Mit Landes- und Bundespolizei in Bielefeld

Großrazzia in Baubetrieben: Zoll findet gefährliche Waffen

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Der Zoll ließ unter anderem in Bielefeld mehrere Gebäude und Wohnungen durchsuchen. (Symbolbild)

Großeinsatz in Bielefeld und Hamm: Am Mittwoch durchsuchten Polizei und Zoll rund 50 Wohn- und Geschäftsräume. Vier Personen wurden festgenommen. 

Bielefeld/Hamm – Mit rund 390 Einsatzkräften waren heute die Landespolizei, die Bundespolizei und der Zoll im Einsatz: Die Ermittler durchsuchten 50 Wohn- und Geschäftsräume in Hamm und Umgebung sowie in Bielefeld. Der Auftrag dazu gab die Staatsanwaltschaft Dortmund. Warum? Wegen des Verdachtes der Schwarzarbeit

Das Hauptzollamt Bielefeld hatte zuvor intensive Ermittlungen durchgeführt. Dabei rückten die Betreiber mehrerer Garten- und Landschaftsbaubetriebe in den Fokus des Zolls. Der Vorwurf: Sie sollen bereits über mehrere Jahre hinweg Schwarzarbeiter beschäftigt und Rechnungen gefälscht haben. Die Beschuldigten hätten sich "gewerbsmäßig zusammengeschlossen", so der Zoll – also gemeinsame Sache gemacht.

Zoll Bielefeld ermittelt wegen Schwarzarbeit: Schaden in Millionenhöhe

Die Verdächtigen hätten durch die Schwarzarbeit keine Beiträge zur Sozialversicherung an den Staat abgeführt. Dadurch sei ein Schaden in Millionenhöhe entstanden – nach aktuellem Stand beläuft sich die Summe laut des Hauptzollamtes Bielefeld auf etwa 3,4 Millionen Euro.

Während der Hausdurchsuchungen wurden neben umfangreichem Beweismaterial auch drei Schusswaffen samt Munition sowie eine Kugelschreiberpistole, eine Armbrust und ein Schlagstock sichergestellt. Vier Personen wurden außerdem jeweils per Haftbefehl von der Polizei festgenommen und einem Richter vorgeführt. Die weiteren Ermittlungen führt das Hauptzollamt Bielefeld im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dortmund.

Bei einer Razzia in Porta Westfalica geht es um viel Geld. Die Verantwortlichen einer ehemaligen Firma sollen Krankenkassen betrogen haben. Bei ihrer Tat gingen die Verdächtigen extrem dreist vor.

Erst kürzlich kam es zu einem schweren Unfall: Ein Schulbus in Bielefeld verunglückte – unter den drei Verletzten war auch ein Kind. Kurz zuvor kam es zu einer brutalen Attacke: Etwa zehn Jugendliche schlugen und traten in Bielefeld auf zwei junge Männer ein. Die Opfer erlitten schwere Verletzungen am Kopf.

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