Neue Schutzverordnung für NRW

Coronavirus: Inzidenzwert steigt in Bielefeld stark an

Keine Entspannung in Sicht: In Bielefeld steigt der Inzidenzwert rasant an. Nun wurde die neue Corona-Verordnung für NRW veröffentlicht.

Bielefeld – Wie man es auch dreht und wendet: Die Corona-Lage in Bielefeld und ganz NRW scheint sich nicht entspannen zu wollen. Nach dem Jahreswechsel schien es endlich mit den Infektionen bergab zu gehen, der Inzidenzwert sank am Dienstag (5. Januar) auf ein Langzeit-Tief von 87,1 ab. Doch die Freude darüber hielt nur kurz an, standen die Zahlen aus Bielefeld doch im Zusammenhang mit einem Meldestau der Coronainfektionen.

Der zwischenzeitlich niedrige Corona-Inzidenzwert war demnach keine Abbildung der wirklichen Zahlen. Es war damit zu rechnen, dass der Wert, nachdem der Meldestau langsam abgearbeitet wird, deutlich ansteigt. Und so kam es: am Freitag (8. Januar) liegt der Inzidenzwert in der Stadt bereits bei 176,2 (Vortag: 119,4). Am darauf folgenden Montag (11. Januar) kam es noch dicker: In Bielefeld wurde beim Corona-Inzidenzwert die kritische Marke 200 überschritten*, Oberbürgermeister Pit Clausen entschied sich jedoch gegen die 15-Kilometer-Regel.

StadtBielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Corona in Bielefeld: Neue Schutzverordnung für NRW veröffentlicht

Zeitgleich mit den beunruhigenden Corona-Zahlen aus Bielefeld wurde am 8. Januar auch die neue Corona-Schutzverordnung für NRW veröffentlicht, die ab Montag (11. Januar) in Kraft tritt. Darin wird deutlich, welche Corona-Regeln, die bei dem Treffen von Bund und Ländern am Dienstag (5. Januar) auch für NRW übernommen werden – eine Übersicht der Corona-Lage in NRW gibt es in unserem Newsticker.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung für NRW finden sich unter anderem die bereits zuvor angekündigten, strengeren Kontaktbeschränkungen, die auch für Bielefeld gelten und besagen, dass sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen darf, die jedoch „von zu betreuenden Kindern aus ihrem Hausstand begleitet werden kann“.

Corona-Maßnahmen in NRW: Führt hoher Inzidenzwert in Bielefeld zum eingeschränkten Bewegungsradius?

Zuvor wurde von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) betont, dass es noch härtere Maßnahmen braucht, um die Corona-Pandemie schnellstmöglich einzudämmen. Er wies in einer Pressekonferenz auch auf die Einschränkung des Bewegungsradius hin. Dies würde bedeuten, dass sich Menschen nur noch innerhalb von 15 Kilometern um ihren Wohnort bewegen dürften. Ausnahmen wären berufliche Verpflichtungen, Arztbesuche oder Besuche pflegebedürftiger Angehöriger. Doch droht diese Maßnahme auch in Bielefeld?

Sehr wahrscheinlich, ja. Denn die Einschränkung des Bewegungsradius‘ soll ab einem Inzidenzwert von 200 in Kraft treten. Dennoch steht dieser Passus nicht als verbindliche Regel in der aktuellen Fassung der Corona-Schutzverordnung für NRW. Dort wird auf die Städte und Kommunen verwiesen, die ab dem genannten Inzidenzwert solche Maßnahmen in Einvernehmen mit dem Ministerium anordnen können. Es ist davon auszugehen, dass dies in Bielefeld bei weiter steigenden Corona-Zahlen passiert.

Haben durch Corona alle Hände voll zu tun: Jens Spahn (l.) und Armin Laschet (r.).

Auch eine weitere, mit Spannung erwartete Entscheidung ist nun gefallen: Aufgrund des Corona-Lockdowns werden die Kita-Gebühren auch in NRW ausgesetzt. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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