Öffentliche Verkehrsmittel

Bundesnotbremse: Strengere Corona-Regeln in Bus und Stadtbahnen

Das Verkehrsunternehmen MoBiel in Bielefeld hat die Corona-Regeln an die nun geltende Bundesnotbremse angepasst. Die Maßnahmen wurden verschärft.

Bielefeld – Aufgrund hoher Infektionszahlen gelten in der kreisfreien Stadt seit Samstag (24. April) härtere Schutzmaßnahmen. Die Bundesnotbremse in Bielefeld sieht strengere Corona-Regeln vor, um die Zahl der positiven Corona-Fälle zu senken. Neben Kontaktbeschränkungen und einer Ausgangssperre gibt es nun auch im öffentlichen Nahverkehr eine Neuerung, an die sich Fahrgäste halten müssen.

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Bielefeld: FFP2-Maskenpflicht in Bus und Stadtbahnen

Das Verkehrsunternehmen MoBiel wies die Menschen in Bielefeld daraufhin, dass die Bundesnotbremse auch Auswirkungen auf den ÖPNV hat. Ab sofort reicht es in Bussen und Stadtbahnen nicht mehr aus eine OP-Maske* zu tragen. In allen öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an den Haltestellen müssen Fahrgäste stattdessen Mund und Nase nun mit einer FFP2-Maske verdecken. „Sollten Sie Mund und Nase auch nach Aufforderung nicht bedecken, wird die Mitfahrt verweigert und unter Umständen die Polizei informiert“, betont MoBiel und appellierte an die Vernunft der Bevölkerung.

Auch in Arztpraxen sowie in Einkaufsläden müssen die Bürger nun FFP2-Masken* tragen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) liegt die 7-Tage-Inzidenz in Bielefeld am Montag (26. April) bei 222,9. Seit der letzten Meldung sind somit 35 neue Corona-Fälle registriert worden. Durch die verzögerten Meldungen spiegelt die tagesaktuell vom RKI veröffentlichte und damit offizielle Inzidenz weiter nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen wider.

Bielefeld: Trotz Ausgangssperre – MoBiel hält an Fahrplan fest

Die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus* in Bus und Bahn ist höher als im eigenen Auto. Mit der FFP2-Maske soll das Risiko einer Infektion verringert werden. Obwohl in Bielefeld aufgrund des hohen Inzidenzwertes eine Ausgangssperre gilt, rollen auch nach 22 Uhr noch Busse und Bahnen durch die Stadt. Die öffentlichen Verkehrsmittel, die in sämtliche Fahrtrichtungen unterwegs sind, sind oft menschenleer. Aber warum schickt das Bielefelder Verkehrsunternehmen leere Fahrzeuge durch die Stadt?

Der R-Wert bewegt sich in der Corona-Pandemie erneut in einem kritischen Bereich.

Gegenüber dem Westfalen-Blatt äußerte sich MoBiel-Sprecher Hans-Heinrich Sellmann zu dieser Frage: „Wir halten am Fahrplan fest und fahren komplett das volle Programm, weil eine Umstellung mehrere Tage bis Wochen dauert. Alles andere wird dem Aufwand nicht gerecht.“ Menschen, die trotz der Ausgangssperre ihren Beruf nachgehen und ihre Arbeitsstelle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aufsuchen, können dies in Bielefeld auch weiterhin tun. Nähere Angaben bezüglich der Kosten und der Wirtschaftlichkeit machte der Sprecher nicht. (*msl24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

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