Bielefeld (NRW)

Ausgebrochene Häftlinge bei Kontrolle in Zug erwischt

Ein Gefangener (r) wird in der Justizvollzugsanstalt in seine Zelle zurückgebracht
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In Bielefeld entkamen zwei Häftlinge aus der JVA (Symbolbild).

Die Bundespolizei konnte jüngst zwei entflohene Häftlinge aus der JVA in Bielefeld wieder einfangen. Die Männer wurden bei einer Kontrolle entdeckt.

Bielefeld – Wie nun bekannt wurde, sind zwei Männer am vergangenen Samstag (7. November) aus dem offenen Vollzug einer JVA in Bielefeld ausgebrochen. Einer der Männer (22) war wegen versuchten Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden. Der andere Häftling (23) saß wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in der JVA Bielefeld ein und wäre im kommenden Jahr entlassen worden.

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Bielefeld: Sträflinge werden bei Kontrolle in Zug gefasst

Letztlich konnten die beiden entflohenen Häftlinge gerade einmal zwei ganze Tage in Freiheit verbringen. Denn bereits am Dienstag (10. November) wurde ihnen die Kontrolle eines Zuges in Bad Bentheim zum Verhängnis. Der Zug, der aus den Niederlanden kam, wurde von der Bundespolizei gegen 15 Uhr kontrolliert. Dabei flogen die Männer aus der JVA Bielefeld auf. Eine Überprüfung der Personalien ergab, dass nach ihnen gesucht wurde.

Die Bundespolizisten nahmen die Gesuchten fest. Inzwischen sitzen beide Männer wieder in der JVA in Bielefeld ein. In welcher Form sich der Ausbruch auf die weiteren Haftstrafen der Häftlinge auswirken wird, ist nicht bekannt. Der 23-jährige Mann wäre 2021 entlassen worden, der 22-Jährige muss wegen Totschlags noch knapp dreieinhalb Jahre von seiner viereinhalbjährigen Strafe absitzen.

Bielefeld: JVA Brackwede entlässt berühmeteste Insassin

Die JVA Brackwede sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Der Grund: Seit nunmehr zwei Jahren saß hier die bundesweit berühmt-berüchtigte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck ein. Doch nachdem sie ihre Haftstrafe mittlerweile abgesessen hat, wurde Ursula Haverbeck am 5. November aus der JVA Bielefeld entlassen. Doch es ist durchaus möglich, dass die 92-Jährige bald schon wieder hinter Gitter muss: Auf sie warten Anschlussverfahren in Berlin und Hamburg, die ihr weitere 16 Monate Gefängnis einbringen könnten.

Auch im benachbarten Münsterland* kam es kürzlich zu einem schockierenden Zwischenfall: In der JVA Münster nahm ein Insasse eine Wärterin als Geisel*. Der Häftling musste schließlich von der Polizei erschossen werden. (Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

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