Covid-19

Krankenhäuser in Bielefeld starten mit Impfungen

Ab Montag beginnen in Krankenhäusern in NRW die Corona-Impfungen für die Mitarbeiter. Auch die Kliniken in Bielefeld können loslegen.

Bielefeld – Ab dem 18. Januar können die Corona-Schutzimpfungen in den Krankenhäusern von NRW beginnen. Doch, dass es tatsächlich pünktlich dazu kommen könnte, war lange nicht klar. Sehr kurzfristig, erst am Sonntagnachmittag (17. Januar), wurde bestätigt, dass die Impfdosen pünktlich ankommen werden.

Das Evangelische Klinikum Bethel und das Klinikum Bielefeld Mitte, welches in Videos über den täglichen Kampf gegen Corona berichtet, beginnen bereits am Montag (18. Januar) mit der Impfung gegen das Coronavirus. Der Start im Franziskus Hospital verzögert sich aus organisatorischen Gründen noch bis zum Dienstag (19. Januar).

StadtBielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Bielefeld: Große Impfbereitschaft im medizinischen Sektor

Auf Nachfrage von Radio Bielefeld sei von den Kliniken eine große Impfbereitschaft unter dem Personal bestätigt worden. Auch eine Reihenfolge der zu impfenden Angestellten stehe bereits. Demnach empfangen Mitarbeiter auf den Intensivstationen, die eng mit Corona-Patienten arbeiten, die Impfung zuerst. Darauf folgen die Notfallambulanzen, weiteres medizinisches Personal und dann die Verwaltungsangestellten.

In welchen Mengen der Impfstoff an die Kliniken in Bielefeld geht, ist noch unbekannt. Die Verantwortlichen gehen jedoch davon aus, dass es jeden Tag zu neuen Lieferungen von Impfdosen kommt und sich so nach und nach alle medizinischen Angestellten gegen das Coronavirus* impfen lassen können. Welcher Impfstoff dann verabreicht wird, dürfen sich die Bürger laut einer Erklärung von Jens Spahn (CDU) jedoch nicht aussuchen.

In Nordrhein-Westfalen werden immer mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft, nun auch das medizinische Personal (Symbolbild).

Corona in Bielefeld: Inzidenzwert sinkt deutlich – Gesundheitsministerium kündigt Kontrollen an

Der Inzidenzwert in Bielefeld liegt aktuell bei 129. Damit führt sich der vielversprechende Trend der letzten Woche fort. Am Donnerstag (14. Januar) lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 153,2. Ein weiterer Todesfall einer 87-jährigen Frau wurde derweil im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Damit steigt die gesamtzahl der Todesfälle in der Stadt in Ostwestfalen* auf 181.

Bei den Angaben des Inzidenzwertes handelt es sich um „reale“ Werte, die sich losgelöst von dem großen Meldestau des Gesundheitsamtes Bielefelds ergeben. Erst am Donnerstag (21. Januar) werden sich die realen Infektionszahlen wieder mit den Angaben des RKI decken. Der Meldestau und die damit einhergehenden Unregelmäßigkeiten in der Berichterstattung führt dazu, dass das NRW-Gesundheitsministerium die Corona-Zahlen aus Bielefeld nun verstärkt kontrollieren wird. Darüber wurde die Stadt am vergangenen Wochenende informiert. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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