Sperrungen und Umleitungen wegen Klima-Protest

"Fridays for Future" in Bielefeld: 3000 Menschen demonstrieren bei Klima-Demo - Polizei zieht Fazit

Für mehr Klimaschutz streiken wieder Schüler in Bielefeld: Der Protest von "Fridays for Future" führt erneut durch die Innenstadt – doch dieses Mal gibt es eine Änderung. Wir berichten aktuell.

+++ Artikel zur Klima-Demo von "Fridays for Future" in Bielefeld aktualisieren +++

  • Demo der "Fridays for Future"-Bewegung in Bielefeld
  • Protestler ziehen durch die Innenstadt
  • Die Einwohner müssen mit massiven Verkehrsbehinderungen rechnen

Update: 29. November, 16.30 Uhr. Am Mittag zogen rund 3000 Menschen wegen "Fridays for Future" durch die Innenstadt von Bielefeld. Die Polizei begleitete den Protestmarsch und zog ein erstes Fazit: Demnach seien die Demo und der Protestzug friedlich verlaufen. 

Nach leichter Verspätung hatten sich die Aktivisten erst um 13 Uhr auf den Weg durch die Innenstadt von Bielefeld gemacht. Zeitgleich waren rund 360 Demonstranten auf Fahrrädern unterwegs. Bereits gegen 14 Uhr, eine Stunde früher als geplant, fand am Kesselbrink die Abschlusskundgebung von "Fridays for Future" statt. 

Die Polizei Bielefeld zeigt sich zufrieden mit dem Ablauf der Klima-Demo: "Polizisten sperrten zeitweise einzelne Bereiche für den Straßen- und Schienenverkehr komplett, bis die Demonstrationszüge die jeweilige Stelle passiert hatten. Zwischenfälle blieben dabei aus. Auch einzelnen Aktionen im Bielefelder Zentrum verliefen störungsfrei. Dort fanden sich knapp 60 Teilnehmer ein. Insgesamt verzeichnet die Polizei einen friedlichen und reibungslosen Ablauf der Demonstrationen", schreiben die Beamten in einer Pressemeldung. Um 15.15 Uhr wurde die "Fridays for Future"-Veranstaltung für beendet erklärt.

Update: 29. November, 14.15 Uhr. Aktuell befindet sich der Protestzug von "Fridays for Future" auf Höhe des Rathauses in Bielefeld. Darüber informierte die Polizei über Twitter. Nach ersten Schätzungen der Einsatzkräfte demonstrieren derzeit etwa 3000 Menschen friedlich für mehr Klimaschutz.

Einen Tag zuvor kam es zu einem brutalen Vorfall in der Stadt in NRW: Nach einem Unfall prügelte in Bielefeld ein Benz-Fahrer auf eine Frau ein, weil diese die Polizei alarmieren wollte. Dazu benutzte er einen Stock. Die Polizei fahndet nun nach dem Angreifer.

"Fridays for Future" in Bielefeld unterwegs: Kesselbrink "voll"

Update: 29. November, 12.58 Uhr. Etliche Aktivisten und Demonstranten haben sich heute am Kesselbrink in Bielefeld eingefunden. Wie die "Fridays for Future"-Bewegung aus Bielefeld über Twitter mitteilte, war der Platz voll.

Seit 12 Uhr fanden sich Demonstranten in der Innenstadt von Bielefeld ein, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Der Anlass ist die heutige Abstimmung über das Klimapaket der Bundesregierung im Bundesrat. Bis 15 Uhr laufen die Aktivisten von "Fridays for Future" durch die Innenstadt, bis 18 Uhr klingt die Demo dann am Kesselbrink aus. Doch auch im gesamten Innenstadtbereich sind weitere Aktionen geplant. Zudem gibt es erstmals auch neben dem regulären Fußmarsch auch einen Fahrrad-Konvoi. Wir berichten weiter.

Nicht nur in Bielefeld: In über 500 Orten weltweit finden Klimaproteste von "Fridays for Future" statt, wie fr* berichtet: Auch in Asien und Australien gehen die Protestler auf die Straßen.

"Fridays for Future" in Bielefeld: Klima-Demo beginnt

Update: 29. November, 12.23 Uhr. Die Klima-Demo ist in vollem Gange: Für 12 Uhr war am Kesselbrink in Bielefeld das Treffen anberaumt und in wenigen Minuten, um 12.30 Uhr, macht sich der Protest-Zug der Klima-Aktivisten von "Fridays for Future" auf den Weg durch die Innenstadt. Dabei wird die Polizei mehrere Straßen sperren. Über Twitter kündigten die Beamten größere Verkehrsbehinderungen an, mit denen in Kürze und bis mindestens 15 Uhr zu rechnen ist. 

"Fridays for Future"-Demo in Bielefeld

Erstmeldung: 28. November. Bielefeld – Es geht um's Klima: Am Freitag (29. November) protestieren die Mitglieder der Bewegung "Fridays for Future" erneut gegen Umweltverschmutzung und für den Klimaschutz. Dazu ziehen sie durch die Innenstadt – und das hat Folgen für den Straßenverkehr.

