Ermittlungen

Schmuck im Wert von 40.000 Euro geschmuggelt? Zoll erwischt Bielefelderin

Drastische Konsequenzen erwartet eine Frau aus Bielefeld: Die 45-Jährige versuchte offenbar, Schmuck im Wert von 40.000 Euro am Flughafen-Zoll vorbeizuschmuggeln.

Bielefeld/Hannover – Der Zoll hat am Flughafen Hannover eine Bielefelderin (45) beim mutmaßlichen Schmuggel erwischt. Die Frau hatte Goldmünzen und -schmuck im Wert von 40.000 Euro in ihrem Koffer versteckt und versuchte, ihr Gepäck an der Kontrolle vorbeizuschleusen.

Stadt:Bielefeld
Einwohner:334.195
Bundesland:NRW

Frau aus Bielefeld versteckte Goldschmuck in ihren Socken

Wie die Generalzolldirektion berichtet, landete die Frau aus Bielefeld am vergangenen Freitag (16. April) am Flughafen Hannover mit einem Flieger aus der Türkei. Bei den beiden unterschiedlichen Ausgängen des Sicherheitsbereichs – für die zollpflichtigen und die anmeldefreien Waren – entscheid sich die 45-Jährige für letzteren Ausgang. Daraufhin entscheiden sich die Zollbeamten dafür, das Gepäck der Frau zu kontrollieren.

Zunächst wurde der Koffer der Bielefelderin mit Röntgentechnik überprüft. „Hier stellten meine geschulten Kollegen Auffälligkeiten fest, sodass sie das Gepäck nochmal genauer unter die Lupe nahmen“, sagte Nils Haustein, Pressesprecher des Hauptzollamts Hannover, zu dem Vorgang. Im Gepäck der 45-Jährigen wurden die Beamten dann auch fündig: „Die Zöllner fanden 100 Münzen sowie Halsketten und Münzanhänger aus Gold in Socken und Hosen versteckt. Die Waren hatten einen Wert von rund 40.000 Euro.“

Frau aus Bielefeld erwartet Strafverfahren und ein saftiger Steuerbescheid

Die Münzen und der Schmuck wurden sichergestellt, das Hauptzollamt Braunschweig übernimmt nun die weitere Sachbearbeitung in dem Fall des mutmaßlichen Schmuggels. Die 45-Jährige aus Bielefeld in Ostwestfalen* muss sich nun auf weitere Ermittlungen einstellen: „Da die Frau den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren wählte, erwartet sie nun neben einem nicht unerheblichen Steuerbescheid auch ein Strafverfahren wegen Verdachts der Steuerhinterziehung“, so Haustein weiter. Es handelt sich bei den gefundenen Wertsachen um den größten Goldaufgriff der vergangenen drei Jahre am Flughafen Hannover.

Bei der Einreise aus einem Nicht-EU-Land dürfen Reisemitbringsel im Gesamtwert von 430 Euro pro Person einfuhrabgabenfrei mitgebracht werden. Ist diese Freimenge überschritten, müssen Reisende den roten Ausgang wählen und die Waren beim Zoll anmelden.

Informationen zu den derzeitigen Bestimmungen

Erst vor wenigen Monaten hatten Zoll-Beamte Wohn- und Geschäftsräume eines Bauunternehmens in Bad Oeynhausen durchsucht. Dabei stießen die Ermittler des SEK, die den Einsatz unterstützten, unter anderem auf Waffen, Munition und rund 146.000 Euro Bargeld. (*msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa

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