Ermittlungen laufen

Nach Schlägereien beim Arminia-Testspiel in Groningen: Dritter Verdächtiger festgenommen

Fan-Ausschreitungen in Groningen: Die Polizei hat nach dem Fußballspiel FC Groningen gegen Arminia Bielefeld nun einen dritten Verdächtigen festgenommen.

Update: 11. September, 8.52 Uhr. Nach den Ausschreitungen beim Arminia-Testspiel gegen den FC Groningen soll es nun sogar noch eine dritte Festnahme gegeben haben. Die verhaftete Person stammt ebenfalls aus Groningen. Der Bürgermeister der niederländischen Stadt forderte zudem alle Beteiligten auf, zur Polizei zu gehen, um sich selbst anzuzeigen. Die Ermittler prüfen nun, in wieweit die drei Verdächtigen an den Schlägereien beteiligt gewesen sind. Die Ermittlungen dauern an. Wir berichten weiter.

Update: 10. September, 8.30 Uhr: Nach den Straßenschlachten in Groningen, hat die Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Zu der Verhaftung war es nach Angaben der Behörden bereits am Dienstagabend (8. September) gekommen. Wie bereits berichtet war es bei dem Testspiel zwischen Arminia Bielefeld und dem FC Groningen zu Fan-Ausschreitungen gekommen. Bereits am Sonntagabend wurde eine Person, die in eine Schlägerei verwickelt gewesen sein soll, abgeführt. Der zweite mutmaßliche Täter stammt ebenfalls aus Groningen.

Arminia Bielefeld – FC Groningen: Fan-Ausschreitungen beim Testspiel in Groningen

Erstmeldung: 7. September. Wie mehrere Medien berichten, kam es am Samstag (5. September) in der Innenstadt von Groningen (NL) zu Schlägereien und Tumulten zwischen Fans des DSC Arminia Bielefeld und des FC Groningen. Viele Videos in den sozialen Netzwerken zeigen, wie Stühle fliegen, Personen aufeinander einschlagen und -treten. Der Verein distanzierte sich bereits von den beteiligten Anhängern.

VereinArminia Bielefeld
StadionSchücoArena
TrainerUwe Neuhaus

Arminia Bielefeld gegen FC Groningen: Ausschreitungen am Abend vor dem Spiel

Am Sonntag (6. September) trafen in einem Testspiel Arminia Bielefeld und der FC Groningen im Hitachi-Stadion in Groningen aufeinander. Bereits am vorherigen Samstagabend begegneten sich Fans beider Klubs in der Innenstadt. Wie unter anderem das WB berichtet, wurden im Vorhinein keine Karten an Auswärtsfans verkauft. Dennoch waren offenbar viele Arminia-Fans nach Holland gereist.

Das WB beruft sich dabei auf das niederländische Portal „Dagblad Noorden“. Demzufolge hätten Zeugen berichtet, dass es innerhalb kürzester Zeit zu den Kämpfen gekommen sei. Der Mitarbeiter eines Cafés habe erst „Bielefeld! Bielefeld!“-Rufe gehört, dann sei Chaos ausgebrochen. Gegenüber Dagblad Noorden sagte er: „Es ist so schnell gegangen. In 15 bis 20 Sekunden verwandelte sich die Straße in ein Kriegsgebiet.“

Ausschreitungen in Groningen: Arminia Bielefeld distanziert sich

Zugelassen zu dem Spiel waren nur Dauerkartenbesitzer des FC Groningen. Dennoch hatten sich einige Arminia Bielefeld-Fans auf den Weg in die niederländische Stadt gemacht. Diese hatte bereits am Mittag vor den Ausschreitungen eine Dringlichkeitsanordung erlassen, damit Ausschreitungen möglichst unkompliziert und schnell aufgelöst werden können.

Derweil ließ Arminia Bielefeld, die erst jüngst einen Niederländer verpflichteten, verlauten, dass man den Vorfall verurteile: „Der DSC Arminia Bielefeld verurteilt jede Form der Gewalt. Gemeinsam mit den Behörden, die unsere volle Unterstützung haben, werden wir mit allem Nachdruck den Fall aufarbeiten.“

Ein Screenshot aus einem Video, welches die Kämpfe zwischen Ultras von Arminia Bielefeld und dem FC Groningen zeigt.

Der RB Leipzig verkündete kürzlich ein neues Sicherheitskonzept, welches dem Verein erlaubt, wieder Zuschauer ins Stadion zu lassen. Arminia-Bielefeld Trainer Uwe Heuhaus findet diese Pläne von Leipzig inakzeptabel.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Friso Gentsch/dpa

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