Erstes Spiel unter Kramer

Berlin kommt an Arminias Mauer nicht vorbei: Positives Fazit nach Kramer-Debüt

Spiel eins nach Uwe Neuhaus ist absolviert. Schön war die Partie zwischen Arminia Bielefeld und Union Berlin nicht anzusehen. Dennoch zieht der DSC viel positives aus Frank Kramers Trainer-Einstand.

Bielefeld – Wie es nach einem Trainerwechsel üblich ist, steht beim ersten Spiel danach nicht die Mannschaft, sondern vielmehr der neue Coach im Scheinwerferlicht. Nach der Entlassung von Uwe Neuhaus bei Arminia Bielefeld, die nicht ohne Störgeräusche vonstattenging, waren nicht nur die DSC-Anhänger gespannt, wie sich das Team unter Frank Kramer in der SchücoArena gegen Union Berlin präsentieren würde.

Kleine Überraschungen gab es bereits beim Blick auf die Aufstellungen. Der unter Neuhaus gesetzte und gleichzeitig stärkste Scorer der Blauen, Ritsu Doan, musste im Heimspiel gegen Union Berlin zunächst mit der Bank vorlieb nehmen. Ihn ersetzte dessen Landsmann Masaya Okugawa. Für den gesperrten Fabian Kunze durfte sich, wie von vielen erwartet, Arne Maier erstmals in der Startelf von Arminia Bielefeld beweisen.

VereinArminia Bielefeld
TrainerFrank Kramer
StadionSchücoArena

Arminia Bielefeld: Nur vier Torschüsse gegen Union Berlin

Die veränderte Aufstellung war auch fast schon das Highlight des Sonntagabends. Spielerisch wurde von beiden Teams während der 90 Minuten eher Magerkost serviert. Ganze vier Torschüsse gab Arminia Bielefeld im Spiel gegen die Hauptstädter ab. Die dickste Chance hatte Sergio Cordova nach 13 Minuten, als er im Strafraum frei stehend an Union-Keeper Andreas Luthe scheiterte. Dies war auch schon die letzte sehenswerte Aktion des DSC-Stürmers.

Wenig später wurde der Venezolaner nach einem Luftzweikampf im Gesicht getroffen und musste anschließend ausgewechselt werden. In der Offensive bekam Arminia Bielefeld, wie so häufig in dieser Saison, nicht viel Produktives zusammen. Dennoch konnte Neu-Trainer Frank Kramer auch positive Dinge aus seinem Debüt ziehen.

Defensive von Arminia Bielefeld hält gegen Union Berlin Stand

Erstmals seit dem 17. Spieltag (damals beim 3:0 gegen den VfB Stuttgart) blieb Arminia Bielefeld beim 0:0 am Sonntag ohne Gegentreffer. Zuletzt hatte es unter Uwe Neuhaus 17 Gegentore in fünf Spielen gehagelt. „Die Mannschaft hat wahnsinnig viel investiert und gearbeitet“, lobte Frank Kramer das Engagement seiner Truppe. Besonders Torwart Stefan Ortega, der das Interesse des FC Bayern geweckt haben soll, glänzte in einigen Situationen und sicherte dem Aufsteiger den Punkt. Der neue Coach ist sich sicher, dass das Remis gegen Berlin der Mannschaft in den kommenden Wochen zusätzliche Sicherheit für das Offensivspiel geben werde.

Arminias Defensive zeigte sich gegen Union Berlin stark verbessert.

Viel Zeit, das Spiel nach vorne im Training zu verfeinern, wird Frank Kramer nicht haben. Bereits am Mittwoch (10. März) treten die Ostwestfalen* in der SchücoArena gegen Werder Bremen an. Die Partie wurde aufgrund des heftigen Schneefalls in Bielefeld Anfang Februar verschoben. Mit einem Sieg gegen die Hanseaten kann sich Arminia Bielefeld eigenständig aus den Abstiegsrängen katapultieren. Doch nach dem Union-Spiel durfte ein kleiner wehmütiger Blick in die Vergangenheit nicht fehlen. So drückte Maniel Prietl das aus, was wohl auch der Großteil der DSC-Fans fühlt. „Wir werden Uwe Neuhaus ewig dankbar sein.“ (*msl24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch

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