Neues Mittel

Corona: Neue Mundspülung senkt Viruslast um 90 Prozent

Das Pharma-Unternehmen „Dr. Wolff“ aus Bielefeld hat ein neues Mittel im Kampf gegen die Pandemie entwickelt: Die Mundspülung wird nun in Krankenhäusern eingesetzt.

Bielefeld – Mit einer neuen Anti-Virus-Mundspülung soll die Übertragung des Coronavirus verhindert werden. Der Pharmahersteller „Dr. Wolff“, der seinen Hauptsitz in Bielefeld hat, hat das Mittel auf den Markt gebracht. Gemeinsam mit der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkunde wurde die Spülung nun getestet.

StadtBielefeld
Bevölkerung333.090
BundeslandNRW

Mundspülung gegen Corona: Dr. Wolff erfindet neues Mittel

Die Mundspülung wurde im Vorfeld in Bielefeld* an Covid-19-Patienten getestet. Nach der Anwendung war die Viruslast, also die Menge des Virus in einer Blutprobe oder einem Abstrich, um bis zu 90 Prozent geringer. Auch das Risiko der Ansteckung mit Corona sinkt durch die Verwendung der Spülung. Sobald wie möglich sollen neue Studien durchgeführt werden, wie owl24.de* berichtet.

Die Mundspülung eigne sich auch für Lehrer und Besucher im Altenheim, so der Hersteller aus Bielefeld in Ostwestfalen-Lippe*. Wie lange der Schutz nach dem Gurgeln genau anhält, ist noch nicht klar. Jedoch sei der Effekt nur kurzfristig, wie der WDR berichtet. Sinnvoll sei es jedoch, dass Patienten vor einem Zahnarztbesuch gurgeln, um die Ansteckungsgefahr für das medizinische Personal möglichst gering zu halten.

Bielefeld: Krankenhäuser erhalten Mundspülung als Spende von Pharma-Unternehmen

10.000 Fläschchen der Mundspülung hat „Dr. Wolff“ an die Krankenhäuser in Bielefeld gespendet. Die Feuerwehr hat sich um die gerechte Aufteilung an die einzelnen Einrichtungen gekümmert. Dort kann das Mittel gegen die Ansteckung mit dem Coronavirus* von Patienten und Angestellten benutzt werden.

„Im Namen der Stadt Bielefeld und des medizinischen Personals, danke ich für diese Spende“, sagte der Stadtdezernent Gregor Moss zu der Spende von „Dr. Wolff“. Ab Montag (11. Januar) ist das Mittel dann frei verkäuflich in der Apotheke zu bekommen. Eine Impfung ersetzt das Gurgeln jedoch nicht, die Möglichkeit einer Ansteckung mit dem Coronavirus besteht nach wie vor. Das Impfzentrum in Bielefeld* wurde bereits vor einigen Wochen fertiggestellt und steht bereit, sobald genügend Impfstoff vorhanden ist.

Die Mundspülung soll künftig das Ansteckungsrisiko mit Corona deutlich senken. (Symbolbild)

In Bielefeld hatte es zuletzt einen Meldestau der Corona-Zahlen gegeben, der die tatsächliche Lage in der Stadt verzerrt hatte. Daher hatte es in der Statistik eine Häufung von Todesfällen gegeben – 16 Todesmeldungen in nur 24 Stunden. Wer sich unsicher ist, ob er sich mit dem Virus angesteckt hat, kann seit neuestem einen Schnelltest machen: Der Abstrich zum Corona-Virus wird in Bielefeld als Drive-In angeboten*. Am Montag (11. Januar) wurde in Bielefeld beim Corona-Inzidenzwert die kritische Marke 200 überschritten*, Oberbürgermeister Pit Clausen entschied sich jedoch gegen die 15-Kilometer-Regel. (*Qwl24.de und msl24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © dpa / Marcel Kusch

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