Coronavirus

Corona-Alarm: Bielefeld und Lippe drohen härtere Regeln – erste Entscheidung über Ausgangssperre

Die Coronavirus-Neuinfektionen in Bielefeld und in den Nachbarkreisen sind weiterhin hoch. Lippe droht nun eine Ausgangssperre. Den Beschluss des NRW-Landtags finden Sie hier, sobald dieser vorliegt.

Update: 11. Dezember, 12.24 Uhr. Das Land NRW hat soeben schärfere Corona-Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt. Ab dem kommenden Montag werde es in Nordrhein-Westfalen keine Anwesenheitspflicht mehr für Schüler in Schulen geben, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Die Schulpflicht besteht jedoch weiterhin. Außerdem wurden Lockerungen zu Weihnachten und Silvester zurückgenommen.

Die Geschäfte in den Innenstädten in NRW sollen zudem jetzt doch so schnell wie möglich geschlossen werden. Lebensmittel-Läden sind davon nicht betroffen. In ganz Deutschland fordern immer mehr Politiker und Wissenschaftler einen harten Lockdown. Ministerpräsident Armin Laschet und der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp gehen davon aus das dieser schon bald kommen werde. „Der Lockdown in Deutschland muss schnell kommen“, so der CDU-Politiker.

StadtBielefeld
Einwohnerüber 334.000
BundeslandNRW

Bielefeld/Lippe: Aktuelle Corona-Lage spitzt sich zu – Entscheidung zur Ausgangssperre erwartet

Update: 11. Dezember, 11.38 Uhr. Der Kreis Lippe möchte am Freitagmittag in einem Pressegespräch im Kreishaus über die aktuelle Corona-Lage in der Region informieren. Unter anderem werden Dr. Axel Lehmann, Landrat des Kreises Lippe und Dr. Kerstin Ahaus, Leiterin Gesundheitsamt Kreis Lippe, den Journalisten Rede und Antwort stehen. Bei dem Treffen wird es vor allem um die neue Allgemeinverfügung gehen, die möglichst zeitnah erlassen werden soll.

Hintergrund ist folgender: In Corona-Hotspots mit einem Inzidenzwert von mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen sollen weitergehende Maßnahmen getroffen werden. Im Kreis Lippe lag der Wert zuletzt über 300. Daher soll hier nun eine Ausgangssperre kommen. Diese hätte auch Auswirkungen für die Stadt Bielefeld, beispielsweise für Berufspendler.

Bielefeld/Lippe: Strengere Corona-Regeln drohen – Entscheitung über Ausgangssperre soll schnell fallen

Erstmeldung: 11. Dezember. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat sich noch einmal dramatisch erhöht. Am Freitagmorgen (11. Dezember) meldete das Robert Koch-Institut (RKI) bundesweit fast 30.000 neue Corona-Fälle. In Bielefeld gab es vier weitere Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Virus SARS-CoV-2 stehen. Im Nachbarkreis Lippe stieg der Inzidenzwert auf weit über 300. Hier droht den Menschen nun eine Ausgangssperre.

Bielefeld/Lippe: Coronavirus breitet sich weiter aus – NRW-Landtag entscheidet über Ausgangssperre

Gespannt schauen die Menschen aus Ostwestfalen-Lippe* am Freitag nach Düsseldorf. Die NRW-Landesregierung könnte im Laufe des Tages eine Entscheidung darüber fällen, ob es im Kreis Lippe, der östlich von Bielefeld liegt, eine Ausgangssperre gibt oder nicht. Zuletzt waren die Corona-Neuinfektionen in der Region massiv in die Höhe geschossen. Der Inzidenzwert lag am Donnerstag (10. Dezember) bei 315,1.

Der Landrat des Kreises Lippe, Axel Lehmann (54, SPD), ist im ständigen Kontakt mit den Gesundheitsämtern, um über strengere Coronavirus-Regeln zu beraten. Bereits am Samstag (12. Dezember) könnten die Schutzmaßnahmen deutlich verschärft werden. In der nächsten Allgemeinverfügung steht eine Ausgangssperre. Das Verbot soll von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens gelten. Das Land NRW kann dieses Vorhaben jedoch noch verhindern. Auch in Bielefeld wird über schärfere Corona-Regeln nachgedacht, wie beispielsweise einem Alkoholverbot ab 16 Uhr.

Bielefeld: Coronavirus-Lage angespannt – Lippe bleibt trauriger Spitzenreiter in NRW

Mit einem Inzidenzwert von über 300 und bleibt der Kreis Lippe auch am Freitag der größte Corona-Hotspot in Nordrhein-Westfalen. Daher wollen die Verantwortlichen jetzt schnell handeln. Ein entsprechender Entwurf der neuen Allgemeinverfügung sei fertig. Das NRW-Gesundheitsministerium könnte schon im Laufe des Tages über die Einführung einer Ausgangssperre entscheiden.

Der NRW-Landtag berät über Ausgangssperre im Kreis Lippe.

Kurz zuvor hatte das Land NRW allerdings dem Kreis Minden-Lübbecke nicht erlaubt eine Ausgangssperre in der Stadt Espelkamp einzuführen. Dort waren die Corona-Infektionen zuletzt ebenfalls massiv in die Höhe geschossen. Innerhalb von sieben Tagen hatten sich dort 580 Personen mit dem Coronavirus angesteckt.

Rubriklistenbild: © Nicolas Armer/dpa

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