Polizeieinsatz

Lebensgefahr: Betrunkener Volvo-Fahrer fährt rückwärts über A33

Mit seinem Volvo verursachte ein alkoholisierter Mann in Bielefeld einen Unfall. Der Fahrer flüchtete und fuhr auf die A33. Plötzlich legte er den Rückwärtsgang ein.

Bielefeld/Schloß Holte-Stukenbrock – Gegen mehr als 90.000 Verkehrsteilnehmer werden in Deutschland jedes Jahr wegen Alkohol am Steuer Fahrverbote verhängt. Laut Polizei werden im Durchschnitt täglich rund 250 Autofahrer erwischt. In Bielefeld ist ein betrunkener Mann (38) aus Gütersloh bei einem Unfall mit seinem Volvo gegen einen SUV geprallt. Anschließend flüchtete er über die A33.

Autobahn: Bundesautobahn 33 (A33)
Gebaut: 1966
Länge: 106 Kilometer

A33: Unfall in Bielefeld – Volvo-Fahrer aus Gütersloh flüchtet über Autobahn

Nach Angaben der Polizei ist es am frühen Mittwochmorgen (20. Januar) auf der Webereistraße, im Bereich der August-Bebel-Straße in Bielefeld zu einem Unfall gekommen. Ein 38-Jähriger war mit seinem Volvo gegen einen SUV geprallt. Anwohner wurden gegen 1.35 Uhr aus dem Schlaf gerissen, als sie einen lauten Knall hörten. Ein Augenzeuge sah den betrunkenen Fahrer des Unfallwagens, der sich kaum auf den Beinen halten konnte.

Der Mann aus Gütersloh stieg aus dem Volvo, um den Unfallschaden zu begutachten. Anschließend setzte er sich wieder hinter das Steuer und fuhr in Richtung Teutoburger Straße. Der Zeuge merkte sich ein Teil des Kennzeichens und alarmierte die Polizei. Eine zweite Person konnte den Ermittlern aus Bielefeld die Automarke nennen. Der Betrunkene flüchtete auf die A33 in Richtung Brilon.

Gefahr auf A33 zwischen Bielefeld und Paderborn: Betrunkener fährt rückwärts

„Gegen 2:20 Uhr erhielten Streifenbeamte der Autobahnpolizei den Hinweis auf einen Volvo, der auf der Autobahn 33 im Bereich Stukenbrock rückwärtsfahre“, teilte die Pressestelle der Polizei Bielefeld am Mittag in einer Mitteilung mit. Beinahe habe der betrunkene Autofahrer aus Gütersloh einen schweren Unfall verursacht. Der 48-jährige Fahrer eines Schwertransporters aus Oschersleben konnte gerade noch rechtzeitig bremsen, ausweichen und die Beamten verständigen.

Der Volvo-Fahrer hatte auf dem rechten Fahrstreifen der A33 in Richtung Brilon auf einmal den Rückwärtsgang eingelegt. Die Polizei nahm die Fahndung nach dem alkoholisierten Mann auf. Auf Höhe der Anschlussstelle Schloß Holte-Stukenbrock wurden sie auf den 38-Jährigen aufmerksam, der inzwischen in Schlangenlinien in Richtung Osnabrück unterwegs war.

A33: Polizei stoppt betrunkenen Volvo-Fahrer aus Gütersloh

Der Volvo befand sich auf dem Seitenstreifen der A33 und konnte von der Polizei gestoppt werden. Bei einer anschließenden Kontrolle nahmen die Polizisten bei dem 38-jährigen Fahrer aus Gütersloh Alkoholgeruch wahr. Des Weiteren wies sein Auto Schäden auf, die von dem Unfall in Bielefeld stammten.

„Ein Alkoholtest des 38-Jährigen verlief positiv“, so die Polizei Bielefeld. Auf der Polizeiwache musste sich der Gütersloher zusätzlich einer Blutprobe unterziehen. Ein Abschleppunternehmen wurde mit dem Abtransport seines Volvo beauftragt. Die Ermittler leiteten ein Strafverfahren gegen den betrunkenen Mann ein. Auf der A33 war es erst kürzlich zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Lkw gekommen. Eine Person erlitt dabei schwere Verletzungen.

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance (Fotomontage: Owl24.de)

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