Entscheidung der Politik

Keine Geisterspiele mehr: Arminia freut sich auf Fan-Rückkehr – und steht vor einem Problem

Monatelang mussten die Vereine vor leeren Rängen spielen. Doch jetzt gab es aus der Politik grünes Licht für eine Rückkehr der Fans in die Stadien. Arminia Bielefeld muss nun jedoch ein logistisches Problem lösen.

Bielefeld – Es ging vermutlich ein erleichtertes Raunen und Jubeln durch Deutschlands Wohnzimmer, als die Meldung am Dienstag (15. September) publik wurde – zumindest bei jenen, die sich dem Fußball verbunden fühlen. Die Bundesländer haben sich wenige Tage vor Beginn der Bundesliga-Saison darauf geeinigt, vorerst wieder Fans in die Stadien zuzulassen. Seit März waren die Spielstätten in Deutschland wegen der Coronavirus-Pandemie leer.

Zunächst soll es einen sechswöchigen Testbetrieb unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln geben, bei dem die Stadien mit bis zu 20 Prozent der Kapazität mit Zuschauern gefüllt werden dürfen. „Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Einnehmen des Sitz- oder Stehplatzes ist Pflicht", hieß es seitens der NRW-Landesregierung. Die neue Regelung wurde auch bei den Verantwortlichen von Arminia Bielefeld mit Wohlwollen aufgenommen.

VereinArminia Bielefeld
StadionSchücoArena
TrainerUwe Neuhaus

Arminia Bielefeld: 5400 Fans dürfen in die SchücoArena

„Wir begrüßen die Entscheidung der Politik, die Fußballstadien in Deutschland wieder für eine begrenzte Zahl an Zuschauern zu öffnen und dies einheitlich und bundesweit. Ein Volumen von 20 Prozent des Fassungsvermögens ist für uns ein Anfang, den wir organisatorisch unter Einhaltung aller geltenden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen bewältigen könne", erklärte der kaufmännische Geschäftsführer des DSC Arminia Bielefeld, Markus Rejek.

Für den Bundesliga-Aufsteiger bedeutet die neue Regelung, dass zum Heimauftakt gegen den 1. FC Köln am 26. September 5400 Fans in die SchücoArena nach Bielefeld anreisen dürfen. Arminia Bielefeld hatte bereits vor einigen Wochen gemeinsam mit der Stadt ein Konzept zur Fan-Rückkehr entwickelt. Dies hatte eine Anzahl von bis zu 12.000 Fans vorgesehen. Ein erster Anfang ist jetzt gemacht worden. Doch die gute Nachricht hat für viele Fans des DSC auch eine Kehrseite.

Arminia Bielefeld verspricht faire Lösung für Fans

Denn der Verein muss nun entscheiden, welche Fans ins Stadion dürfen und welche nicht. Denn bei einer Auslastung von 20 Prozent werden einige Dauerkarteninhaber von Arminia Bielefeld in die Röhre gucken. Bis Mitte August wurden bereits über 7500 Dauerkarten für die SchücoArena verkauft. Rejek verspricht jedoch eine faire Lösung.

„Unsere Aufgabe ist es, ein transparentes und für alle Dauerkartenbesitzer möglichst faires Procedere zu definieren und dies zielgerecht zu kommunizieren", erklärt Rejek weiter und bat im Voraus um Verständnis derjenigen Anhänger von Arminia Bielefeld, die zunächst keinen Zutritt ins Stadion bekommen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Revierfoto/dpa

Auch interessant

Kommentare