Landgericht Bielefeld

Eifersucht als Motiv? Mann soll Freundin mit Schwert getötet haben

Chokutō: Mit so einem japanischen Schwert bedrohte ein junger Mann am Samstagabend die Polizei in Frankfurt.
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Bielefeld: Ein Mann aus Herford soll seine Freundin mit einem Schwert erstochen haben (Symbolbild). 

Es klingt wie eine Szene aus dem Mittelalter: Nach einem heftigen Streit soll ein Mann aus Herford mit einem Schwert auf seine Freundin eingestochen und sie getötet haben. Nun beginnt der Prozess in Bielefeld.

Bielefeld/Herford – Die Tat hat sich laut Bericht des Landgerichts Bielefeld am Morgen nach einem durchzechten Abend zugetragen. Jenen Abend des 21. Januar 2021 verbrachte der 37-jährige Angeklagte mit seiner Lebensgefährtin zusammen bei einem gemeinsamen Bekannten. Laut den Aussagen seien auch „alkoholische Getränke konsumiert“ worden.

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Prozess in Bielefeld: Schwert-Attacke aus Eifersucht?

Im Laufe des Abends habe sich die besagte Freundin des Angeklagten gemeinsam mit einem weiteren Gast der Party auf eine am Boden liegende Matratze gelegt. Daraus resultierte ein Streit zwischen dem Paar, woraufhin der Gastgeber den Angeklagten aufgefordert haben soll, die Wohnung zu verlassen. Der Aufforderung kam letzterer auch nach, seine Lebensgefährtin blieb jedoch laut Bericht des Landgerichts Bielefeld in der Wohnung und verbrachte dort auch die Nacht.

Am Mittag des nächsten Tages (22. Januar) soll der Gastgeber, der im Prozess in Bielefeld auch als Zeuge fungiert, die Frau zur Wohnung des 37-Jährigen aus Herford gebracht haben. Bereits an der Tür begrüßte dieser die beiden mit einem Schwert in der Hand, dessen Klinge 75 Zentimeter lang war. Es folgte ein Streit zwischen dem Paar, warum die Frau den Angeklagten nicht nach Hause begleitet habe.

Mann aus Herford soll seine Lebensgefährtin mit einem Schwert getötet haben

Im Verlauf dieses Streits soll der Mann dann mit dem Schwert zugestochen haben. Die Klinge bohrte sich mutmaßlich durch den Bauch des Opfers bis zur Wirbelsäule. Dabei sei die Hauptschlagader verletzt worden und die Frau infolgedessen verblutet. Vor dem Landgericht Bielefeld muss sich der 37-Jährige nun wegen des Verdachts des Totschlags verantworten. Der Prozess startete am 12. Mai um 9 Uhr und wird am 1., 8. und 18. Juni fortgesetzt.

Auch an anderer Stelle in Ostwestfalen* kam es jüngst zu einem tödlichen Verbrechen: Bei einem Angriff in einem Wohnhaus im Kreis Herford wurde ein Bewohner getötet. Erste Hinweise zum möglichen Motiv scheint es bereits zu geben. (*Msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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