Kinder klagten über starke Atemnot 

10 Schüler mit Reizgas verletzt: War der Täter Rassist?

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Am Bahnhof in Bielefeld wurden offenbar mehrere Kinder mit Reizgas attackiert. 

Am Bahnhof in Bielefeld wurden am Mittwochmittag mehrere Schüler mit Reizgas attackiert. Beamte der Bundespolizei nahmen einen 39-Jährigen fest. Medienberichten zufolge gebe es auch einenrassistischer Hintergrund für die Tat. Was sagt die Polizei dazu?

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  • Hauptbahnhof Bielefeld war teilweise gesperrt 
  • mehrere Schüler verletzt 
  • Täter in Haft 

Update: 12. September, 10 Uhr. Am Mittwoch kam es zu einem Großeinsatz der Polizei am Hauptbahnhof in Bielefeld: Ein Mann hatte an einem Zug Pfefferspray gegen eine Schulklasse eingesetzt. 11 Menschen wurden verletzt. Der Mann (39) wurde gefasst und zum Tathergang befragt. Es sei beim Einstieg in den Zug zu Gedränge gekommen, deswegen habe er das Reizgas versprüht. Doch weiteren Medienberichten zufolge habe er die Tat auch aus Rassismus begangen. 

Carsten Bente, Pressesprecher der Bundespolizei in Münster, bestätigt, dass der Festgenommene sich selber als Rassist betitelt habe. Zu den Gründen der Tat in Bielefeld befragt äußerte der 39-Jährige zunächst, dass er sich gestört gefühlt habe. Dann ergänzte er in einem Nebensatz: "... und ich bin Rassist." Doch wie Bente betont, werde dies von der Polizei derzeit nicht als Hauptmotiv gewertet. 

So gebe es aktuell keine Anzeichen dafür, dass der Täter in Bielefeld einem rechtsradikalen Spektrum oder der rechten Szene zugeordnet werden könne. Zudem habe er keine Parolen, Sprüche oder Weiteres in diese Richtung geäußert. Auch sei der Mann alkoholisiert gewesen. Man gehe davon aus, dass der Mann sich tatsächlich schlicht gestört gefühlt habe – auch wenn man seine darauf folgende Reaktion mit dem Pfefferspray nur sehr schwer nachvollziehen könne, so Bente. 

Dennoch nehme man einen möglichen, rassistischen Hintergrund für die Tat in Bielefeld ernst. Die Polizei ermittle auch in diese Richtung weiter, ergänzt Bente.

Mann verletzt 10 Schüler mit Reizgas am Hauptbahnhof Bielefeld

Update: 14.05 Uhr. Gegen 13.15 Uhr konnten Polizei und Feuerwehr den Einsatz am Bielefelder Hauptbahnhof beenden. Laut Bundespolizeisprecher Carsten Bente klagten einige Schüler nach dem Reizgasangriff über Atemnot. Wegen schwererer Symptome mussten zwei Patienten in eine Kinderklinik gebracht. Der 39-jährige Beschuldigte befindet sich nun in Gewahrsam. 

Kurz danach ereignete sich in einer anderen Stadt ein anderer Vorfall mit Reizgas: In Höxter wurde nachts ein Mann von einem Unbekannten mit Pfefferspray attackiert. Das Opfer bekam die Flüssigkeit direkt ins Gesicht. Der Täter floh nach der Attacke und ließ das Opfer verletzt auf dem Boden liegend zurück.

Weil er sich gestört fühlte: 39-Jährige versprüht Reizgas in Bielefeld 

Update: 11. September, 14.00 Uhr. Nach Angaben von Bundespolizeisprecher Carsten Bente handelt es bei den elf Verletzten um zehn Schüler (zwischen 12 und 14 Jahren) und eine Lehrerin. Die Schulklasse aus Köln war heute in Rahmen eines Ausflugs in Bielefeld zu Besuch. Als sie die Stadt verlassen wollten und der Zug in den Bahnhof einfuhr, kam es zu einem Gedrängel. Der 39-Jährige fühlte sich nach eigenen Angaben gestört und griff deshalb zum Pfefferspray. Die Beamten nahmen den Mann fest. 

Update: 11. September, 13.44 Uhr. Der Vorfall am Bielefelder Hauptbahnhof hat bislang keine Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Zu den Hintergründen der Reizgasattacke, bei der elf Personen verletzt wurden, ist bislang noch nichts bekannt. Polizei und Feuerwehr sind noch vor Ort. 

11 Verletzte nach Reizgasattacke in Bielefeld 

Update 11. September, 13.38 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden bei einem Reizgasangriff elf Personen verletzt, darunter eine Lehrerin und einige Schüler. Ein 39-Jähriger soll aus bislang ungeklärter Ursache am Bahngleis 5 Pfefferspray versprüht haben. Die Bundespolizei nahm den Mann fest, berichtet wdr2. Die Verletzten kamen mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser. Die Zufahrt zum Boulevard in Bielefeld ist aktuell blockiert. 

Attacke auf Schüler am Bahnhof in Bielefeld - mehrere Verletzte 

Erstmeldung: 11. September, 13.20 Uhr. Mehrere Schüler sollen am Mittwochmittag am Bielefelder Hauptbahnhof attackiert worden sein. Bei dem Angriff soll Reizgas verwendet worden sein. Mehrere Kinder erlitten offenbar Verletzungen, berichtet die NW. Nähere Details liegen bislang noch nicht vor. Polizei und Feuerwehr sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Außerdem musste die Eingangsseite zum neuen Bahnhofsviertel komplett gesperrt werden. Weitere Einzelheiten folgen in Kürze. Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.  

Bei einem anderen Reizgasangriff in dem Zug einer Eurobahn bei Bielefeld wurden ebenfalls mehrere Menschen verletzt. Die Fahrgäste litten plötzlich unter Atemnot und flüchteten in andere Abteile. Die mutmaßlichen Täter ergriffen ebenfalls die Flucht. 

Im benachbarten Osnabrück wurde in einer Schule in Bissendorf Reizgas versprüht. Bei diesem Vorfall wurden 32 Personen verletzt. Das Gebäude musste evakuiert werden. 

Außerdem wurden LKW-Fahrer auf der A33 bei Bielefeld bei einem ganz anderen Vorfall zu Helden. Die Trucker bemerkten eine Falschfahrerin und reagierten prompt. Durch ihr Einschreiten konnte Schlimmeres verhindert werden. 

In Bielefeld wurden zwei Einbrecher auf frischer Tat ertappt. Ein Anwohner verfolgte die Männer und führte die Polizei zu ihnen.

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