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Corona-Zahlen fehlerhaft – Panne bei Todesfällen in Bielefeld (NRW) entdeckt

In Bielefeld (NRW) hat sich bei den aktuellen Corona-Zahlen ein Fehler eingeschlichen. Von fünf neuen Todesfällen war die Rede. Die Stadt reagierte nun.

Bielefeld – Bei der Erfassung der Corona-Zahlen für die nordrhein-westfälische Stadt Bielefeld hat sich offenbar ein Fehler eingeschlichen. Vom Robert Koch-Institut (RKI) und vom Landeszentrum Gesundheit NRW wurden am Freitagmorgen (20. November) fünf neue Todesfälle gemeldet. Doch diese Zahl wurde jetzt von der Stadt korrigiert.

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Coronavirus in Bielefeld (NRW): Stadt korrigiert Anzahl der Corona-Todesfälle nach unten

103 Corona-Neuinfektionen gab es am Morgen in Bielefeld (NRW). An dieser Zahl gibt es auch nichts zu rütteln. Auch der aktuelle Inzidenzwert, der bei 162,8 liegt, wurde korrekt übermittelt. Doch bei den Todesfällen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen sollen, gab es offensichtlich eine Panne.

Von den in Bielefeld (NRW) insgesamt fünf gemeldeten Toten ist offenbar nur eine Person innerhalb der 47. Kalenderwoche (16 bis 22. November) verstorben. Die übrigen vier Personen starben bereits viel früher an Corona. Ein Teil der Fälle liegt bereits über ein halbes Jahr zurück. Die Stadt korrigierte die Zahl der Todesfälle nun deutlich nach unten. Demzufolge ist „nur“ eine 78-jährige Frau, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, in dieser Woche zu Tode gekommen.

Bielefeld (NRW): Wie kam es zu der Panne bei den Corona-Todeszahlen?

Die vier Todesfälle, die fälschlicherweise jetzt noch einmal übermittelt wurden, wurden damals zwar in der Stadt registriert, aber danach nicht weitergeleitet. Aus diesem Grund sei es zu der Panne bei den aktuellen Corona-Zahlen in Bielefeld (NRW) gekommen. Der am weitesten zurückliegende Todesfall ist bereits auf die erste Maiwoche datiert worden. Eine 73-jährige Frau, die an dem Virus SARS-CoV-2 erkrankt war, kam damals ums Leben.

Die übrigen drei Corona-Todesfälle kamen dann Ende Oktober und Anfang November hinzu. Dabei handelte es sich um zwei Männer (83 und 89 Jahre alt) sowie eine 80-jährige Frau. Seit Anbeginn der Coronavirus-Pandemie sind in Bielefeld (NRW) 18 Menschen an beziehungsweise mit einer Corona-Infektion gestorben.

Bielefeld (NRW): Aktuelle Corona-Lage in den Krankenhäusen bleibt angespannt

Seit Wochen wird vor einer Überforderung in den Gesundheitsämtern gewarnt. Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger hatte zuletzt über die Corona-Lage in Schulen informiert und mitgeteilt, dass noch lang nicht alles perfekt liefe. Wie es zu der Panne bei den Corona-Fallzahlen kommen konnte, muss nun geklärt werden.

In den Krankenhäusern in Bielefeld werden aktuell 103 Corona-Patienten behandelt, davon 37 auf der Intensivstation und 21 mit Beatmung. Deutschlandweit meldet das RKI heute mit 23.648 einen neuen Höchstwert an Infektionen. Laut der Weltgesundheits-Organisation (WHO) stirbt momentan alle 17 Sekunden ein Mensch in Europa durch das Coronavirus.

Rubriklistenbild: © Cecilia Fabiano/LaPresse/dpa

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