Protest in Bielefeld

Grenze öffnen, Leben retten! Spontandemo gegen Gewalt an den EU-Grenzen

Brutale Szenen an den EU-Außengrenzen in Griechenland: Das Militär geht mit Gewalt gegen Flüchtlinge vor. Dagegen wird nun in Bielefeld demonstriert. 

  • An der EU-Außengrenze bahnt sich eine humanitäre Katastrophe an.
  • Das griechische Militär und rechte Gruppen wollen Flüchtlinge an der Einreise hindern.
  • Unter anderem in Bielefeld finden deshalb nun Solidaritäts-Demos unter dem Motto #WirHabenPlatz statt.

Bielefeld – Menschenunwürdige Szenen auf der griechischen Insel Lesbos an der Grenze der EU. Boote mit Flüchtlingen, unter ihnen auch kleine Kinder und Säuglinge, werden daran gehindert, an Land zu gelangen. Die Menschen auf den Booten werden beleidigt und bedroht. Rechte Gruppierungen greifen Mitarbeiter humanitärer Organisationen an, die den ankommenden Menschen helfen wollen. Die Flüchtlingslager sind hoffnungslos überfüllt. Die Zustände sind katastrophal. 

Bielefeld: Demo für Solidarität mit Flüchtlingen

Der türkische Präsident Erdogan hat den Flüchtlingen versprochen, das Tor nach Europa sei offen. Doch vor Ort sieht es anders aus: Die Grenze bleibt geschlossen, das Militär und Frontex gehen mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Menschen vor, die eigentlich Hilfe suchen. Mit diesen Menschen wollen Demonstranten in ganz Deutschland nun Solidarität zeigen. Darum finden am 3. März um 18 Uhr in vielen Städten Demonstrationen unter dem Motto #WirHabenPlatz statt. So auch in Bielefeld.

Spontandemo am Jahnplatz in Bielefeld

Die Botschaft: "Wir können und wollen die Menschen willkommen heißen und aufnehmen. Menschenrechte für alle! Gegen die Festung Europa und den Notstand der Menschlichkeit! Für das Grundrecht auf Asyl!" Die lokale Gruppierung der "Seebrücke" in Bielefeld ruft deshalb zu einer Spontandemo um 18 Uhr am Jahnplatz auf.

„Wir können nicht weiter zuschauen, wenn griechisches Militär und Frontex an der türkischen Grenze mit Tränengas, Blendgranaten und Wasserwerfern auf Kinder, Frauen und Männer schießen. Deshalb rufen wir für die gesamte Woche zu überregionalen Aktionen und Demos auf“, sagt Anja Sportelli von der Seebrücke. 

Immer wieder finden in der Stadt am Teutoburger Wald Demonstrationen statt: So kam es erst vor Kurzem in Bielefeld zu einer "Fridays for Future" Demo an einem Donnerstag. Auch die regelmäßigen rechten Aufmärsche sorgen für Ausnahmezustand in der Innenstadt. So treffen in Bielefeld immer wieder Rechte auf Gegendemonstranten

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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