"Fridays for Future" in Bielefeld: Mit zwei Demo-Zügen für autofreie Innenstadt

Bereits im September kam es in Bielefeld zu Sperrungen durch einen "Fridays for Future"-Protest. Und auch bei der kommenden Klima-Demo, dem mittlerweile vierten globalen Protest, müssen sich die Einwohner auf massive Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt einstellen. 

Bei dem aktuellen Protest in Bielefeld gibt es auch eine Neuerung: Geplant sind neben dem normalen Demo-Zug von "Fridays for Future" auch eine Fahrrad-Kolonne. "Durch die beiden Demos blockieren wir die ganze Stadt und schaffen so für die ein paar Stunden eine autofreie Stadt, so wie es eigentlich sein sollte", kündigt die "Fridays for Future"-Gruppe aus Bielefeld an. Auch in Münster demonstrieren die Aktivisten für ein besseres Klima. 

"Fridays for Future" in Bielefeld: Streckenverlauf und Sperrungen

Los geht es am Freitag um 12 Uhr am Kesselbrink, von dort aus setzt sich der Demo-Zug um 12.30 Uhr in Bewegung. Dadurch wird bis 15 Uhr die Innenstadt von Bielefeld praktisch lahmgelegt. Es werden Sperrungen eingerichtet, wie wiederum für Verkehrsbehinderungen sorgen werden – das könnte auch zu Problemen für den Weihnachtsmarkt in Bielefeld führen, der vor wenigen Tagen eröffnet wurde und zahlreiche Besucher anlockt.

Für die Bewegung selbst ist dies ein gewollter Nebeneffekt:  "Das ist auch das Ziel der Bielefelder Klima-Demo: Praktisch ein autofreier Tag in der Innenstadt", heißt es in der Ankündigung von der "Fridays for Future"-Bewegung. Der Demo-Zug führt durch folgende Straßen:

  • Kesselbrink
  • Aufszugsweg Kavalleriestraße
  • Paulusstraße
  • Willy-Brandt-Platz
  • Feilenstraße
  • Mindener Straße
  • Arndtstraße
  • Elsa-Brandström-Straße
  • Alfred-Bozi-Straße
  • Friedrich-Verleger-Straße
  • Kesselbrink

Die Fahrraddemo von "Fridays for Future" in Bielefeld führt vom Kesselbrink aus einmal um das Hufeisen herum. Dann fahren die Teilnehmer so oft zwischen dem Willy-Brandt-Platz und dem Landgericht an der Straße Niederwall hin und her, bis der Demo-Zug zu Fuß den Jahnplatz erreicht hat. Von dort aus geht es dann gemeinsam zur Abschlusskundgebung zum Kesselbrink zurück. Zeitgleich finden an mehreren Stellen in der Innenstadt weitere Aktionen statt. Das Ende der Demo ist für 18 Uhr angesetzt.

Der Streckenverlauf der Demo von "Fridays for Future" durch Bielefeld. (Draufklicken zum Vergrößern)

"Fridays for Future" in Bielefeld: Polizei warnt vor größeren Verkehrsbehinderungen

Die Polizei Bielefeld erwartet rund 500 Teilnehmer bei der Klima-Demo in Bielefeld. Die Beamten begleiten den Protestzug und sperren dann die jeweiligen Straßen ab. Sobald der Demo-Zug die Stellen verlassen hat, werden sie wieder für den Verkehr freigegeben. Die Polizei warnt die Autofahrer dennoch vor größeren Verkehrsbehinderungen, vor allem zwischen 12.30 und 15 Uhr.

Kürzlich kam es in der Stadt in NRW zu einer weiteren, stark umstrittenen Demo, bei der die Polizei starke Präsenz zeigte: In Bielefeld kam es zu einem Aufmarsch der Rechten – und das ausgerechnet am 9. November, dem nationalen Gedenktag der Reichspogromnacht von 1938. Tausende Gegendemonstranten stellten sich den Hunderten Rechten entgegen.

"Fridays for Future" in Bielefeld: Globale Proteste wegen Klimapaket-Sitzung

Nicht nur in Bielefeld: In ganz Deutschland gehen die Aktivisten von "Fridays von Future" auf die Straße. Auch in Städten wie Berlin, Bochum, Dortmund, Hamburg, Münster und Stuttgart finden Proteste statt. Anlass sind gleich zwei wichtige Ereignisse: Im Bundesrat in Berlin wird über das Klimapaket der Bundesregierung abgestimmt, zudem tagt ab Montag der Weltklimarat in Madrid

Vor Kurzem kam es zu einem Skandal, in den die Begründerin der "Fridays for Future"-Bewegung involviert war: Medienberichten zufolge soll Komiker Dieter Nuhr Greta Thunbergs Aktivismus mit Hitlers und Stalins Ideologien in Verbindung gebracht haben. Nachdem ein Shitstorm über Nuhr hereingebrochen war, ruderte die berichtende Zeitung jedoch zurück – und entschuldigte sich.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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