Coronavirus-Pandemie

Corona aktuell: Krisenstab in Bielefeld informiert über Lage in Schulen

Bielefelds Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger informierte nach der PK mit Angela Merkel über die aktuelle Corona-Lage in der Stadt. Unter anderem wurde das Thema Schulen besprochen.

Bielefeld – Sind die Schulen Corona-Hotspots? Mit dieser Frage müssen sich Politiker und Virologen aktuell fast täglich befassen. Einig darüber sind sich die Experten nicht. Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger hat sich einen Tag nach der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), bei der es um den Teil-Lockdown in Deutschland und um strengere Corona-Regeln ging, zu diesem Thema geäußert. In Hinblick auf die Corona-Krise in Bielefeld (NRW) zeigte er sich vorsichtig optimistisch.

StadtBielefeld
Einwohnerüber 334.000
BundeslandNRW

Aktuelle Corona-Lage in Bielefeld (NRW): Fruchten die Maßnahmen des Lockdown?

Seit dem 2. November gilt in Deutschland ein strenger Lockdown. Die Bevölkerung muss mit harten Einschränkungen leben. Vor allem die persönlichen Kontakte müssen derzeit drastisch reduziert werden. Trotzdem sinkt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bielefeld und ganz NRW nur sehr langsam. Dennoch würden die von Bund und Ländern beschlossenen Auflagen langsam ihre Wirkung zeigen, erklärte Nürnberger am Dienstag (17. November) in einer Pressekonferenz.

In Bielefeld (NRW) sank die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt von 58 auf 38 und auch der Inzidenzwert entwickelt sich in die richtige Richtung. Dieser liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit bei 162,5. Trotzdem macht sich der Krisenstab große Sorgen um die vielen Corona-Patienten in den Krankenhäusern. 100 Menschen müssen aktuell in Bielefelder Kliniken behandelt werden. 32 erkrankte Personen liegen sogar auf der Intensivstation und 21 müssen beatmet werden.

Sind die Schulen in Bielefeld (NRW) Corona-Hotspots? Krisenstab mit klarer Ansage

Seitdem in Deutschland ein Teil-Lockdown herrscht, sei die Kontaktnachverfolgung wieder etwas besser möglich als zuletzt. Dennoch seien die Gesundheitsämter in Bielefeld (NRW) noch ein ganzes Stück davon entfernt, alle Corona-Infektionen zurückverfolgen zu können, betonte Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger. Die Zahl der dafür angestellten Mitarbeiter soll daher nochmal erhöht werden.

Viele Corona-Infizierte wissen nicht, wo sie mit dem Virus Sars-CoV-2 in Kontakt geraten sind. Beim Blick auf die Altersverteilung der Erkrankten stellte der Krisenstab in Bielefeld (NRW) jedoch fest, dass Schulen keine größeren Corona-Hotspots sind. Sowohl die Maskenpflicht als auch das Lüftungskonzept in den Klassenzimmern würden weitestgehend funktionieren.

Bielefeld: Corona in NRW – Ministerpräsident Armin Laschet befürchtet „härtestes Weihnachtsfest“

Auf der Pressekonferenz am Dienstag (17. November) kam auch Ordnungsamtsleiter Friedhelm Feldmann zu Wort. Er informierte über die bisherigen Verstöße gegen die Corona-Regeln in Bielefeld. Die Bilanz fiel positiv aus. Insgesamt verhängte das Ordnungsamt nur um die 7.000 Euro an Buß- und Verwarngeldern. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zog nach der Videokonferenz mit Angela Merkel und den anderen Länderchefs ein positives Fazit und bedankte sich bei der Bevölkerung, ohne dessen Tun es nicht gelungen sei, die exponentielle Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Gleichzeitig stimmte Laschet die Bürgerinnen und Bürger in NRW aber auch auf einen schweren Winter ein. „Es wird kein Weihnachten wie jedes andere“, so der CDU-Politiker. Ziel der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin sei es, der Bevölkerung zu Weihnachten möglichst viele Begegnungen zu ermöglichen. Ob dies gelinge, hänge aber auch vom Verhalten der Bevölkerung ab, so Laschet. Am 25. November wird die Bundesregierung gemeinsam mit den Länderchefs eine Entscheidung fällen, wie es in Deutschland angesichts des Coronavirus weitergehen wird und ob der Lockdown möglicherweise verlängert werden muss.

Rubriklistenbild: © TOBIAS SCHWARZ/AFP

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