefunden
  • Offenbar hatte der Mann sich in seiner Zelle selbst umgebracht
  • Der 60-Jährige war unter anderem wegen Kindesmissbrauch angeklagt

Bielefeld – Wie die JVA Brackwede mitteilt, hat sich am Montagmorgen (9. Dezember) einer der dort einsitzenden Häftlinge das Leben genommen. Bei der morgendlichen Essensausgabe habe man den 60-Jährigen um 6.20 Uhr tot in seiner Zelle gefunden.

Bielefeld: Toter Häftling der JVA Brackwede wegen Kindesmissbrauchs angeklagt

Der Mann hatte sich am Fenster seiner Zelle selbst erhängt*. Dazu verwendete er einen Strang, den er sich aus seinem Bettbezug selbst geknüpft hatte. Der 60-jährige Häftling saß seit dem 18. Juli in Untersuchungshaft in der JVA Brackwede, wo auch die bekannte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck ihre Haftstrafe absitzt. Ihm wurde unter anderem der schwere sexuelle Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Die weiteren Ermittlungen zu dem Todesfall wird die Staatsanwaltschaft Bielefeld übernehmen.

In diesem Jahr stand die JVA Brackwede bereits zweimal im Fokus der Öffentlichkeit: Anfang 2019 legte ein besonders gefährlicher Häftling ein Feuer im Hochsicherheitstrakt des Bielefelder Gefängnisses. Und, wie bereits erwähnt, ist die JVA Brackwede in Bielefeld auch die momentane Heimat der verurteilten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck. Zu ihren Ehren marschieren jährlich Neonazis durch die Stadt und fordern ihre Freilassung. In diesem Jahr kam es nach der Demo in Bielefeld zu mehreren Gewalttaten.

In einem kleinen Park in Bielefeld kam es jüngst zu einem skrupellosen Raub. Drei Maskierte schlugen auf einen jungen Mann ein und bedrohten ihn mit einem Messer. Dann raubten sie seine Wertsachen.

*Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Suizid, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die kostenfreie Telefonseelsorge: 0800/1 11 01 11. Hilfe bietet auch der Krisendienst der Stadt Bielefeld: 0521/3 29 92 85.

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