Bundesliga

Coronavirus – Virologe mit düsterer Prognose: Kein Profifußball mehr in 2020

Die Saison ist für Arminia Bielefeld wegen des Coronavirus offenbar gelaufen. Ein Virologe rechnet nicht damit, dass der Ball in 2020 nochmal rollen wird.

  • Wegen des Coronavirus wurde der Profifußball eingestellt. 
  • Virologe Professor Jonas Schmidt-Chanasit glaubt nicht, dass der Ball in den Ligen in 2020 nochmal rollt. 
  • Arminia Bielefeld würde diese Entscheidung hart treffen.  

Bielefeld – Um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verlangsamen, wurde der Spielbetrieb im Profifußball eingestellt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat beschlossen, dass bis April keine Begegnungen ausgetragen werden. Doch kann es danach für Arminia Bielefeld und die anderen Vereine in der 1. und 2. Bundesliga wieder normal weitergehen? 

Aufgrund der Coronavirus-Krise und der aktuellen Lage in Deutschland geht Professor  Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe am Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg, nicht davon aus, dass in diesem Jahr nochmal ein Profispiel in der Bundesliga ausgetragen werden kann. In der NDR-Sendung "Sportclub", fand der Mediziner diesbezüglich deutliche Worte: "Man muss sich davon verabschieden. Es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann. Sollte dies tatsächlich so eintreffen und die Saison von der DFL für ungültig erklärt werden, wäre es für Arminia Bielefeld ein Desaster. 

Arminia Bielefeld: Wegen Coronavirus – Virologe hält Fußball für zu gefährlich 

Bis in Deutschland wieder "Spaßveranstaltungen" möglich seien, würde es noch eine ganze Weile dauern, ist sich der Virologe sicher. "Da gibt es viele Sachen, die früher zu entscheiden sind, wenn man die Schrauben überhaupt wieder lockern könnte. Was wirklich relevant ist, wie Kindergarten", erklärte Professor Jonas Schmidt-Chanasit. Auch Geisterspiele, wie beispielsweise bei der Begegnung Arminia Bielefeld gegen VfL Osnabrück geplant, seien keine wirkliche Alternative in Zeiten der Coronavirus-Krise. 

Derartige Szenarien würden nach Angaben des Hamburger Virologen dazu führen, dass sich die Menschen wieder treffen, um die Spiele im Profifußball gemeinsam zu schauen. Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab Mai sei nach Einschätzung von Professor  Jonas Schmidt-Chanasit unrealistisch. 

Coronavirus: Kein Profifußball mehr in 2020? Maßnahme könnte Arminia Bielefeld schwer treffen 

Die Verantwortlichen der DFL haben vor wenigen Tagen bereits in einer Pressekonferenz über die Bedeutung der Coronavirus-Krise für den Fußball und seine Vereine in Deutschland gesprochen. Daraus ging hervor, dass besonders kleineren Vereinen, wie beispielsweise Arminia Bielefeld, schwere Zeiten bevor stehen würden. 

In Bielefeld sowie in ganz NRW drohen wegen Covid-19 nun Ausgangssperren, weil sich einige Menschen nicht an die Vorgaben der Bundesregierung halten. In Bayern wurde diese Maßnahme am Freitagmittag angekündigt und in der Nacht soll diese auch in Kraft treten. So soll die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. 

Arminia Bielefeld: Werden die Stadien im Profifußball wegen des Coronavirus bis 2021 leer stehen? Virologe Jonas Schmidt-Chanasit aus Hamburg geht stark davon aus. 

Die Zwangspause wegen des Coronavirus ist beendet. In der 1. und 2. Bundesliga rollt der Ball wieder. Für den aktuellen Tabellenführer der 2. Liga gibt es aber auch eine schlechte Nachricht: Verteidiger Cédric Brunner fehlt beim Spiel Arminia Bielefeld gegen den HSV im Hamburger Volksparkstadion und der Trainer muss sich nun darüber Gedanken machen, wie das Loch in der Abwehr geschlossen werden könnte.

Nach dem Spiel gegen Holstein Kiel verkündete der Verein am 4. Juni eine wichtige Mitteilung: Arminia Bielefeld erhält mit Macron einen neuen Trikot-Ausrüster, der den bisherigen Hersteller Joma ablöst. 

Der DSC könnte am heutigen Freitag (12. Juni) einen entscheidenden Schritt in Sachen Aufstieg machen: Das Spiel Arminia Bielefeld gegen SV Sandhausen überträgt der Fernsehsender Sky live im TV und im Live-Stream und auch die anderen Partien des 31. Spieltags in der 2. Bundesliga werden hier gezeigt.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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