Gerücht wird symbolisch begraben

Bielefeld gibt es doch! Das Ende einer Verschwörung

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Bielefeld: Die Stadt, die es gibt.

Nun ist es endlich offiziell: Niemand konnte den endgültigen Beweis erbringen, dass es Bielefeld nicht gibt. Eine große Marketing-Aktion geht zu Ende. Mit ihr auch eine weltbekannte Verschwörung?

  • Die Bielefeldmillion bleibt in der Stadt
  • Verschwörung symbolisch begraben
  • 600 Kilo-Grabstein aufgestellt

Bielefeld – Viele haben es versucht, doch am Ende hat es keiner geschafft. Die Stadt Bielefeld hat nach einem stichfesten Beweis gesucht, dass es die Stadt wirklich nicht gibt. Als Belohnung winkten eine Million Euro. Doch nun ist es offiziell: Die Aktion ist beendet, das Geld bleibt in Bielefeld. Ein erwartbares Ergebnis, fragt man Bielefelds knapp 340.000 Einwohner

Bielefeldmillion geht um die Welt

International sorgte die Aktion gegen die berühmte Bielefeld-Verschwörung für Schlagzeilen. Anlass war das 25-jährige Jubiläum, der 1997 von Achim Held erfundenen Behauptung "Bielefeld gibt es nicht!". Es gingen rund 2000 "Beweise" ein, dass die Stadt am Teutoburger Wald nicht existiere. Briefe, Kinderbilder, Comics, Gedichte und sogar wissenschaftliche Aufsätze gingen ein. Und das auch aus dem Ausland – zum Beispiel aus den USA, Kanada, Indien oder Japan.

Aktion offiziell beendet: Bielefeld gibt es

Als Symbol des offiziellen Endes der Verschwörung wurde in Bielefeld nun ein 600 Kilogramm schwerer Grabstein aufgestellt. Laut Oberbürgermeister Pit Clausen gäbe es aber doch Gewinner: "Der Wettbewerb ,Die #Bielefeldmillion’ hat trotzdem viele Gewinner hervorgebracht und das sind die Bielefelderinnen und Bielefelder.[...] Unsere Antwort auf die ‚Bielefeld-Verschwörung’ hat nicht nur in ganz Deutschland, sondern rund um die Welt für positive Schlagzeilen gesorgt und viele Sympathien für unsere Stadt geweckt.

Wir finden: Eine tolle Aktion und wirksame Image-Arbeit für die Stadt. Werden die Sprüche à la "Bielefeld gibt's doch gar nicht!" in Zukunft verstummen? Wohl kaum. Doch immerhin wurde das Gegenteil nun offiziell bewiesen. 

Was die Bewohner längst wissen: Bielefeld existiert nicht nur, hier gibt es auch viel zu sehen. Zum Beispiel den Tierpark Olderdissen. Ein Wild-Gehege am Teutoburger Wald, wo nicht nur der Eintritt frei ist. Bären, Wölfe und viele mehr können nämlich das ganz Jahr über rund um die Uhr besucht werden. Nicht weit davon liegt Bielefelds Botanischer Garten. Hier gibt es seit über 100 Jahren einheimische und exotische Pflanzenarten zu bewundern.

Merkwürdig: Niemand zweifelt an der Existenz von Dr. Oetker. Im Gegenteil, der Konzern ist durch seinen Pudding weltberühmt geworden. Dabei sind die Marke und die Stadt Bielefeld fest miteinander verbunden. Wer mehr über das Pudding-Imperium erfahren möchte, kann sich für einen Ausflug in die Dr. Oetker-Welt anmelden. Naschen erlaubt.

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