Verfolgungsjagd

Kurioser Unfall auf A2 – Audi-Fahrer flüchtet mit Schrotflinte

Höchst ungewöhnlich mutet ein Unfall auf der A2 bei Bielefeld an: Ein Audi-Fahrer landete im Graben – dann verschwand er mit einer Schrotflinte im Gebüsch.

Bielefeld – Einen ungewöhnlichen Unfall hat ein 34-Jähriger am Dienstag (2. Februar) auf der A2 verursacht. Der Mann, der laut der Polizei keinen festen Wohnsitz hat, war mit einem Audi RS 7 Sportback unterwegs, der neu vom Hersteller über 100.000 Euro kostet. Damit fuhr er verbotenerweise um 13.45 Uhr über eine Behelfsauffahrt auf die Autobahn in Richtung Hannover auf.

AutobahnA2
Länge486 km
BundesländerNRW, Niedersachsen, Sachen-Anhalt, Brandenburg

A2 bei Bielefeld: Autofahrer baut Unfall und flieht ins Gebüsch

Direkt im Anschluss an die Auffahrt bei Bielefeld* befand sich eine Baustelle, die der Mann scheinbar zunächst übersehen hatte. Weil er so stark beschleunigt hatte, scherte bei der Bremsung das Heck des Audis aus, wodurch der Wagen ins Schleudern geriet. Es kam zum Zusammenstoß mit einem Transporter, der auf der Mittelspur der A2 fuhr.

Nachdem der Audi sich mehrmals um die eigene Achse gedreht hatte, kam der Wagen im Graben neben der A2 bei Bielefeld zum Stehen. Der 34-Jährige stieg daraufhin aus, nahm eine längliche Tasche aus dem Fahrzeug und flüchtete ins Gebüsch. Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei hatte den Unfall beobachtet und folgte dem Mann, um sicherzustellen, dass er nicht verletzt war.

Audi-Fahrer hat bei Unfall auf der A2 bei Bielefeld Schrotflinte dabei

Zum selben Zeitpunkt war ein Bundespolizist zufällig an der Unfallstelle auf der A2 in Bielefeld vorbeigekommen und hielt an. Er nahm ebenfalls die Verfolgung des Audi-Fahrers auf. Gemeinsam mit dem Zeugen konnte er den 34-Jährigen schließlich stoppen. Auf die Frage hin, was sich in seiner Tasche befinde, antwortete der Mann, dass es sich um seine Angelausrüstung handele. Das berichtet owl24.de*.

Als der Polizist die Tasche jedoch öffnete, stellte er fest, dass sich eine Schrotflinte darin befand. Um sicherzugehen, brachte er die Waffe in sein Auto, während der Zeuge den Audi-Fahrer festhielt. Doch der Mann dachte immer noch an Flucht: Er schlug dem 44-Jährigen gegen die Brust und schaffte es so, sich zu befreien. Dann lief er einmal quer über die Fahrbahn der A2 bei Bielefeld.

Kuriose Flucht nach Unfall auf der A2 bei Bielefeld

Auf der anderen Seite der A2 bei Bielefeld angekommen, schlug er sich wiederum durch das Gebüsch und kam am Kusenweg heraus. Schließlich versuchte er, die Böschung der dortigen Autobahnbrücke hochzuklettern. Beamte der Autobahnpolizei erwarteten den Mann bereits und nahmen ihn fest.

Der 34-Jährige hatte bei dem Unfall mit dem Audi auf der A2 bei Bielefeld leichte Verletzungen erlitten, weshalb man ihn zunächst in ein Krankenhaus in Ostwestfalen* brachte. Da er zudem offenbar stark alkoholisiert war, wurde ihm eine Blutprobe abgenommen. Obwohl der Mann keinen festen Wohnsitz hat, ist er der Polizei bereits bekannt. Er konnte keinen Führerschein vorweisen – es ist jedoch nicht das erste Mal, dass die Beamten ihn beim Autofahren erwischten.

Ein Mann sitzt nach einem Unfall auf der A2 in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Audi-Fahrer nach Unfall auf der A2 bei Bielefeld in U-Haft

Bei dem Unfall auf der A2 bei Bielefeld wurde der Transporter so stark beschädigt, dass er abgeschleppt werden musste. Der Zusammenstoß hat einen Schaden in Höhe von 125.000 Euro verursacht, wie die Polizei schätzt. Den Audi haben die Beamten beschlagnahmt, ebenso die Schrotflinte und die dazugehörige Munition.

Auf den 34-Jährigen kommt jetzt ein umfangreiches Strafverfahren zu. Gegen ihn wurde Anzeige wegen Körperverletzung, Unfallflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit am Steuer und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet. Ein Richter hat nach dem Unfall auf der A2 bei Bielefeld bereits Untersuchungshaft gegen den Audi-Fahrer angeordnet. (*owl24.de und msl24.de sind Teil des Ipppen-Digital-Netzwerkes)

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare