0:2 gegen Bremen

Bitterer Abend für Arminia: Erneute Niederlage und Ärger über VAR-Entscheidung

Gut gespielt, aber dennoch verloren. Auch im zweiten Spiel unter Frank Kramer gab es für Arminia Bielefeld keinen Sieg. Die Szene des Tages sorgte beim DSC für viel Ärger.

Bielefeld – Fußball ist nicht immer gerecht – diese schmerzliche Erfahrung musste Arminia Bielefeld im Nachholspiel gegen Werder Bremen machen. Dies wird alleine schon beim Blick auf die Statistik der Partie deutlich. 26 Torschüsse gab der DSC gegen die Hanseaten ab, die selber nur auf fünf kamen. Auch in Sachen Ballbesitz sowie Pass- und Zweikampfquote waren die Blauen überlegen.

Dennoch hieß es am Ende 0:2 für die Gäste von der Weser. „Das ist eine bittere Pille, die wir schlucken müssen“, sagte ein enttäuschter Frank Kramer nach dem Spiel. Der Trainer von Arminia Bielefeld sah in seinem zweiten Spiel als Trainer, wie seine Elf von Beginn an die Kontrolle auf dem Feld übernahm.

VereinArminia Bielefeld
StadionSchücoArena
TrainerFrank Kramer

Arminia Bielefeld hat das Spiel gegen Werder Bremen im Griff

Der Aufsteiger erspielte sich in der ersten Halbzeit mehrere gute Möglichkeiten – die besten vergaben jedoch Amos Pieper sowie Ritsu Doan, der gegen Werder Bremen wieder von Beginn an ran durfte. Für Überraschung sorgte indes die Personalie Fabian Klos: Der Stürmer musste zunächst mit der Bank vorlieb nehmen.

Die Gäste aus Bremen konnten im ersten Durchgang nicht viel gegen die Defensive des DSC ausrichten. Nicht ein Schuss ging auf das Tor von Stefan Ortega. Kurz nach dem Seitenwechsel passierte es dann jedoch: Joshua Sargent verwandelte den ersten Torschuss für Werder zur Gästeführung (47.). Noch bitterer wurde es dann in der Schlussphase.

Gelb? Rot? Arminia BIelefeld ärgert sich über Video-Assistentin

Nach einem Foul von Nathan de Medina an Niclas Füllkrug, der Werder Bremen nun fehlen könnte*, zeigte Schiedsrichter Markus Schmidt zunächst die Gelbe Karte. Doch dann schaltete sich Video-Assistentin (VAR) Bibiana Steinhaus aus Köln ein, und bat den Unparteiischen, sich die Szene nochmals auf dem Monitor anzusehen. Schmidt revidierte daraufhin seine Entscheidung und schickte den Abwehrspieler von Arminia Bielefeld mit Rot vom Platz.

„Der Schiedsrichter ist sehr erfahren und hat auf Gelb entschieden. Mir fällt kein Grund ein, wieso da von außen eingegriffen werden muss“, zeigte Frank Kramer sein Unverständnis über die Szene. Die Gelbe Karte sei keine klare Fehlentscheidung gewesen, die ein Eingreifen des VAR nötig gemacht hätte, so der Coach. „Außerdem hat von Bremen auch niemand eine Rote Karte gefordert“, betonte er. Die strittige Szene war letztlich dann auch spielentscheidend. Nur vier Minuten nach dem Platzverweis setzte Werder Bremen mit dem 2:0 durch Kevin Möhwald den Deckel auf die Partie gegen Arminia Bielefeld.

Trotz starker Leistung musste sich Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen geschlagen geben.

Arminia Bielefeld seit sieben Spielen sieglos

„Es kam heute alles zusammen“, befand der DSC-Trainer nach dem Abpfiff, der jedoch den couragierten Auftritt seiner Elf lobte. „Nur der letzte Punch hat gefehlt.“ Die gute Leistung hilft Arminia Bielefeld letztlich auch nichts. Die Ostwestfalen* warten seit nunmehr sieben Bundesligaspielen auf einen Sieg und bleiben auch in der zweiten Partie unter Frank Kramer ohne Torerfolg.

Der Aufsteiger verpasste somit den Sprung aus den Abstiegsrängen – und steht jetzt vor zwei dicken Brocken. Zunächst geht es am Sonntag (14. März) zu Bayer Leverkusen, am 26. Spieltag kommt dann der Tabellenzweite RB Leipzig in die SchücoArena nach Bielefeld. Die Arminia braucht so langsam wieder Erfolgserlebnisse, sollte der Kampf um den Klassenerhalt in den kommenden Wochen nicht zu einer Mammutaufgabe werden. (*msl24.de und deichstube.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare