DFL-Entscheidung

Zwangspause wegen Coronavirus verlängert – wie lange hält Arminia durch? 

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) beschloss, die Zwangspause bis mindestens 30. April zu verlängern. Arminia Bielefeld äußerte sich zu der Entscheidung.  

  • Die DFL hat beschlossen, wegen des Coronavirus die Zwangspause in den Ligen zu verlängern. 
  • Arminia Bielefeld begrüßt die Entscheidung. 
  • Bielefelds Geschäftsführer Markus Rejek stimmte bei der ersten virtuellen Mitgliederversammlung allen Anträgen zu. 

Bielefeld – Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat die DFL wie erwartet beschlossen, die Zwangspause in der Bundesliga und in der 2. Liga  zu verlängern. Mindestens bis zum 30. April wird kein Fußball rollen. Ob Arminia Bielefeld und die anderen Vereine den Spielbetrieb in Form von Geisterspielen wieder aufnehmen können, ist noch offen. 

Wegen Coronavirus-Pandemie: DFL trifft vier "wesentliche Entscheidungen" – auch Arminia betroffen

Bei der ersten virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) haben sich alle 36 Profi-Clubs für eine Verlängerung der Zwangspause ausgesprochen. Grund sei die anhaltende Coronavirus-Pandemie. Vier "wesentliche Entscheidungen", die auch Arminia Bielefeld betreffen, wurden am gestrigen Dienstag verkündet (31. März): 

  • Vor dem 1. Mai wird kein Ball rollen. 
  • Bis zum 5. April ist das Mannschaftstraining für alle Vereine tabu.  
  • An allen 36 Standorten des Profifußballs werden Produktionskonzepte erarbeitet, aus denen hervorgehen soll, wie sich mit geringstmöglichem Personaleinsatz vorübergehend Geisterspiele durchführen lasse. 
  • Zudem wurde eine medizinische Taskforce eingerichtet und weitere Vorgehensweisen beschlossen, damit die Fußballclubs beim Lizenzierungsverfahren entlasten werden. 

"Zuallererst, und das ist nach wie vor keine Frage, geht es um die Kontrolle der Ausbreitung des Coronavirus und insbesondere um den Schutz von Risikogruppen", sagte DFL-Chef Christian Seifert am Dienstag auf der virtuellen Mitgliederversammlung. Er machte jedoch auch deutlich, dass der Bundesliga ein finanzieller Verlust in Höhe von rund 750 Millionen Euro bevor stehe, sollte die laufende Saison abgebrochen werden. Auch für Arminia Bielefeld hätte dies schwere Folgen. 

Arminia Bielefeld hält DFL-Entscheidung für richtig 

Die DFL-Entscheidung, die Zwangspause bis zum 30. April zu verlängern, hält Arminia Bielefelds Geschäftsführer Markus Rejek für richtig. Der Verein stimmte allen Anträgen der Deutschen Fußball Liga zu. Bisher ist jedoch noch völlig offen, ob der Spielbetrieb ab Mai fortgesetzt werden kann. Wegen des Coronavirus herrscht in Deutschland bis auf Weiteres ein Kontaktverbot, das zahlreiche  Einschränkungen im öffentlichen Leben mit sich bringt.  

Die verbleibenden 163 Partien in der 1. und 2. Bundesliga werden wohl, wenn überhaupt nur als Geisterspiele ausgetragen werden können. Ein Virologe äußerte diesbezüglich eine düstere Prognose und sprach Klartext. Das bislang letzte Spiel fand am 11. März statt - das ursprünglich geplante Saisonende am 16. Mai ist längst nicht mehr zu halten. Zahlreiche Vereine, darunter auch Arminia Bielefeld, haben bereits Maßnahmen ergriffen, um während der Covid-19-Krise zahlungsfähig zu bleiben. 

Coronavirus-Pandemie: Wie lange bleibt Arminia Bielefeld noch zahlungsfähig? 

Die Spieler einiger Teams hatten sich wegen der Coronavirus-Pandemie bereits zum Gehaltsverzicht bereit erklärt. Bei Vereinen in den unteren Ligen, wie beispielsweise Preußen Münster, ist Kurzarbeit für die Mitarbeiter längst ein Thema, berichtete msl24.de*. Arminia Bielefeld legte den Verantwortlichen der DFL weitere Maßnahmen vor, mit denen der Verein bis Ende Juni zahlungsfähig bleiben könne, berichtete Radio Bielefeld. Für die Mannschaft von Chef-Trainer Uwe Neuhaus geht es um die Spiele Dresden, Kiel, Nürnberg und Sandhausen. 

Vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie war die Welt für Arminia Bielefeld noch in Ordnung. 

Die Zwangspause wegen des Coronavirus ist beendet. In der 1. und 2. Bundesliga rollt der Ball wieder. Für den aktuellen Tabellenführer der 2. Liga gibt es aber auch eine schlechte Nachricht: Verteidiger Cédric Brunner fehlt beim Spiel Arminia Bielefeld gegen den HSV im Hamburger Volksparkstadion und der Trainer muss sich nun darüber Gedanken machen, wie das Loch in der Abwehr geschlossen werden könnte.

Nach dem Spiel gegen Holstein Kiel verkündete der Verein am 4. Juni eine wichtige Mitteilung: Arminia Bielefeld erhält mit Macron einen neuen Trikot-Ausrüster, der den bisherigen Hersteller Joma ablöst. 

Der DSC könnte am heutigen Freitag (12. Juni) einen entscheidenden Schritt in Sachen Aufstieg machen: Das Spiel Arminia Bielefeld gegen SV Sandhausen überträgt der Fernsehsender Sky live im TV und im Live-Stream und auch die anderen Partien des 31. Spieltags in der 2. Bundesliga werden hier gezeigt.

Rubriklistenbild: © Fotomontage: dpa

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