Infektionsschutz

Schulbeginn an sechs Bielefelder Einrichtungen geändert

Ein heikles Thema in der Corona-Pandemie bleiben die Schulen. Nun gibt die Stadt Bielefeld bekannt, an sechs Schulen die Zeiten ändern zu wollen, was zum Infektionsschutz der Schüler beitragen soll.

Bielefeld – Die Diskussion um die Corona-Regeln, die Bund und Länder am 2. November auf den Weg gebracht haben, reißt nicht ab. Unterschiedliche Diskussionsteilnehmer vertreten unterschiedliche Interessen und haben dementsprechend unterschiedliche Meinungen, welche Maßnahmen sinnvoll und vor allem umsetzbar sind.

StadtBielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Wegen Coronavirus-Pandemie: Schulen in Bielefeld ändern Anfangszeiten

Ein großer Streitpunkt waren von Anfang an die Schulen. Es herrscht im Großen und Ganzen zwar Einigkeit, dass man den regulären Schulbetrieb so lange wie möglich laufen lassen will, jedoch wird über die Maßnahmen zum Infektionsschutz der Schüler weiterhin gestritten. Einen kleinen Schritt geht dabei nun die Stadt Bielefeld, die die Situation in den Schulbussen entzerren will. Dazu wird der Schulbeginn an sechs Lehranstalten geändert:

SchuleNeuer SchulbeginnAlter SchulbeginnGültig ab
Carl-Severing-Berufskolleg für Metall und Elektro07:45 Uhr07:50 Uhr23.11.2020
Carl-Severing-Berufskolleg für Handwerk und Technik08:15 Uhr08:00 Uhr23.11.2020
Luisenschule08:10 Uhr07:50 Uhr01.02.2021
Martin-Niemöller-Gesamtschulein Diskussion08:00 Uhr01.02.2021
Gesamtschule Rosenhöhein Diskussion08:10 Uhr01.02.2021
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesamtschulein Diskussion08:00 Uhr01.02.2021
Cecilien-GymnasiumGespräche geplant--
Helmholtz-GymnasiumGespräche geplant--
Bielefeld: In vollen Schulbussen ist das Abstandsgebot häufig nicht einzuhalten (Symbolbild).

Bielefeld: Zu wenig Schutz für Schüler vor Coronavirus-Ansteckung

Die Verlegung der Anfangszeiten der Schulen in Bielefeld scheint zwar wie ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch wird in den Augen vieler nicht genug für den Schutz der Schüler getan. Bei den Zwischengesprächen von Bund und Ländern am 16. November hatte sich die Bundeskanzlerin strengere Maßnahmen auch für Schulen gewünscht. Zum Beispiel eine konsequentere Maskenpflicht auch im Klassenraum, am Arbeitsplatz und auf dem Schulhof. Doch die Länder-Chefs vertrösteten auf Ende November. Dann soll ein langfristiges Corona-Konzept für den Winter erarbeitet werden.

In NRW hat Armin Laschet (CDU) bereits angekündigt, dass die Weihnachtsferien in diesem Jahr verlängert werden. Die Ferien starten demnach bereits am 18. Dezember, damit sich Schüler vor dem Fest in freiwillige Isolation begeben und so Weihnachten mit der erweiterten Verwandtschaft verbringen können. Doch auch diese Maßnahme wird von Kritikern als nicht sinnvoll angesehen, da die zusätzlichen Tage nicht ansatzweise für eine wirksame Quarantäne reichen würden.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst / dpa

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